Die köstliche Alternative: Die Foodcoops kommen

Mittwoch, 7. Februar 2018 / Lesedauer: ca. 2 Minuten

Die köstliche Alternative: Die Foodcoops kommen

Mittwoch, 7. Februar 2018 / Lesedauer: ca. 2 Minuten

Das Thema Ernährung ist allgegenwärtig. Seit Jahren gibt es ein Umdenken und die Menschen möchten erfahren, woher ihr Essen auf dem Teller eigentlich kommt und was für Wege die Lebensmittel zurück gelegt haben. Eine der Bewegungen geht ganz klar in Richtung Bio-Lebensmittel aus den nahen Regionen. Die Bio-ProduzentInnen aus der Umgebung treten immer mehr aus dem Schatten und und klären gerne über ihre Arbeitsweisen auf. Wir haben hier eine spezielle Form der Kooperative unter die Lupe genommen.

von Luisa Lutter

Bioläden boomen und das nicht erst seit gestern, doch allmählich hat es sich in den Köpfen der Leute festgesetzt und es gilt zunehmend als „cool“, Nahrung aus der Region zu kaufen, auch wenn diese oftmals etwas teurer ist. Man unterstützt die regionalen Bauern und weiß woher sein Essen kommt. Wir haben uns hier eine tolle Projektform und Alternative angeschaut: Die FoodCoops kommen! Noch nie davon gehört? Dann sollte sich das schnell ändern.

Was ist ein FoodCoop überhaupt?

FoodCoop bedeutet auf Deutsch so viel wie Lebensmittelkooperative. Es ist ein Zusammenschluss von Personen, die komplett selbsbstorganisiert biologische Produkte von lokalen Bauern, aber auch Gärtnereien und dergleichen beziehen. Also quasi eine Einkaufsgemeinschaft. Es gibt verschiedene Arten und Varianten von FoodCoops. Unterschieden wird oftmals in kleine, mit maximal 50 Mitgliedern, bis hin zu richtig großen Bestell-FoodCoops mit eigenen Läden für seine Mitglieder. Dies ist aber eher in Amerika verbreitet und in Österreich noch nicht wirklich angekommen. Hier sind es häufig kleine Vereine, die sich zusammenschließen. Besonders hervor zu heben ist bei den FoodCoops, dass es um weit mehr geht, als um den Gemeinschaftsgedanken. Es soll zudem eine Art des Unmuts ausdrücken, wie die aktuellen Lebensmittel und auch Agrarsysteme vorgehen. Die lange Transportwege werden ebenfalls bemängelt. Ein wesentliches Ziel ist es dabei unteranderem die (Bio-) Landwirtschaft zu stärken.

FoodCoop

(c) By spencer pugh / unsplash

Wien Aktivitäten

Die Seite FoodCoops.at hat an die  21 FoodCoops in Wien aufgezeichnet. Wo sich diese überall befinden, könnt ihr hier einsehen. Es gibt aber in ganz Österreich über 100 dieser Art.
In Wien ging vor 11 Jahren mit den Bioparadeisern die erste FoodCoop Österreichs ins Rennen. Die Versorgung wird seit dem selbst in die Hand genommen.
Es gibt natürlich auch eine Facebook- Seite, auf der ihr euch austauschen und Fragen stellen könnt. In regelmäßigen Abständen werden Interessierte aufgerufen, sich als Mitglieder anzumelden und der Community beizutreten.

FoodCoop Österreich

{c) By christiann koepke / unsplash

Was hat man davon?

Ihr tragt dazu bei, dass das Bewusstsein der biologischen und vor allem regionalen Landwirtschaft weiter getragen wird. Durch die bewusstere Ernährung mit Produkten von Bauern und Produzenten aus dem Umland trägt man, wenn auch nur im Kleinen, dazu bei, dass die Bauern nicht durch große Konzerne verdrängt werden. Die Umwelt vor der Tür wird dadurch erhalten und ihr bekommt obendrein köstliche Produkte mit kurzen Lieferwegen. Zudem ist der Community-Gedanke sehr stark und man tauscht sich gerne und viel aus.

FoodCoop Wien

(c) By rebekah howell / unsplash

Das FoodCoop Handbuch

Im Jahre 2014 startete das Projekt „Appetit auf Zukunft“ und leistete damit Pionierarbeit beim Aufzeigen neuer Wege, um eine Alternative zur Lebensmittelversorgung aufzuzeigen. Es werden immre wieder innovative Wege gesucht, wie Produzenten und Konsumenten eine gemeinsame Lebensmittelversorgung stärken und gestalten können. Auf der Seite gibt es nun seit Oktober vergangenen Jahres auch ein Handbuch. In diesem stehen wertvolle und nützliche Tipps für Interessierte, aber auch für bestehende Mitglieder und Lieferanten. Es ist in vier Teile untergliedert und beschäftigt sich zuallererst einmal mit allgemeinen Fakten zu FoodCoops. Im zweiten Abschnitt geht es um eine FoodCoop-Gründung. Was muss beachtet werden. Was auch schon zum 3. Teil führt: Wie betreibt man einen FoodCoop und im 4. Abschnitt wird Rechtliches aufgezeigt. Das Handbuch gibt es hier als PDF zum Lesen.

Ihr möchtet auf Geschmackstour gehen und Köstlichkeiten vom Markt probieren? Dann schaut doch mal bei unserem GTOUR – To Do vorbei. Hier gibt Naschen und Verkosten ausdrücklich erlaubt.
Wusstet ihr übrigens das heimische Künstler wie Klimt, Schiele und Co. heuer ihren 100. Todestag haben? Alle Infos dazu und welche Events 2018 ihnen zu Gedenken anstehen, erfahrt ihr hier.

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(c) By Joanie Simon/unsplash

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