Kleine Betriebe

Wie ihr österreichische Kleinbetriebe momentan unterstützen könnt

Dienstag, 17. März 2020 / Lesedauer: ca. 5 Minuten

Wie ihr österreichische Kleinbetriebe momentan unterstützen könnt

Dienstag, 17. März 2020 / Lesedauer: ca. 5 Minuten

Stell dir vor es ist Krise und keiner denkt mit. Anstatt in der momentanen Situation Trübsal zu blasen, haben wir versucht, Wege zu finden, wie ihr österreichischen Kleinbetrieben bei der Überbrückung der nächsten Wochen helfen könnt.

von Magdalena Mösenlechner

*Wir wollen euch auch während des zweiten Lockdowns inspirieren und versuchen, unsere Artikel laufend Covid-konform upzudaten. Bitte haltet euch weiterhin an die Maßnahmen. Nur wenn wir jetzt zusammenhalten und aufeinander schauen, können wir möglichst bald wieder all diese Inspiration gemeinsam genießen und zu einem halbwegs normalen Alltag zurückkehren.

UPDATE: November 2020

Geschlossene Geschäfte und abgesagte Termine aufgrund des Coronavirus betreffen Unternehmer und Unternehmerinnen in ganz Österreich. Wir verraten euch, wie ihr schon mit kleinen Beiträgen viel zur Erhaltung kleiner Betriebe beitragen könnt.

Online bestellen – aber lokal

Da momentan viele Geschäfte geschlossen sind, bedeutet das für lokale Kleinunternehmen enorme Einbußen. Unsere heimischen Kreativköpfe sind aber nicht zu unterschätzen, denn es wurden zahlreiche Online-Shops aufgestockt. Nun stellt sich natürlich die Frage, wie man diese am besten findet. Das gestaltet sich aber nicht so schwierig, wie es klingt, dank der fabelhaften Nunu Kaller. Die österreichische Publizistin und Aktivistin hat nämlich die Zeit genutzt, um eine Liste aller heimischen Unternehmen zusammenzutragen, die momentan liefern. Von Büchern und Kleidung über Schmuck bis hin zu Sportartikeln und Spielzeug und sogar gefrorenem Keksteig ist dort wirklich alles zu finden. So könnt ihr in nächster Zeit getrost auf Amazon und Co. verzichten. Für Kosmetik findet sich in Wien ein kleines, unterstützenswertes Geschäft: CN Innovations. Dort könnt ihr  im Online-Shop fair und lokal-produzierte Bio-Gesichtsmasken und Ähnliches bestellen.
Und auch die Bloggerin Edisa und die Designerin Laura haben eine Initiative ins Leben gerufen: Togethervienna unterstützt Wiener Betriebe und gibt ihnen auf Instagram eine Plattform, vom italienischen Restaurant ums Eck bis zum Pilatesstudio.

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Gutscheine besorgen – Unternehmen retten

Nicht jedem Geschäft ist es möglich, auf Online-Betrieb umzustellen. Das trifft besonders Dienstleistende wie kleinere Boutiquen und Restaurants. Wer sein Lieblingsbeisl gerne erhalten will, kann deshalb auch jetzt schon dabei helfen. Diesem Problem nimmt sich nämlich die Plattform zusammen-leiwand an. Dort könnt ihr Gutscheine für die Zeit nach den Beschränkungen erwerben.  Auch zu empfehlen ist die Plattform Vorfreude-Kaufen, die sich auf Gutscheine von Restaurants spezialisiert hat. Das Kaufen von Gutscheinen streckt den kleinen Unternehmen Geld vor, dass sie momentan nicht einnehmen können.  Krisen sind, wie sich zeigt, oft auch eine Möglichkeit, den Zusammenhalt einer Gemeinschaft zu entdecken. Also lasst uns alle zusammen leiwand sein!

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Auch ein heißer Tipp um lokale Unternehmen zu fördern, ist die Plattform Nötzwerk. Seit dem 1. Mai werden dort verschiedene Webinare, Workshops und Kurse angeboten, die ihr gemütlich von zu Hause aus wahrnehmen könnt. Aber auch Leaveyourhome-Erlebnisse werden geboten, etwa in Form von Stadtführungen oder eines E-Scooter-Ausflugs. Außerdem findet sich auf der Website unter dem Prinzip der Nachbarschaftshilfe ein „Suche & Biete“-Forum. Ein Bonus der Plattform ist, das 50 % der Gewinne in einen Investmentfond für Kleinunternehmende eingezahlt wird.

Veranstaltungen abgesagt – Geld zurück?

