Endstation: Hütteldorf

Mittwoch, 14. Juni 2017 / Lesedauer: ca. 3 Minuten

Endstation: Hütteldorf

Mittwoch, 14. Juni 2017 / Lesedauer: ca. 3 Minuten

1000things war wieder für euch unterwegs! Ab in die U-Bahn und Hütteldorf erkunden hieß das Leitmotto, welchem wir mit viel Freude und Elan folgten. Ahoi, eine weitere Endstations-Erkundungtour. Dieses Mal ging die Fahrt mit der U4 nach Hütteldorf. Was euch bei diesem Ausflug erwartet und wo wir überall herum stromerten, erzählen wir euch in diesem Beitrag. Viel Vergnügen!

von Luisa Lutter

Egal, wie schwer es fällt: Wir bleiben in der U-Bahn sitzen – zumindest bis wir an der Endhaltestelle ankommen und steigen nicht schon zuvor aus. Das würden wir aber nur zu gerne tun, denn wir wissen, wie schön es in Schönbrunn und auch an der Station Hietzing ist. Doch am Blog verraten wir euch, warum es sich ebenfalls lohnt, die U4 bis zur Endstation Hütteldorf zu fahren und diese Station am herrlichen Wienfluss zu erkunden. Kommt mit auf eine kleine Exkursion! Wir wünschen viel Vergnügen beim Lesen und selber hinfahren!

Fährt man im Bahnhof ein, sollte man den Blick nicht gleich zur Baustelle schweifen lassen. Hier wird fleißig renoviert und alte Gleise neu gemacht. Das Gebäude glänzt dafür schon prächtig im Licht und sieht sehr ansprechend aus. Wir waren tatsächlich noch nie zuvor in Hütteldorf und sind neugierig auf die Szenerie und alles was uns erwartet. Der Bahnhof befindet sich gerade so auf der Schwelle vom 14. Gemeindebezirk, Penzing, zum 13.Bezirk, Hietzing.
Im Bahnhofsgebäude hat man die Wahl zwischen den Ausgängen Hadik -und Keißlergasse. Wir entscheiden uns aus dem Bauchgefühl heraus für die Hadikgasse und gelangen zu einer Überführung, der Hackingerbrücke, welche uns sicher über die viel befahrene Straße und auch über den entzückenden Wienfluss bringt und somit auch in den 13. Bezirk und in das gleichnamige Örtchen Hacking, welches seit 1892 Teil des 13. Bezirks ist.


Auf der „anderen Seite“ gibt es direkt neben der Treppe eine Fahrradstation von nextbike. Wir laufen aber erst einmal geradeaus die Lilienhofstraße entlang, um dann in die Auhofstraße einzubiegen. Hier macht in Bälde eine neue Pizzeria namens „Primo“ auf. Allein bei dem Gedanken an Pizza brummt der Magen. Zum Glück ist quasi in Sichtweite die Bäckerei Schwarz. Hier holen wir uns ein Croissant und Kaffee zur Stärkung.

Dann geht es den Hügel hinauf, immer der Schlossberggasse nach. Dort findet man ein hübsches Instafotomotiv vor: Die  Schule der Dominikanerinnen.

Genau gegenüber ist das Hüttelbacher Hostel gelegen. Hier könnte man einkehren, sollte einem die Laune packen und man einfach mal ein oder zwei Nächte mit einem Lieblingsmenschen abtauchen – und in einem, persönlich noch unbekannten, Bezirken auf Entdeckungstour gehen wollen.

Wir wollen uns nicht zu weit vom Bahnhof entfernen, auch wenn etwas weiter oberhalb noch ein kleiner, ruhiger Landschaftspark auf uns wartet. Der Hackinger Schlosspark wird von alten Bäumen gesäumt und es gibt, besonders für Kinder und Jugendliche sehr erfreulich, Rutsche, Klettergerüst und allerlei zum Austoben. Besonders an heißen Tagen wird hier für Abkühlung gesorgt. Es gibt einen Teich, einen Brunnen und dank der Bäume viele schattige Plätzchen zum Verweilen. Wer ein gutes Buch oder einen lieben Gesprächspartner dabei hat, ist klar im Vorteil.

