Heißluftballonfahren Österreich

Baba Bequemlichkeit: Wie du am besten aus deiner Komfortzone ausbrichst

Donnerstag, 5. März 2020 / Lesedauer: ca. 5 Minuten

Baba Bequemlichkeit: Wie du am besten aus deiner Komfortzone ausbrichst

Donnerstag, 5. März 2020 / Lesedauer: ca. 5 Minuten

Schlafen, arbeiten, essen, fernsehen, und von vorne. Dein Alltag kreist immer wieder um dasselbe? Dann heißt dein Motto ab jetzt: Öfter mal was Neues! Wir zeigen dir, wie du die Grenzen deiner Komfortzone überwindest oder gänzlich hinter dir lässt.

von Viktoria Klimpfinger

*Die Corona-Krise hat uns nach wie vor fest im Griff. Wir bemühen uns, unsere Artikel möglichst aktuell und unsere Tipps Covid-konform zu halten. Da sich die Maßnahmen aber laufend ändern, zählen wir ebenso stark auf eure Eigenverantwortung und Solidarität. Tragt eure Masken und haltet Abstand, damit wir diese Krise möglichst schnell überwinden und danach wieder umso ausgelassener zusammen feiern können.

Der Moment, auf den du dich nach Uni oder Arbeit am meisten freust, ist, wenn du endlich deine Straßenkleidung gegen die Lieblingsjogginghose tauschen kannst. Raus aus dem Alltag, rein in die Freizeit! Während dein erschöpfter Hintern auf die weichen Sofapölster sinkt, wählst du auch schon wie ferngesteuert die Nummer deiner Go-To-Pizzeria. Die kennst du natürlich längst auswendig. Und umgekehrt posaunt dir der Pizzabäcker am anderen Ende deine Bestellung entgegen, sobald er deine Stimme hört: „Ah, Pizza Funghi! An die übliche Adresse?“ Spätestens, wenn dich der Essensbote oder die Essensbotin dann auch noch beim Vornamen kennt, ist klar: Du steckst in deiner Komfortzone fest. Keine Sorge, ist nichts Schlimmes – wir holen dich da im Handumdrehen wieder raus. Denn wie kann man die Komfortzone genießen, wenn man sie nicht ab und zu verlässt?

Insekten essen

Und weil wir gerade gedanklich sicher beide noch an Pizza Funghi denken, bleiben wir am besten gleich beim Essen. Statt immer dieselbe Geschmackspalette abzugrasen, könntest du sie immer mal wieder ein Stückchen erweitern – oder sie für einen Moment aus dem Fenster werfen und beherzt in den Kopf einer Heuschrecke beißen! Für viele von uns ist der kulinarische Insekten-Trend nach wie vor eine große Überwindung, die es im Nachhinein aber sicher wert ist. Allein schon, weil man sich endlich getraut hat! Und dann geht’s dabei ja auch um Nachhaltigkeit, also win-win! In Wiener Neustadt setzt etwa das Hollers Steakhouse neben seinen fleischigen Varianten auch auf Chitin mit Heuschrecken, Mehlwürmern und Co. Du willst das Kriechgetier lieber selbst in die Pfanne hauen? Der Insekten-Online-Shop ZIRP Insects veranstaltet einmal im Monat einen Kochkurs in Wien. Und wenn du schon längst weißt, wie man Mehlwürmer am besten paniert, kannst du sie dir übrigens auch bei Merkur beim ganz normalen Lebensmitteleinkauf holen.

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Meditieren mit Kakao

Wie wär’s nach dem ausgiebigen Insekten-Mahl mit einem wunderbar schokoladigen Kakao? Wenn du jetzt beim Lesen genau wie ich beim Schreiben das Gesicht bei der Kombi von Insekten und Kakao in angeekelte Falten gelegt hast, haben wir uns doch tatsächlich gemeinsam aus unserer Komfortzone herausgelehnt. Hach! Aber keine Sorge: Insekten haben bei einer Kakaozeremonie nichts verloren. Deshalb hat unsere Redakteurin Luisa lieber mal Vorarbeit für dich geleistet und eine wunderbar augenöffnende Kakaozeremonie mitgemacht. Dabei soll der Kakao und das Gruppenfeeling dabei helfen, in sich zu gehen, zu meditieren und den Geist zu erweitern. Klingt esoterisch, ist es bis zu einem gewissen Grad wahrscheinlich auch. Aber obwohl auch Luisa anfangs skeptisch war, hat sie den Raum mit einem guten Gefühl verlassen: „Man lernt in diesen Stunden viel über Bedacht, Geben und auch Annehmen“, schreibt sie.

Ein inspirierender Kakao? Bei einer Zeremonie kann das passieren | (c) Emily bauman | unsplash

Mit dem Heißluftballon abheben

Jetzt aber genug vom Essen. Immerhin besteht die Komfortzone nicht nur aus Pizza, Pasta und Schok’lad‘! Nein, für viele von uns reicht sie ganz pragmatisch vom Boden bis zur Decke. Punkt. Schwindelerregende Höhen können einem schon mal den Angstschweiß aus den Poren drücken, aber dabei geht es hier ja auch ein Stück weit. Also nicht um Angstschweiß – den Artikel haben wir bisher leider verschwitzt (bitte lautes Publikumsgelächter einfügen) –, sondern um die Überwindung. Und die kommt besonders gut, wenn sie mit einem eindrucksvollen Panorama daherkommt, das wahrscheinlich nur eine Handvoll Menschen in Österreich so erlebt haben: im Heißluftballon. Wir selbst sind zu dritt im Jänner in so einen Schwebekorb gestiegen und im Nu 3.000 Meter über Salzburg geschwebt. Da kann einem beim Blick nach unten schon mal mulmig werden, vor allem, wenn man bedenkt, dass einem nur ein dünner Boden vor dem freien Fall und harten Aufprall schützt und man – oh, da ist er wieder, der Bammel! Doch richtet man den Blick in die Weite, sieht die vom Schnee angezuckerten Berggipfel aus dem morgendlichen Nebel ragen und lässt sich die Sonne ins Gesicht scheinen, ist er längst vergessen. Wer nochmal?

