Wiener Produkte - Teil 3 - Alkoholische Getränke aus Wien

Marie Amenitsch vom 03.03.2020

Die Vielfalt Wiens wird einmal mehr bestätigt, wenn man auf Manufakturen stößt, deren Erzeugnisse ihren Ursprung in unserer schönen Hauptstadt haben. In der Serie „Wiener Produkte“ stellen wir euch einige dieser vor und präsentieren hier im dritten Teil Wiener Spirituosen. Was Wien statt dem bekannten Sechzehnerblech für hochprozentige Feinschmecker sonst noch so bieten kann:

Alkohol noch selbst

Wien Gin

Der Wien Gin erobert gerade nicht nur Österreichs Hauptstadt, sondern macht sich auch schon weit über die Stadtgrenzen hinaus einen Namen. Schon das Design der Flasche, die eher an das Flakon eines Parfums erinnert, springt ins Auge und macht neugierig, die Wiener Spirituose der „Kesselbrüder“ zu testen. Die drei Freunde Thomas Tirmantinger, Florian Koller und Achim Bock haben sich ihr Hobby zum Beruf gemacht und produzieren seit nun 5 Jahren das Produkt, das eine reine Hommage an die Stadt Wien ist und dieser ein Zeichen setzen möchte. Das Aroma des Gins wird dominiert von Holunder, Orange, Zitrone, Wacholder und Muskatnussblüte. Außerdem durften wir im Gespräch mit Kesselbruder Flo noch viel mehr zur Entstehung des In-Getränks erfahren. Besonderer Tipp der Redaktion: Den Gin mit Rosenlimonade genießen!

Wien Gin
(c) Wien Gin

Kâle Wien

Baldrian, Eukalyptus, Guarana, Ginko, Matcha … die Liste ist lang an Zutaten, welche in diesem herrlichen Kräuterlikör enthalten sind. Eineinhalb Jahre wurde an der Rezeptur gefeilt und nun gibt es den guten Tropfen für zu Hause oder aber auch in diversen Lokalen und auch Apotheken zu erstehen. Der Likör lässt sich vorzüglich in diversen Arten kombinieren und es gibt verschiedenste Serviervorschläge, sowie Termine, an denen ihr ihn verkosten könnt. Geschmack, Geruch und Farbe – hier stimmt alles. Wir mögen den Likör, da er nicht zu bitter, und auch warm ein wahrer Genuss ist.

kale
(c) Kâle

Big Smile

Der Name ist Programm, den beim Sippen des süßen Ciders breitet sich neben Sommergefühlen auch ein breites Lächeln im Gesicht aus. Spritzig und leicht ist das regionale Produkt mit dem urbanen Design der perfekte Feierabenddrink. Die Äpfel stammen aus dem Dreiländereck Steiermark-Burgenland-Niederösterreich und werden im Pinkafeld abgefüllt. Mit nur 2,1 % Alkohol ist der Cider außerdem sehr leicht und völlig frei von jeglichen künstlichen Aromen, Extrakten, Zusatzstoffen oder zugesetztem Zucker. Auch die alkoholfreie Ausführung hat es uns in Form vom naturtrüben Apfelsaft angetan.

bigsmile
(c) Big Smile

Mata Hari

Nein, wir reden hier nicht von der faszinierenden Persönlichkeit Mata Hari, der Spionin aus vergangenen Zeiten. Aber auch die flüssige, trinkbare Variante mit dem gleichen Namen, kann wohl – pur genossen – spionierende Eigenschaften bis tief in unsere Seele besitzen. Der Absinth zeichnet sich durch schöne opalgrüne und milchige Trübung aus in Kombination mit Wasser und Eis. Besonders angenehm empfinden wir es, dass diese Spirituose einen hohen Wermutanteil hat und zudem keinen Anisgeschmack besitzt.

Curcama

Ein Gruß aus 1120, denn diese feurige Bio-Spirituose stammt aus Meidling. Nomen est Omen – denn wie der Name vermuten lässt, spielt Kurkuma in dem knalligen Schlückchen eine Rolle. Die Powerwurzel steht nämlich für das Element Feuer. Das meidlinger Unternehmen schreibt sich bei Curcama nämlich auf die Fahne, fünf Elemente in einer einzigen Flasche zu vereinen. Die Bio-Spirituose lässt sich pur genießen, oder aber auch als Schuss in Heißgetränken wie Tee oder Kakao. In der wärmeren Jahreszeit macht der sonnengelbe Likör, zum Beispiel als Curcama Tonic, auch optisch was her. Zu haben ist das bunte Flascherl am Meidlinger Markt beim Marctstandl.

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Alt Wiener Schnapsmusuem

Hier dreht sich alles um die Welt der Spirituosen und das Museum zieht Jung und Alt in seinen Bann, gibt es hier doch so einiges zu sehen: Spannende Einblicke hinter die Fassade des Wiener Familienbetriebs Fischer und dessen Geschichte von der Kaiserzeit bis heute. Es warten die historische Fabrik, die ersten Rollschreibtische, eine traditionelle Registrierkasse, die alten Dampfbrennblasen aus Kupfer etc. auf euch, und garantieren eine abwechslungsreiche Reise durch die Vergangenheit, die nicht nur das Herz eines jeden Schnapsliebhabers begeistern wird. Besonderes Highlight: Die Führung im Schnapsmuseum inkludiert eine umfangreiche Verkostung. Prost!

Wilhelmstraße 19, 1120

Schnapsmuseum_Fassade
(c) Alt Wiener Schnapsmuseum

Na, neugierig geworden, welche Wiener Manufakturen und Produkte es noch so gibt? Dann taucht ein in die Welt von Süßes Wien und Wiener Mode.