familienwanderungen in österreich

Idyllische Familienwanderungen in Österreich

Donnerstag, 15. Juni 2017 / Lesedauer: ca. 6 Minuten

Idyllische Familienwanderungen in Österreich

Donnerstag, 15. Juni 2017 / Lesedauer: ca. 6 Minuten

Der Sommer steht bevor und somit geht die Wandersaison endlich wieder los. Höchste Zeit also, eure Liebsten und den Wanderrucksack zu schnappen und die verstaubten Wanderschuhe endlich wieder aus der untersten Lade des Schuhschranks raus zu holen – no excuses accepted – wartet doch die Österreichische Natur- und Berglandschaft mit so vielen wunderbaren Wanderpfaden auf euch!

von Marie Amenitsch & Lisa Panzenböck

Raus in die Natur und lasst euch von uns verleiten, auf Österreichs schönsten Wanderwegen, eure Batterien neu aufzuladen, die idyllische Kulisse zu genießen und bei den schönsten Orten für Familienwanderungen in Österreich eine tolle Zeit zusammen zu verbringen. Viel Spaß beim Lesen und vor allem Ausprobieren!

Weissensee – Kärnten

Hallo und herzlich Willkommen im wunderbaren Kärnten beim Weissensee! Es hat uns zu Österreichs höchst gelegenen Badesee verschlagen, der neben Abkühlung im Sommer und Eislaufspaß im Winter vor allem eine der vermutlich beliebtesten Orte für Familienwanderungen in Österreich darstellt.

Unsere Tour startet mit dem Aufstieg zur Fischer Alm. Auf den gut ausgebauten Pfaden geht es vorbei an kleinen Wasserfällen, Lichtungen und stets an einem plätschernden Bächlein entlang. Nach ca. 20 Minuten erreicht man auch schon die erste Alm, die mit der dazugehörigen Hütte zum Einkehren einlädt. Weiter geht’s meist bergauf, dann aber auch wieder stückweit bergab, begleitet von einer wunderbaren Weite und Naturkulisse. Nachdem man nach der Hermagorer Bodenalm das vorläufige Ziel der Route erreicht. Hier darf die obligatorische Bretteljause natürlich nicht fehlen, bevor es bergab zum nächsten Ziel, dem Weissensee, geht. Wenn sich dieser nach ca. einer Stunde Gehzeit mit seinem unglaublichen Türkisblau plötzlich vor einem Auftut, kann man nur noch staunen.

Familienwanderungen in Österreich

1000things Redaktion / Marie Amenitsch

In Paterzipf angelangt, hat man nun die Möglichkeit, den See zu Fuß aus weiter zu umrunden, oder man nützt die Option des „Passagierdampfers“, der ungefähr im Stundentakt an der Anlegestelle andockt und euch an den unterschiedlichsten Punkten den See entlang bringt. Besonders zu empfehlen ist das Restaurant Dolomitenblick – Kärntner Kasnudeln inklusive.

Attersee – Oberösterreich

Eine Route, die in unserem Artikel über idyllische Familienwanderungen in Österreich nicht unerwähnt bleiben darf, führt durch das malerische Salzkammergut. Durch die Region rund um den Attersee, um genau zu sein. Dieser gilt ja bekanntlich als türkis-blaues Seeparadies mit Karibikfeeling mitten in Oberösterreich. Doch wusstet ihr auch, dass man hier hervorragend wandern kann? Eine besonders schöne Wanderung geht durch das Höllengebirge auf den Schoberstein. Bei dieser handelt es sich um eine aussichtsreiche Bergwanderung, die ihr in ungefähr 1.5 Stunden bewältigt. Los geht’s in Weißenbach am Attersee, wo ihr gegenüber der Fachbergbrücke einfach dem Wanderweg Nr. 820 bis nach oben zur Schobersteinspitze auf 1035m folgt. Bereits am Weg nach oben werden euch einmalige Ausblicke auf den Attersee und die imposante Landschaft rund herum geboten. Oben angekommen, wird das Aussichtserlebnis durch einen fabelhaften Blick ins Tal von gleich zwei Gipfelpunkten aus gekrönt. Der Abstieg führt über den selben Weg hinunter. Pflichtprogramm danach? Natürlich ein Köpfler in den glasklaren Attersee. Was es rund um den Attersee noch so zu erleben gibt, haben wir hier für euch.

