Lesetipps für die semesterferien

Unsere Lesetipps für die Semesterferien

Samstag, 2. Februar 2019 / Lesedauer: ca. 3 Minuten

Unsere Lesetipps für die Semesterferien

Samstag, 2. Februar 2019 / Lesedauer: ca. 3 Minuten

Endlich Ferien! Endlich ist die nervenzehrende Zeit der Prüfungen, Abgaben und Präsentationen vorbei! Höchste Zeit also, all das mühevoll erlernte Wissen wieder aus den Synapsen zu spülen. Und das geht natürlich am besten – nein, nicht mit Alkohol – mit ein paar guten Büchern. Deshalb haben wir euch hier ein paar Lesetipps für die Semesterferien zusammengefasst.

von Lukas Lindmeier

Hoch die Hände, Semesterende! Gönnt euren fleißigen Gehirnen ein bisschen Entspannung, ganz ohne diverse Netflix-Bingewatching-Eskapaden – und dem darauffolgenden schlechten Gewissen. Damit ihr auch nach den Semesterferien mit einer belesenen Ausdrucksweise prahlen könnt, haben wir euch hier die besten Lesetipps für die Semesterferien aufgelistet. Dazu haben wir keine Mühe gespart und bei den renommiertesten Buchhandlungen dieses Landes nachgefragt. Übrigens: Die Buchempfehlungen sind auch für Nicht-Studis bestens geeignet.

The Hills

Wer sich schon einmal ein Buch vom norwegischen Kultautor Matias Faldbakken zu Gemüte geführt hat, weiß: Die Ausdrucksweise ist direkt. Und manchmal sogar sehr, sehr direkt. Seine Fans wussten seinen bisher direkten – oftmals sogar derben und vulgären – Schreibstil zu schätzen. Umso verwunderlicher also, dass sich Faldbakken mit einem Roman zurückmeldet, der sich genau dem widersetzt und auf eine gewählte Ausdrucksweise setzt. Trotz allem schwingt aber, wie gewohnt, eine gehörige Portion Gesellschaftskritik und Ironie in diesem neuen Roman mit.

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”Et lille mesterværk” kaldte Information sidste år THE HILLS, da den udkom i Norge. I morgen udkommer Matias Faldbakkens roman endelig i Danmark. Restauranten The Hills i Oslo er gennemsyret af tradition og elegance – og er hver dag fuld af tjenere, stamgæster, lysekroner, garderobefolk, huspianist og krummefri hvide duge. Interiøret er centraleuropæisk med mosaikker i koncentriske cirkler på gulvet og væggene fulde af portrætter, tegninger og malerier. Romanens fortæller har været stedets tjener i tretten år. Med sin diskretion og sit fulde overblik over alt, hvad der foregår i restauranten, er han romanens øjne og ører. Ideen om det gamle Europa holdes i hævd i den noget nedslidte restaurant. Der hersker en veletableret orden, hvor alt har sin plads, og intet udefra trænger ind. Indtil truslen om uro og forandring pludselig melder sig i form af en purung kvinde, der en dag sætter sig sammen med det faste klientel… “En af Skandinaviens bedste og vigtigste romanforfattere … [en] skarp iagttager af samfundet og samtiden” ❤️ ❤️ ❤️ ❤️ ❤️ -Politiken. “Der er en stemning af indestængt panik over romanen, især hen mod slutningen, men også noget helt usentimentalt.The Hills er en mærkelig bog på den allerbedste måde, bøger kan være mærkelige. Det er ikke en bog, man bliver færdig med.” – Information. “En fuldstændig suveræn og stærkt foruroligende roman. Den tilsyneladende tilforladelige historie om en tjener på en restaurant i Oslo, viser sig at være en ituslået allegori over en verden på vej mod undergang.” – Magasinet Atlas #matiasfaldbakken #thehills #norsklitteratur #norgeidk #oslo #bøgerduvildelemedandre #bogsnak #rosinante #rosinanteco

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Warum feiern: Beiträge zu 100 Jahren Frauenwahlrecht

Ein Buch, das auch heute noch bitternötig scheint: Ein freundlicher Reminder daran, was Feminismus eigentlich bedeutet, was er bewirkt hat und womit er auch heute noch zu kämpfen hat. Im Buch wird mit Beiträgen von zahlreichen Autorinnen dargelegt, wie sich die Frauenrechte und die Geschlechtergleichstellung seit der Einführung des Wahlrechts für Frauen 1918 verändert hat. Und vor allen Dingen: Ob es in dieser Hinsicht heute überhaupt etwas zu feiern gibt. Denn auch, wenn sich Geschlechtergleichstellung, Feminismus und Frauenrechte gut anhören, so zeugen die Erfahrungen der Autorinnen trotz allem von Missständen in unserer Gesellschaft. Wer sich also mit diesen brandaktuellen Themen unserer Gesellschaft auseinandersetzen möchte, sollte sich das Buch von den Herausgeberinnen Marie-Noëlle Yazdanpanah, Maria Sterkl und Veza Quinhones-Hall unbedingt zulegen.

