Gipfelwanderungen Kärnten Goldeck

Einfache Gipfelwanderungen in Kärnten

Dienstag, 25. August 2020 / Lesedauer: ca. 4 Minuten

Einfache Gipfelwanderungen in Kärnten

Dienstag, 25. August 2020 / Lesedauer: ca. 4 Minuten

Alles Gute kommt von oben, heißt es doch, oder? Wenn ihr die Heimat heuer noch nicht von oben betrachtet habt, wird’s aber Zeit! Hier sind sechs einfache Gipfelrouten für euch, auf denen ihr den Kärntner Sommer in all seiner Idylle genießen könnt.

von Sarah Kampitsch

Wer trällert nicht gerne mit Wanderstock und Mundharmonika ausgestattet “In die Berg bin i gern …” oder “Das Wandern ist des Müllers Lust …” fröhlich vor sich hin und jodelt und jauchzt wie Heidi freudestrahlend vom Gipfelkreuz ins Tal? Hach, wandern – die Ansichtskarte unter den Fortbewegungsarten. Doch selbst mit weniger Kitsch im Blut ist Bergluft immer ein Schmankerl für die Seele. Hier lässt man sie in Kärnten beim Gipfelwandern besonders schön baumeln.

Granattor

Eine Wanderung über dem Millstättersee bietet sich sowohl für Bergfexe als auch für Anfängerinnen und Anfänger gut an: Der tolle Blick auf den See macht die etwas herausfordernderen Etappen zwischendrin locker wieder wett und belohnen gleichzeitig für den Marsch. Vom Parkplatz bei der Lammersdorfer Hütte aus geht man etwa eineinhalb Kilometer bis zum ersten Gipfelkreuz hoch. Für so manchen Wandermuffel könnte die Reise hier bereits ihren Höhepunkt erreicht haben – nach traumhafter Aussicht über den Millstättersee und ein paar zufriedenen Seufzern geht es zurück zur Ausgangsstation mit obligatorischer Brettljause in der Lammersdorfer Hütte.

Wer sich aber doch mehr vorgenommen hat, wandert am Gipfelweg auf der Millstätter Alpe weiter und nimmt sich das robinrote Granattor zum Ziel. Am Höhenrücken im Norden vom Millstätter See befindet sich das größte Granatvorkommen der Alpen. Auf der gesamten Wanderung am Höhenrücken zieren kleine, runde rote Steine den Weg. Das Granattor selbst ist ein mächtiger, eiserner Durchgang mit über drei Metern Höhe, dessen Pfeiler bis oben hin mit Tonnen von Granatsteinen gefüllt sind und so die Besonderheit des Berges verdeutlichen. Durch ausgestanzte Lettern, die die Geschichte des Steins erzählen, kann man sie funkeln sehen. Auch diese längere Tour endet nach gut drei Stunden wieder bei der Lammersdorfer Hütte, wo die verdiente Stärkung wartet. Nahezu die ganze Strecke über verwöhnt euch der tolle Ausblick auf den See.

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Mirnock

Bei der Mirnock-Wanderung in den Nockbergen parkt man ebenfalls am besten am Millstättersee, entweder bei Renates Einkehr oder beim Gasthof Possegger bei Gschriet. Von hier geht es erstmal quer durch den Wald hinauf, bis dieser sich langsam lichtet und einem fast baumfreien Gupf mit weiter Aussicht weicht. Das erste Stück ist fordernd, aber jeder Schritt zahlt sich dank der tollen Aussicht auf die Gailtaler- und Julischen Alpen aus. Auf dem Hochplateau geht es leicht steigend weiter, den Mirnock schon im Blick, und das Gipfelkreuz ist nicht mehr weit entfernt. Wer Lust und noch Puste hat, kann noch weiter zum Rindernock und von dort zu einem kleinen See mit aufgestellten Liegen zum Relaxen und Energie-Tanken marschieren. Auf demselben Weg gelangt ihr anschließend nach auch etwa drei Stunden zurück zum Gasthof Possegger.

