Die besten Kommentare von Armin Assinger

Freitag, 25. Januar 2019 / Lesedauer: ca. 3 Minuten

Die besten Kommentare von Armin Assinger

Freitag, 25. Januar 2019 / Lesedauer: ca. 3 Minuten

Was wäre die Streif-Abfahrt ohne Armin Assinger? Der Ex-Skirennläufer und ORF Kommentator sorgt mit seinen – oftmals impulsiven und recht spontanen – Kommentaren im herzhaften Kärntnerisch für viel Schmunzeln vor dem Fernseher. Wir haben euch als Einstimmung auf das Hahnenkamm-Wochenende ein kleines Best Of der Assinger-Kommentare aufgelistet.

von Marie Amenitsch

Das 79. Hahnenkamm-Rennen steht vor der Tür. Skifahrer und Fans, Jung und Alt und alles was sehen und gesehen werden möchte pilgert ins sonst so behütete Kitzbühel. Immerhin gilt die Abfahrt auf der Streif als DAS alpine Sportevent des Jahres. Wer nicht live dabei ist, sitzt gemütlich daheim auf der Couch, um sich das Rennen nicht entgehen zu lassen. Und hier kommt er ins Spiel: Armin Ignaz Assinger. Seit 1995 Co-Kommentator im ORF ist er mit seinen legendären Sprüchen im tiefsten Kärntnerisch nicht mehr wegzudenken und macht jedes Skirenennen zu einem wahren Kabarett. Wir haben ein kleines Best Of der Assinger-Kommentare vorbereitet.

„Da pfeifen die Komantschen“

Den Anfang macht Assingers Leitspruch, denn wohl kein anderes Kommentar verbindet man so stark mit dem ORF-Kommentator. Vor allem darum, weil es für diesen Satz so gut wie keine logischen Auslegungsmöglichkeiten gibt. Wir finden: Purer Dadaismus mit Kultpotential! Hinzukommen außerdem Wortkreationen wie „Händschwitzen“ und „Hundling“, die er regelmäßig in seine fachkundigen Kommentare einbaut.

„Was der Sepperle kann, kann der Friedele a“. 

Mit „Sepperle“ und „Friedele“ bezog sich Armin Assinger auf Josef und Fritz Strobl, auf die Frage, wie er deren Potential in der bevorstehenden Saison einschätzen würde.

„Heut hat er ‚zeigt, dass er a Mann is und ka Wappler.“ 

Schon gewusst? Auch Assingers Bruder Roland war Ski-Rennläufer im ÖSV Kader. Den 8. Platz seines Bruders bei der Abfahrt in Kitzbühel im Jahr 2000 kommentierte Assinger wohlwollend mit den bereits genannten Worten. Es geht doch nichts über Geschwisterliebe! Roland Assinger ist übrigens seit 2012 Europacuptrainer der ÖSV-Damen.

„Do wird’s glott do eina – wia di Glotz’n vom Kojak!“ 

Schauplatz WM-Abfahrt 2005, Titelverteidiger Bode Miller geht ins Rennen. Die Piste ist wahnsinnig eisig, was Assinger zu einem Vergleich mit der Glatze von Kojak erinnert. Für alle, die hier fragend die Stirn runzeln: Die Rede ist vom New Yorker Polizist Theodoros Kojak (verkörpert von Telly Savalas) aus der gleichnamigen Serie Kojak, die in den 70ern ein wahrer Renner war. Markantes Charakteristika Kojaks? Seine beeindruckende Glatze.

„Hoffentlich waren die alle beim Zahnarzt, denn die Strecke ist ein Plombenzieher.“ 

Immer wieder beweist Armin Assinger, dass es ihm auch nicht an zwischenmenschlichen Feingefühl mangelt. So machte er sich beispielsweise bei der WM in Garmisch-Partenkirchen 2011 beim Super G der Herren Sorgen um die Zähne der Athleten.

„Ganslhautarlarm, Ganslhaut!“ „Der foahrt, der foahrt – i fang an schwitzen!“

Besonders unterhaltsam ist Assingers Kommentator-Performance von der Herren-Abfahrt bei den Olympischen Spielen 2006 in Turin. Das Rennen schien eigentlich soweit schon gelaufen zu sein und der Österreicher Michael Walchhofer als Olympiasieger festzustehen. Doch dann stellte der Franzose Antoine Dénériaz das gesamte Rennen auf den Kopf. Der wohl legendärste Kommentator-Auftritt von Armin Assingers und Robert Seeger:

„Jetzt hot er halt den Reim, dass der des irgendwie do obadanudelt“

Aber auch zu seiner Zeit als aktiver Skirennläufer war Assinger nie um einen flotten Spruch verlegen. So kommentierte er ein nicht gewonnenes Rennen wie folgt:

„I red jetzt, hoit die Pappn!“

Ganz bitter scheint es zu werden, wenn man Assinger – vor allem als Frau – nicht zu Wort kommen lässt. Da kann er sich schon mal auf recht ungalante Art und Weise Gehör verschaffen:

„Ich hab` g’hört, dass nächstes Jahr der trockenste Winter in Spanien seit Menschengedenken kommt. Also kann ich ruhigen Gewissens aufhören.“

Nach der Sasion 1994/95 war es dann soweit und Armin Assinger beendete seine Karriere als ÖSV-Rennläufer. Auf zehn Podestplätze, davon vier Siege im Weltcup kann Assinger zurückblicken. Und selbst in diesem Moment fehlten ihm nicht die richtigen Worte, um seinen Abschied aus dem Weltcupzirkus zu kommentieren.

„Hände vor, Aussenschi, Gas!“

Die witzigsten Sprüche Armin Assingers schafften es 2007 sogar auf die vom ORF produzierten Skihits „Das Rennen“. Im Comedy-Song „Hände vor, Aussenschi, Gas!“ wird die Geschichte eines Skirennens vom Start bis zum Ziel erzählt, das von Assinger kommentiert wird. Der Hit schaffte mit  Platz 25 sogar eine Chartplatzierung in den Ö3 Austria Top 40.

Tipps für den Winter in Österreich gesucht? Dann schaut doch mal in unserem Artikel der schönsten Wochenendausflüge vorbei oder gönnt euch eine kleine Auszeit in Österreichs schönsten Thermen. 

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