Tipps für Nürnberg: Sightseeing, Touren, Essen und mehr

Michael Haller Zuletzt geändert am 01.07.2024

Darf’s mal ein Ausflug weiter weg sein? Wir schlagen einen Trip nach Nürnberg vor und haben gleich die passenden Tipps für euch parat.

Neben München hat Bayern auch eine andere ziemlich coole Stadt zu bieten: Mit 500.000 Einwohner*innen ist Nürnberg die zweitgrößte City des Bundeslandes und steckt voller Geschichte, Kultur und modernem Flair. Egal, ob ihr euch für die Vergangenheit der Stadt interessiert, die Restaurants und Lokale erkunden oder einen entspannten Nachmittag in der Altstadt verbringen wollt: In Nürnberg treffen historische Bauwerke auf lebendige Kultur- und Kunstszenen und traditionelle fränkische Küche auf moderne Gastronomie. Wir haben uns zwei Tage lang in der Stadt umgeschaut und dabei Sehenswürdigkeiten ausgecheckt, Museen und die verschiedenen Quartiere besucht, gut gegessen und allerlei Geheimtipps für euch gesammelt.

DZT Nürnberg
(c) DZT | Francesco Carovillano

Die Altstadt erkunden

Bei einem Spaziergang durch Nürnberg werdet ihr schnell feststellen, dass ihr hier auf Spuren der Vergangenheit wandelt. Die Altstadt, umgeben von einer imposanten Stadtmauer, ist nämlich ein lebendiges Zeugnis alter Zeiten. Beginnt eure Tour am besten im Herzen der Stadt, dem Hauptmarkt samt Schönem Brunnen (Nomen ist hier tatsächlich Omen) und dreht für gutes Karma am goldenen Wunschring. Ein Spaziergang über die Karlsbrücke führt euch anschließend über die kleine Pegnitzinsel samt nettem Trödelmarkt. Funfact: Bei den romantischen Häusern glaubt man kaum, dass die kleine Insel im Mittelalter ein Marktplatz war, wo mit Schweinen gehandelt wurde.

(c) Fabienne Waitschacher | 1000things
(c) Fabienne Waitschacher | 1000things

Macht bei eurem Streifzug durch die Stadt einen Abstecher zur Lorenzkirche. Der prächtige Altstadtbau empfängt euch nicht nur mit einem richtig imposanten Portal, sondern auch mit einer der größten Orgeln der Welt. Wenn ihr anschließend zurück über die Maxbrücke spaziert, hab ihr einen tollen Blick auf den Weinstadel. Das herrlich gotische Gebäude ist übrigens eines der größten Fachwerkhäuser Deutschlands und ist samt Henkersteg und Henkerturm nicht nur eines der wichtigsten Baudenkmäler Nürnbergs, sondern auch ein schönes Fotomotiv. Ähnlich romantisch ist die kopfsteingepflasterte Weißgerbergasse, in der ihr das größte Nürnberger Ensemble alter Handwerkerhäuser findet. Diese historischen Bürgerbauten zeichnen das Altstadtbild, wofür Nürnberg so bekannt ist. Einfach nur nett!

DZT Nürnberg
(c) DZT | Florian Trykowski
DZT Nürnberg
(c) DZT | Jens Wegener

Bilder knipsen solltet ihr auch von der Kaiserburg, dem Wahrzeichen der Stadt. Dafür spaziert ihr einen feinen Anstieg hinauf und werdet oben mit einem fantastischen Ausblick über Nürnberg belohnt. Werft auch unbedingt einen Blick hinein. In der Dauerausstellung kommt ihr der historischen Bedeutung der Kaiserburg näher, in der von 1050 bis 1571 sämtliche römisch-deutschen Kaiser zeitweise residierten. Und wenn ihr schon bei der Kaiserburg seid, macht euch entlang des Ölbergs auf zum Albrecht-Dürer-Haus, der ehemaligen Wohn- und Arbeitsstätte des Künstlers, und sucht seinen berühmten Feldhasen. 