Uns lockt aber eher das muntere Geplaudere und die ineinander fließenden Gespräche aus dem Restaurant Tiroler Alm. An einer nicht sehr stark frequentierten Straße gelegen und mit duftenden Blüten umsäumt, gefällt uns das Lokal schon von außen. Urig, unaufdringlich und bodenständig, sehr angenehm. Frühstück gibt es ganztägig, zudem hat man die Auswahl zwischen kleinen kalten und warmen Speisen für 2-7€. Die Hauptspeisen sind ebenfalls vom Preis-Liestungsverhältnis her völlig in Ordnung. Hier spendet einem am Tage der Sonnenschirm Schutz und am Abend scheint die Abendsonne ins Gesicht.

Wer sich im Anschluss sportlich betätigen mag: in der Gustav-Seidel-Gasse, gleich ums Eck des Lokals, gibt es eine herrlich begrünte Basketballanlage. Wir ziehen aber einen kleinen Spaziergang am Wienfluss vor. Am Hackinger Kai  fühlt man sich ur plötzlich kein bisschen mehr wie in einem Bezirk Wiens. Hier plätschert das Wasser, rauscht der Wind durch die wild wachsenden Gräser und man kann die Füße ins kühle, klare Wasser halten.

Man schlendert entspannt zwischen zwei stark befahrenen Straßen entlang, kann diesen Fakt aber gut ausblenden, da der Blick an anderen Feinheiten hängen bleibt und die Autos etwas weiter oberhalb fahren, sodass sie nicht zwingend im Sichtfeld sind. Lieber schauen wir den eifrigen Radfahrern und Joggern hinterher. Auch viele Hundebesitzer erfreuen sich an der Strecke zum Gassi gehen. Der Wienfluss begleitet dabei stetig und wird mal rauschender, dann wieder entspannt und ruhig.

Nun wird es Zeit, die Brücke ein zweites Mal zu überqueren und die Keißlergasse in Angriff zu nehmen. Einigen von euch wird sie wohl ein Begriff sein, jeder eingefleischte Rapidfan wird sicherlich das ein oder andere Mal dort entlang gelaufen sein. Hier, im 14. Bezirk steht die Allianz Arena, auch unter dem alten Namen Weststadion bekannt. An die 28.000 Besucher können im Inneren aufgenommen werden. Es ist ein einrangiges Stadium, dass heißt, die Tribünen gehen von oben bis nach unten und bis zu der Spielfeldbegrenzung heran. Der rund 53 Millionen teure Stadionneubau ist noch recht frisch und wurde erst 16.07.2016 in Betrieb genommen.

Auf dem Rückweg kommen wir an dem liebevollen Hüttelbeach vorbei und kommen nicht drumherum hier noch für einen Absacker bzw. Cocktail einzukehren. Die Stimmung ist super und es liegt ein leichter Hauch von Urlaubsfeeling über der Szenerie. Kinder schwingen selig in der Schaukel dahin, Eltern trinken ihr Feierabendbier und Rentner spielen Schach. Über allem leuchten zahlreiche, kleine Glühbirnen und geben allem noch eine kleine Hipster-Note.
Die Open Air Location rundet den Besuch rund um die Station Hütteldorf sehr gut ab und wir setzen uns im Anschluss leicht angeschwipst und glücklich zurück in die U-Bahn. Schneller als uns lieb ist sind wir dann auch schon wieder am Karlsplatz.

(c) 1000things Redaktion – Luisa Lutter

Ihr wollt noch weitere Endstationen erkunden? Dann einfach dem Link hier folgen und schon geht es auf zu neuen Entdeckungen am Rande der Stadt. We <3 Vienna!

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