attersee

Kleiner Schoberstein (c) Susanna Kiebler

Geisterklamm – Tirol

Unter den Familienwanderungen in Österreich darf die Geisterklamm als idyllische Wanderroute für euch und eure Liebsten nicht fehlen, denn hier begegnet ihr Magischem und taucht beim Wandern in der Olympiaregion Seefeld in die Welt von Geistern, Kobolden und Co. ein. Man munkelt ja, dass diese tief in den Wäldern zu Hause sind, wie es weit hinten in der Leutascher Geisterklamm der Fall sein soll. Die Reise in eine fabelhaft-fantastische Wirklichkeit beginnt beim Spazieren durch das Klammtor, das euch mitten in’s Reich des Klammgeistes verschlägt. Vom Steig aus könnt ihr das aus Wasserstrudeln bestehende Schloss des Klammgeistes erspähen und mit etwas Glück auch die sagenumwobenen Klammkobolde und Zwerge sehen, aber Achtung: Jene tauchen nur auf, wenn ihr es schafft den Alltag hinter euch zu lassen und zur Gänze in die märchenhafte Welt der Geisterklamm einzutauchen.

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(c) Olympiaregion Seefeld

Die Erlebniswelt des Klammgeistes könnt ihr entlang zweier verschiedener Rundwege erkunden. Eine Möglichkeit ist das Bestreiten des Klammgeistweges. Ihr startet am Parkplatz des Leutascher Ortsteils Schanz und gelangt nach 600 Metern direkt in die Klamm. Von dort aus beginnt ein 800 Meter langer Steg, auf dem ihr bis zur Panoramabrücke wandert. Hierbei gilt es allerdings anzumerken, dass der enge Steg leider nicht von Kinderwägen befahren werden darf und auch Hunde dürfen ihn nicht passieren. Während eurer Wanderung erzählt der Klammgeist an verschiedensten Haltepunkten kleine Geschichten über sein fantastisches Reich. Insgesamt seid ihr hier etwa 1.5 Stunden unterwegs.

Eine andere, etwas kürzere, Möglichkeit in die Höllenwasser und Geistergumpen des Klammgeistes und seiner Kobolde einzutauchen, ist der Koboldpfad. Auf jener 1.900m langen Wanderung marschiert ihr vom Klammkiosk in Mittenwald, über den Gletscherschliff direkt in die Leutaschklamm hinein, wo ihr schließlich auf der Panoramabrücke zum Klammgeistweg gelangt. Am Weg zurück geht es die nordseitigen Klammhänge hinunter bis zum Ausgangspunkt. Auch hier bleiben kleine Anekdoten der Kobolde über die Gletscher und Gesteine rund um die Leutaschklamm nicht aus. Das Highlight ist der hier am Ende vorzufindende Wasserfallsteig, der tief in die Leutascher Geisterklamm hinein reicht und zu einem 23 Meter hohen Wasserfall führt, der nicht nur die kleinen Besucher in Staunen versetzt. Die Wanderung bestreitet ihr in ungefähr einer Stunde. Mehr Informationen zu dieser besonders spannenden Familienwanderung findet ihr hier.

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(c) Olympiaregion Seefeld

Mendlingtal – Niederösterreich

Das Mendlingtal am Fuße des Hochkars in Niederösterreich bietet für Jung und Alt zahlreiche Möglichkeiten, einen erlebnisreichen aber auch entspannten Tag in der Natur zu verbringen und stellt eine tolle Option für Familienwanderungen in Österreich dar. Start der Wanderung ist beim Dorfteich in Lassing und führt von dort weg über den ehemaligen Kohlenweg hinunter zur Kassa, wo die eigentliche Erlebnistour beginnt. Schon nach wenigen Minuten kommt man zum Museum mit Kino, zur heiß-begehrten Mini-Triftanlage samt Wasserrad, und man taucht in die Welt der Vergangenheit ein.