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Tschekelnock

In der Region um Nassfeld und den Pressegger See seid ihr bestens aufgehoben, wenn ihr beim Wandern und Flanieren gerne eure Ruhe habt. Ausgangspunkt ist die Windische Höhe, eine Passhöhe, die das Gailtal mit dem Drautal verbindet und die Bezirke Hermagor und Villach voneinander trennt. Hier gibt es viele Möglichkeiten für leichte Wanderungen, Gasthäuser und Einkehren. Eine relativ kurze Wanderung führt euch auf den Tschekelnock, einen der letzten Gipfel der Gailtaler Alpen, den man meistens beinahe ungestört beschreitet. Er lockt mit einem idyllischen Waldweg zu Beginn, später führt euch ein recht steiler Aufstieg an einer Quelle vorbei.  Zwischen der Almhütte und dem Gipfel geht man auf einem gratartigen Weg, auf dem sich auch öfters Gämsen tummeln. Der Gipfel selbst ist nicht zu spektakulär, dafür nimmt er seine Rolle als Aussichtsberg auf die Bergzüge rundherum traumhaft ernst.

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Dobratsch

Der Villacher Hausberg ist immer einen Besuch wert. Er bietet zahlreiche Wanderwege für jedes Fitnesslevel, vom Familienausflug mit Großeltern und Kinderwagen bis zu langen Rundtouren. Über die Villacher Alpenstraße gelangt man bis zum Parkplatz Rosstratte, dem Ausgangspunkt eurer Wanderung. Hier führen zwei sehr unterschiedliche Wege über das Almgebiet zum Gipfel hoch. Die leichte Variante führt über den Elfernock vorbei an der deutschen und windischen Kirche, zwei der höchstgelegenen Wallfahrtskirchen der Ostalpen, relativ direkt auf einem Wiesenweg zum Dobratsch hoch. Die Strecke ist gut begehbar und eignet sich für Wanderinnen und Wanderer jeden Könnens. Oben lädt das Dobratsch-Gipfelhaus zur Einkehr ein. Nach insgesamt etwa drei Stunden Gehzeit ist man wieder beim Parkplatz. Die zweite Variante führt über den Jägersteig, der in ständigem Auf  und Ab und mit einigen steilen Stellen tolle Ausblicke auf das Gailtal und die Julischen Alpen bietet.

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Hochobir

Einer der schönsten Aussichtsberge Kärntens ist der Hochobir, mit tollem Blick ins Unterkärntner Seengebiet. Die Anreise erfolgt über die Alpenstraße Hochobir, die an der Eisenkappler Hütte endet. Ab hier geht es zu Fuß weiter, anfangs recht steil bergauf durch einen lichten Wald. Auf dem Weg kommt man auch an einer verfallenen Ruine des aufgelassenen Bergbaugebiets vorbei: Das ehemalige Rainer Schutzhaus wurde 1908 vom Österreichischen Touristenklub gebaut und bewirtschaftet. Im zweiten Weltkrieg wurde es von deutschen Truppen als Beobachtungsposten genutzt und schließlich 1944 von den Partisanen in Brand gesetzt. Die Überbleibsel gedenken bis heute seiner Geschichte. Ab dem Schutzhaus ist es nur mehr eine halbe Stunde bis zum Gipfel. Die Wanderung ist leicht zu meistern und dauert in etwa eineinhalb Stunden. Toll ist die seltene Alpenflora entlang des Wegs sowie der grandiose Fernblick auf die Karawanken, an klaren Tagen sogar bis zum Großglockner. Auf dem Rückweg kehrt ihr am besten bei der Ausgangsstation auf der Eisenkappler Hütte zur Jause ein.

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Goldeck

Wie der Dobratsch eignet sich auch das Goldeck für Jung und Alt und bietet tolle Möglichkeiten für alle Arten von Wanderherzen. Auf den Sportberg Goldeck kommt man von Spittal aus mit der Talbahn. Viel schöner ist aber der Weg über die mautpflichtige Panoramastraße von Zlan aus, die am Parkplatz Seetal endet. Von hier aus führt ein direkter Wanderweg in etwa 40 Minuten über den Martennock zum Goldeckgipfel. Auf einer kleineren Rundwanderung über die Kapeller Alm und Gusenalm genießt ihr herrliche Almböden, Wiesen und Wälder sowie Panoramablicke. Wer ganz motiviert ist, wandert in Richtung Weißensee und in etwa fünf Stunden auf den Hochstaff. Eine etwas herausfordernde Wanderung mit vielen steilen Passagen, die sich aber alleine für den Blick am Ende allemal auszahlt.

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Wenn ihr schon mal oben seid, dann zeigen wir euch auch gleich noch, von welchen österreichischen Bergen ihr die schönsten Aussichten habt. Außerdem haben wir ein paar ideale Orte für euch, an denen ihr das Alpenglühen genießen könnt. Noch mehr Inspiration findet ihr übrigens auf unserer Sommer-dahoam-Seite.

(c) Beitragsbild | Pixabay (Goldeck)

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