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Jetzt in den Buchhandlungen: Warum feiern. Beiträge zu 100 Jahren Frauenwahlrecht (hrsg. von Elena Messner, Eva Schörkhuber & Petra Sturm) 1918 durften Frauen in Österreich und Deutschland erstmals wählen. Aber: Gibt es im Hinblick auf Geschlechtergleichstellung überhaupt etwas zu feiern? Und wenn ja, was genau? Dem langen Weg bis zum Frauenwahlrecht, was seither passiert ist und wo wir heute stehen, gehen Schriftstellerinnen, Historikerinnen, Politologinnen und Journalistinnen in ihren reflektierten und feministischen Texten nach. Sie berichten von persönlichen Erfahrungen, beleuchten die Frauenbewegung und rekapitulieren die Geschichte vom Beginn des Frauenwahlrechts bis zu #MeToo. Mit Beiträgen von: Marie-Noelle Yazdanpanah, Petra Sturm, Maria Sterkl, Eva Schörkhuber, Helga Christina Pregesbauer, Elena Messner, Marion Löffler, Birge Krondorfer, Nadine Kegele, Veronika Helfert, Jelena Gučanin, Li Gerhalter, Marlene Gölz, Mascha Dabić, Natalie Deewan, Brigitte Bargetz, Bettina Balàka Mit einer Sammlung aktueller politischer Forderungen und einem Nachwort von Marlene Streeruwitz . #warumfeiern #frauenwahlrecht #100jahrefrauenwahlrecht #gleichberechtigung #editionatelier #feminismus #literatur #büchermachenleute

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Serotonin

Dieses Buch von Michel Houellebecq ist nichts für schwache Nerven, denn es ist ein gnadenloser Blick in den Abgrund der menschlichen Psyche. Der Protagonist leidet an schwersten Depressionen, einer verschrobenen Weltanschauung und sozialen Verwahrlosungserscheinungen. Da helfen auch Antidepressiva nichts. Eine im Grunde wirklich traurige Geschichte, bei der man als LeserIn jedoch das Gefühl hat, etwas lernen zu können. Denn der Protagonist rekapituliert sein Leben und erkennt, wo er falsch abgebogen ist und offensichtlich Glück und Liebe gegen Geld und Ruhm getauscht hat. Mit Abstand eines der tiefgreifenderen Bücher auf unserer Liste der besten Lesetipps für die Semesterferien.

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#michellehouellebecq #serotonin

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Unfassbare Wunder

Dieses Buch von Alexandra Föderl-Schmid zeigt Holocaust-Überlebende und dokumentiert ihre Geschichten. Geschichten, die von Verfolgung, Leid, unsäglicher Angst, Tod und Unverständnis zeugen. Ein Buch, das von einer Geschichte erzählt, die heute unvorstellbar erscheint. Und in Zeiten der aufflammenden Fremdenfeindlichkeit in Europa aber doch wichtiger erscheint, als man es sich vielleicht wünschen würde. Die Gesichter hinter den tragischen Geschichten wurden von Konrad Rufus Müller, der bereits viele große PolitikerInnen vor der Linse hatte, abgebildet. Daher finden wir: „Unfassbare Wunder“ ist ein Must in Sachen Lesetipps für die Semesterferien.

Kurze Antworten auf große Fragen

Wie ist eigentlich unsere Welt, wie wir sie kennen, entstanden? Gibt es nun eigentlich einen Gott – oder besser gefragt: Ist es möglich, dass es einen Gott gibt? Und: Gibt es Aliens? Fragen, über die man eigentlich bücherweise schreiben könnte und wahrscheinlich trotzdem noch nicht alle Facetten der Antwort abgedeckt hat. Eigentlich. Denn im Ende letzten Jahres erschienenen Buch „Kurze Antworten auf große Fragen“ gibt der mittlerweile verstorbene Star-Physiker Stephen Hawking verständliche und kurze Antworten auf diese und andere weltbewegende Fragen, die wir uns mit Sicherheit alle schon einmal gestellt haben. Und das Beste: Mit diesen Antworten könnt ihr auch wunderbar auf Partys und bei euren FreundInnen prahlen. Für uns ein absolutes Muss auf unserer Liste der Lesetipps für die Semesterferien.

Becoming

Von Oprah Winfrey höchstpersönlich empfohlen, von der 1000things-Redaktion getestet und für gut empfunden. Die überaus selbstkritische Autobiographie der ehemaligen US-amerikanischen First Lady Michelle Obama. In dieser rekapituliert sie ihr Leben, ihre Karriere und ihre Rolle als die erste schwarze First Lady der USA. An der Seite des ersten schwarzen US-Präsidenten. Michelle Obama beweist in diesem Buch einmal mehr ihre Qualitäten: eine Anpackerin, eine Feministin, eine erfolgreiche Juristin mit einer ausgeprägten sozialen Ader. Nichtsdestotrotz rechnet sie mit sich selbst, ihrem Leben, ihren WegbegleiterInnen, ihren WidersacherInnen und der US-Politik beinhart ab. Eine packende Geschichte, die an vielen Punkten mit Sicherheit surreal – und trotzdem unglaublich inspirierend wirkt.

Genug gelesen? Wie wäre es stattdessen mit unseren Highlights der Serienneuheiten 2019? Oder gehört ihr nicht so zu den Couch Potatoes? Dann checkt am besten gleich unsere Top 10 der Dinge, die ihr in den Semesterferien unternehmen könnt.

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Beitragsbild – (c) CC0 Janko Ferlič / Unsplash

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