DZT Nürnberg
(c) DZT | Uwe Niklas

Die Museen von Nürnberg besuchen

Kein Citytrip ohne Museumsbesuch, oder? Vor allem Nürnberg hat mit seiner tief verwurzelten Vergangenheit und kulturellen Vielfalt viel Lehrreiches zu bieten. Die Museen zur Verpflichtenden Vergangenheit Nürnbergs erwecken die Geschichte der Stadt in ihren Häusern zum Leben. Das Dokumentationszentrum Reichsparteigelände zeigt nationalsozialistische Architektur anhand gigantischer Baureste, die an das ehemalige Gelände erinnern und den Größenwahn des NS-Regimes andeuten. Das Friedensmuseum erinnert an das Jahr 1995, in dem der erste Internationale Nürnberger Menschenrechtspreis verliehen und somit das Museum gegründet wurde. Seitdem stellt das Haus Persönlichkeiten und Initiativen in den Mittelpunkt, die sich für Frieden und Menschenrecht einsetzen. Am Originalschauplatz der Nürnberger Prozesse könnt ihr euch darüber hinaus einen Eindruck vom Prozessgeschehen aus dem Justizpalast machen und auf Zeitreise in den Gerichtssaal 600 gehen.

Infos zu den Museen:

>> Mehr lesen: Alle Infos der Museen zur Verpflichtenden Vergangenheit Nürnbergs

(c) DZT | Florian Trykowski

Wenn es ein bisschen mehr Kultur samt Geschichte sein darf, schaut ins Germanische Nationalmuseum Nürnberg. Hier wandelt ihr auf einem lehrreichen Pfad zur Evolution menschlichen Erfindergeistes von der Frühzeit bis in die Gegenwart. Dabei spaziert ihr quer durch die Jahrhunderte, passiert im Zentrum ein spätmittelalterliches Kartäuserkloster, neugotische Gebäudeteile, das gläserne Museumsforum sowie die Straße der Menschenrechte. Unter den 25.000 ausgestellten Originalen findet ihr Gemälde von Dürer, Rembrandt und Co, alte Musikinstrumente, interessante Objekte der Medizin- und Apothekengeschichte, historische Textilien und ganz viel mehr. Plant für diesen Besuch unbedingt einen halben Tag ein.

Alle Infos auf einen Blick:

  • Adresse: Kartäusergasse 1, 90402 Nürnberg
  • Öffnungszeiten: DI–SO
  • Tickets: regulär 10 €, ermäßigt 6 €

>> Mehr lesen: Alle Infos zum Germanischen Nationalmuseum Nürnberg

(c) Fabienne Waitschacher | 1000things
(c) Fabienne Waitschacher | 1000things

Das fränkische Essen probieren

Welche Köstlichkeit schießt euch in den Kopf, wenn ihr an Nürnberg denkt? Sind es die berühmten Nürnberger Rostbratwürste oder doch eher die Lebkuchen? So oder so: Beides bekommt ihr in der Stadt an jeder Ecke. Die beliebten Nürnberger Bratwürste könnt ihr euch beim Stadtspaziergang auch easy to go bestellen. 3 im Weggla bezeichnet man hier drei Würstel im Weckerl, die der perfekte Snack für unterwegs sind. Ihr könnt die Würstchen aber auch stilecht auf Zinntellern bestellen und ein wenig in den vielen Bratwurstküchen der Stadt verweilen.

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Das geht übrigens sehr gut im Bratwurstglöcklein im Handwerkerhof. In diesem urfränkischen Lokal bekommt ihr nicht nur Bratwürste aus der hauseigenen Metzgerei, sondern auch Nürnberger Grillfleisch, ofenfrisches fränkisches Schäufele (was eine Art Braten ist) und weitere regionale Spezialitäten. Wenn ihr ein klassisches Getränk wollt, empfehlen wir euch ein erfrischendes Rotbier zu bestellen. Tipp: Fine Dining geht in Nürnberg übrigens auch bestens.