Die kleineren Besucher können einen Mini-Klettergarten erkunden, das Insektenhaus bestaunen, oder den beiden Schweinen „Ringel & Schnüffel“ einen Besuch abstatten. Es geht über einen breiteren Steg bei einem großen Wasserfall immer den Bach entlang und die Wege und Stege führen etwa 2,5 km Richtung Hof zum Herrenhaus. Von dort aus leitet der Weg weiter zur Klause, wo das Wasser zu einem tiefgrünen Stausee aufgestaut wird und sich zahlreiche Forellen herum treiben. Bei der großen Klamm hat man einen wunderbaren Blick auf das Hochkar und das laute Wasserrauschen in unmittelbarer Nähe lässt vermuten, dass in Bälde die Großeggerquelle mit frischem Quellwasser erreicht wird. Auch die alte, funktionstüchtige Getreidemühle aus dem Jahre 1893, die sich direkt unterhalb der Quelle befindet, ist wunderbar anzusehen.

Vorbei an zahlreichen Fischteichen erreicht man mit der Jausenstation Herrenhaus Hof nach einigen Minuten das Ziel der Wandertour. Wer für den Weg retour zu müde ist, hat die Möglichkeit mit dem „Mendlingtal-Taxi“ zurück zum Parkplatz zu gelangen (Preise Taxi: Erwachsene € 3,- & Kinder € 1,50). Eine wunderbare Erlebniswelt, die sich perfekt für einen Familienausflug ins Grüne eignet. Mehr Informationen zum Mendlingtal findet ihr hier.

Donnersbacher Klamm – Steiermark

Den Abschluss unserer liebsten Familienwanderungen in Österreich macht eine erfrischende Destination in der Steiermark. Wasser hat nicht nur auf Kinder eine so magische Anziehungskraft, sondern zieht durch ihre imposante und zugleich beruhigende Wirkung Jung als auch Alt immer wieder in den Bann und Wasserwege entlang von Bächen gelten als besonders beliebt. Der Wanderweg  in der Donnersbacher Klamm hat den Vorteil, dass man fast bei jedem Wetter durch die Klamm wandern kann und nicht zwingend auf gute Wetterbedingungen angewiesen ist. Ruhe und Naturidylle sind wesentliche Elemente der Strecke, dazu kommen die geschichtsträchtigen Spuren der Triftsteige, auf denen einst Holzknechte ihre gefährliche Arbeit verrichtet haben.

Die Wanderung startet beim Gasthof Leitner, wo auch die erste Infotafel schon mit News und spannenden Geschichten versorgt. Wir folgen dem Weg am Bach entlang, ca. 1,5 km, bis zum eigentlichen Klammbeginn. Eine original erhaltene Holzknechthütte aus Holz und Rinde markiert den Eingang zur Klamm, der von urigen Holzbänkchen umgeben wird. Felsen- und Waldhänge bilden die Kulisse für den Bach, der je nach Wasserstand und Wetterlage ruhig oder tosend seinen Weg durch die Felsen sucht. Die Flora zeichnet sich durch Farne, Moose und Felsen aus, die den Weg säumen und entlang der Pfade gibt es allerhand zu entdecken und bestaunen.

Grundsätzlich ist auch der Rückweg durch die Klamm zu empfehlen. Alternativ hat man aber auch die Möglichkeit, am Klammende den Waldsteig, der leicht bergauf verläuft, zu erklimmen. Er führt herum um einen Waldkogel zurück zur Donnersbachwalder Straße, quert diese schließlich und dann wandert man gemütlich auf einem Forstweg zurück zum Ausgangspunkt.

Wenn ihr nach all den Orten für Familienwanderungen in Österreich noch immer nicht genug von der Natur habt, dann haben wir für euch die schönsten Radwege am Wasser für euch. Weitere Wanderungen gesucht? Hier findet ihr die ausgefallensten Wanderungen in Österreich.

Beitragsbild Blog: (c) Olympiaregion Seefeld

Beitragsbild Facebook: (c) Sabine Wieser / https://www.instagram.com/sabine_loves_photography/

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