Heißluftballon Fahren Filzmoos

Ausblick aus dem Heißluftballon (c) Viktoria Klimpfinger | 1000things

Beim Underground-Wrestling mitfiebern

Von den schwindelnden Höhen über den Bergen begeben wir uns jetzt in den düsteren Untergrund Wiens. Denn vorausgesetzt, du wrestelst nicht selbst jeden Sonntag oder verfolgst fieberhaft alle WWE-Kämpfe im Fernsehen, werden dich die legendären Underground-Wrestling-Shows, die alle paar Wochen im Keller vom Weberknecht am Gürtel stattfinden, definitiv erst einmal aus den Latschen hauen: viel Geschrei, noch mehr Geschnatter durch knackende Mikros und jede Menge Gepose – ach ja, und gewrestelt wird natürlich auch. Man kann nun von der schauspielerischen Darbietung halten, was man will, aber irgendwann kippt selbst die größte Skeptikerin, der größte Skeptiker ein bisschen rein und feuert plötzlich mit an. Definitiv ein Abend, den du nicht so schnell vergessen wirst! Aber Achtung: Der Andrang ist jedes Mal enorm, daher stell dich am besten schon vor dem Einlass um 15 Uhr vor dem Weberknecht an.

 Lerchenfelder Gürtel 47-49, 1160

Komfortzone ausbrechen

Hier geht es zur Sache | (c) Viktoria Klimpfinger | 1000things

Etwas bewusst alleine unternehmen

Du bist praktisch ständig unter Menschen und im Gewusel fühlst du dich wie ein Fisch im Wasser? Dann probiere doch mal das radikale Gegenteil und unternimm etwas mit dir selbst. Das mag zwar aufs Erste nicht nach einem großen Sprung aus der Komfortzone heraus klingen. Aber alleine in einem Lokal sitzen, alleine ins Kino gehen oder sich selbst auf einen Kaffee einladen, kann schon mal eine ziemliche Herausforderung sein. Starren mich die anderen an? Fragen sie sich, ob mich mein Date versetzt hat? Oder schlimmer: Ob ich niemanden habe, der etwas mit mir unternehmen will? Doch bald wirst du erkennen: Niemanden juckt, ob du solo unterwegs bist. Also kannst du dich ganz auf dich selbst konzentrieren. Und hey: Vielleicht lernst du ja eine ganz neue Seite an dir kennen.

Miteinander rangeln

Nach ausgiebigem Alleinsein tut Zweisamkeit gleich noch mal so gut. Und gerade im zwischenmenschlichen Bereich gibt es einiges, das unsere Grenzen zum Wackeln und unsere Mauern zum Einstürzen bringen kann. In der Sex-Positive-Location Schwelle im 15. Bezirk geht es genau darum: die Grenzen der eigenen Sexualität und der eigenen Körperlichkeit ausloten, ungezwungen und ungehemmt mit anderen in Kontakt treten – auf welcher Ebene und wie weit man geht, bestimmt der Konsens. Besonders die sogenannten „Playfights“ jeden Sonntag rütteln sicherlich erst einmal gewaltig am Fundament deiner Wohlfühlzone. Immerhin rangelt man hier zu zweit miteinander, wird unter Umständen auch vorspielmäßig intim, während andere vom Sitzkreis aus zusehen. Doch keine Sorge: Nur weil man ein bisschen Urlaub von der eigenen Bequemlichkeit braucht, heißt das noch lange nicht, dass man sich maßlos überfordern muss. Wer das Ganze erst einmal lieber vom Rand aus beobachtet, ist ebenfalls willkommen. Auch das allein kann den Horizont schon maßgeblich erweitern.

 Tellgasse 25, 1150 

Komfortzone überwinden

(c) Schwelle Wien

Tanzen ohne Club

Wir bleiben gleich in der Schwelle. Denn ab und zu findet hier auch ein Ecstatic-Dance-Workshop statt, bei dem ihr, nun ja, ekstatisch tanzt. Das ist es auch schon, nicht mehr und ganz sicher nicht weniger. Befreit zum wummernden Bass tanzen, die Arme über den Kopf werfen, mit dem Kopf wippen oder die Hüften kreisen – all das kennt man eigentlich eher vom Fortgehen: Man hatte vielleicht schon das eine oder andere Gläschen Spritzwein, ist mit Freundinnen und Freunden unterwegs, der Dancefloor ist dunkel, die Stimmung ist heiter. Beim Ecstatic Dance geht es ebenfalls darum, hemmungslos und befreit vor sich hin zu tanzen, allerdings ohne Alkohol, Zigaretten oder andere Ersatzhandlungen. Man konzentriert sich ganz auf den Beat und auf sich selbst, lässt sich von der Musik treiben und wenn man sich richtig fallen lässt, gerät man möglicherweise sogar in eine Art Trance. Tanzen ohne Club, das ist sicher erst einmal ungewohnt, aber dein Motto lautet ab jetzt ja auch: Öfter mal was Neues!

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Ihr geht gerne bis an eure Grenzen und noch viiiel weiter? Damit seid ihr in Österreich nicht allein. Wenn euch schon für ganz normalen Freizeitspaß die Motivation fehlt, inspirieren wir euch gern mit unseren To Dos fürs ganze Land.

(c) Facebook- und Beitragsbild | Viktoria Klimpfinger | 1000things

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