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Die Nürnberger Quartiere auschecken

Was in Wien die Grätzl sind, sind in Nürnberg die Quartiere. Verteilt über die Stadt findet ihr sechs besondere Orte rund um bekannte Sehenswürdigkeiten. Dabei hat jedes Quartier seinen ganz besonderen Charakter. Egal ob einzigartige Kulinarik, Museen und Galerien oder Übernachtungs- und Shoppingmöglichkeiten: Je nach Gusto könnt ihr in die Nürnberger Quartiere eintauchen und so die Stadt noch besser kennenlernen.

Im Quartier Handwerkerhof innerhalb der Stadtmauer warten traditionelle Betriebe auf euren Besuch. Die Einkaufsstraße könnt ihr im Quartier Lorenzer Platz aufsuchen. Im Weinmarkt findet ihr lauschige Gastgärten und die bunten Häuschen der Weißgerbergasse. Der Weiße Turm und der Ehebrunnen stehen im Quartier Jakobsmarkt und das Quartier Burgviertel thront mit seiner Kaiserburg über der Stadt. Oder ihr macht es euch am Ufer der Pegnitz im Augustinerhof gemütlich und taucht zwischen Trödelmarkt, den charakteristischen Häuserzeilen und dem plätschernden Wasser in das Quartier ein, das sich wie eine eigene kleine Welt anfühlt.

>> Mehr lesen: Alle Nürnberger Quartiere im Überblick

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Ins unterirdische Nürnberg eintauchen

Falls euch das Wetter mal einen Strich durch eure Freiluftpläne macht, kehrt dem Regen einfach den Rücken zu und steigt eine Etage hinab. Unter dem historischen Stadtkern befindet sich das unterirdische Nürnberg. Erkundet bei spannenden Führungen die weitläufigen Kelleranlagen und taucht tief in die Unterwelt der Stadt ab. Besonders sehenswert sind die Historischen Felsengänge: Bei einer einstündigen geführten Tour durch das unterirdische Labyrinth lernt ihr alles über die Geschichte des Bieres und besichtigt im Anschluss die Hausbrauerei Altstadthof, wo unter anderem das traditionelle Nürnberger Rotbier gebraut wird. Die Touren beginnen zu jeder vollen Stunde. Buchen könnt ihr den Rundgang direkt im Tourismusbüro, das auch Start- und Zielpunkt der Führungen ist. Wer die alten Gemäuer spielerisch erkunden will, kann bei einem Escape-Room in den Historischen Felsengängen sein Glück bei coolen Rätseln versuchen.

Historische Felsengänge auf einem Blick:

  • Dauer: 60 Minuten
  • Ticket: regulär 12 €, ermäßigt 4,50 bis 9 €
  • Treffpunkt: Bergstraße 19, 90403 Nürnberg

>> Mehr lesen: Alles zum unterirdischen Nürnberg erfahren

(c) Fabienne Waitschacher | 1000things

Übrigens, um der Umwelt einen Gefallen zu tun: Mit dem Zug von Wien aus seid ihr in etwas über vier Stunden in Nürnberg. Und beispielsweise von Innsbruck aus hüpft ihr schon dreieinhalb Stunden später wieder aus dem Zug. In der Stadt selbst braucht ihr eh kein Auto, die U- und Straßenbahnen bringen euch an jedes Ziel. Noch ein Tipp: Wenn ihr euch die Nürnberg Card holt, habt ihr 48 Stunden lang freie Fahrt mit den Öffis im Stadtgebiet Nürnberg/Fürth, kommt kostenlos in die meistbesuchten Museen und Sehenswürdigkeiten und profitiert von vielen Vergünstigungen auf coole Aktivitäten.

Noch mehr Tipps zur City findet ihr auf der Tourismus-Website von Nürnberg, die euch als virtueller Stadtführer für alle Ausflüge zur Seite steht.

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*Dieser Artikel ist in freundlicher Zusammenarbeit mit der Deutschen Zentrale für Tourismus und der Congress- und Tourismus-Zentrale Nürnberg entstanden.


Beitragsbild:

(c) Fabienne Waitschacher | 1000things