Wegen der aktuellen Vorsichtsmaßnahmen wurden verschiedenste Veranstaltungen gecancelt. Konzerte, Theaterstücke, Kabaretts – all das kann momentan zum Schutz der allgemeinen Gesundheit nicht stattfinden. Wer jetzt überlegt, sich schon gekaufte Karten erstatten zu lassen, sollte besser noch ein zweites Mal überlegen. Denn gerade bei kleinen Venues, wie etwa dem WUK oder bei kleineren Theatern reichen wenige Wochen ohne Veranstaltungen aus, um sehr tief in die roten Zahlen zu rutschen. Und auch für freischaffende Künstler und Künstlerinnen können mehrere Wochen ohne Gage Schwierigkeiten bedeuten. Kunst- und Musikliebhabende, deren Geldbörserl es verschmerzen kann, könnten gestrichene Karten als kleine Spende an die Kulturvereine und Kunstschaffenden sehen. Für einzelne Personen dreht es sich dann oft nur um 20 bis 30 Euro, die sich auf Veranstaltungen mit Hunderten von Karten aber natürlich läppern. So kann jeder und jede einen kleinen Beitrag leisten. Und zum Glück wechseln inzwischen immer mehr Kulturschaffende ins Netz, um uns auch online weiterhin mit ihrer Kunst zu versorgen. Die Plattform supportyourlocals.at listet etwa Locals und kleine Unternehmen, die eure Unterstützung brauchen, und versorgt euch mit Livestreams. So könnt ihr etwa die Yoga-Stunde oder den Kochkurs ganz einfach in euer Wohnzimmer holen!

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Lokale Künstler und Künstlerinnen unterstützen

Wenn wir schon beim Thema Kunst sind – gerade Kunstschaffende brauchen in solchen Zeiten Support. Auf der weiter oben erwähnten Seite von Nunu Kaller finden sich auch etwa die Kategorien „Kunst“ und „Dienstleistungen“. Viele Künstler und Künstlerinnen nutzen die Ausgangsbeschränkungen sogar, um neues Artwork zu produzieren. Manche Tätowiererinnen und Tätowierer fangen zum Beispiel an, als Überbrückung ihre Zeichnungen online zu verkaufen.

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Crowdfunding stellt eine weitere Möglichkeit, Kulturschaffende zu unterstützen. Das USUS Kreativ Kollekt etwa, wollte eigentlich diesen April ihr neues Projekt eröffnen. Mit USUS am Wasser sollte eine größere Location geschaffen werden, um dort mit Kunst, Kultur und Kulinarik das Donauufer zu beleben. Die Eröffnung ist derzeit bis auf weiteres verschoben, und so ringt das Kollektiv momentan darum, die Fixkosten und fälligen Zahlungen irgendwie zu decken. Falls ihr sie, wenn auch nur mit einem kleinen Beitrag, unterstützen wollt, könnt ihr euch an ihrem Funding beteiligen. Denn als Genossenschaft fällt das Kollektiv leider in keinen staatlichen Topf zur Überbrückung.

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Kaufen – klein, aber fein in Wien

Auf die Warteschlangen in den Supermarktketten kann man getrost verzichten, denn wozu gibt es kleine und unabhängige Lebensmittelläden? Besonders jetzt, wo viel Laufkundschaft wegfällt, ist es sehr wichtig, besonders Greisslereien und kleine Lebensmittelläden zu unterstützen. Ein Beispiel wäre hier der Burgenländer im 2. Bezirk, der euch auch weiterhin mit Burgenländischen Bio-Spezialitäten versorgt. Ein sehr buntes Sortiment findet ihr auch bei der Tastery im 7. Bezirk. Ausgefallenes wie Wanderheuschrecken, aber auch klassische Grundnahrungsmittel wie Öl oder Nudeln werden dort geboten. Lieber liefern, statt selber einkaufen? Dann ist der Greißler die richtige Adresse für euch. Momentan beliefert der verpackungsfreie Supermarkt den 7. und 8. Bezirk mit nachhaltigen Lebensmitteln. Auch der digitale Bauernmarkt Markta gibt sich Mühe, weiterhin nachhaltige Lebensmittel aus Kleinproduktionen direkt zu eurer Wohnungstür zu bringen.

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Wer gerne mal seine Kinder überraschen möchte, oder einfach nur etwas Party-Feeling in die eigenen vier Wände bringen will, dem sei der familiengeführte Betrieb Partybrezel empfohlen. Die leckeren, handbelegten Riesenbrezeln in süßer und salziger Version sind ein echter Stimmungsheber, den ihr euch ganz einfach und zuverlässig in ganz Wien nach Hause liefern lassen könnt.

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Regional bestellen – österreichweit

Bauernladen.at versorgt euch auch jetzt noch österreichweit mit regionalen Bio-Produkten direkt von den jeweiligen Höfen. Ein buntes Netzwerk von über 900 Kleinbetrieben schafft eine große Auswahl verschiedenster Schmankerln und anderen Produkten. Von Wein über Lebensmittel, bis hin zu Textilien ist so gut wie alles, was ihr tagtäglich gebrauchen könnt, dabei. So rief der Bauernladen auch erst kürzlich zu einem Supermarkt-Fasten-Monat auf, um dadurch kleine Hersteller und regionales Einkaufen zu fördern. Wer seinen Lieben eine Freude machen will, kann auch online ganz problemlos Gutscheine bestellen.

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Eine weitere Alternative bietet das Feinkostkistl, das euch jeden Monat mit Produkten von über 200 kleinen Unternehmen überrascht. Alle vier Wochen werden euch dort, so lange ihr das Abo beziehen wollt, sechs verschiedene, erlesene Produkte in einem kleinen Überraschungskistl zusammengestellt.
Verdursten müsst ihr zu Hause ebenfalls nicht, denn auch regionale Winzer beliefern noch österreichweit. Wie etwa der Weinhof Gindl im schönen Niederösterreich. Der kleine, familiengeführte Betrieb verkauft immer noch ab Hof, beliefert euch aber auch in ganz Österreich ab sechs Flaschen versandkostenfrei.

(c) Weinhof Gindl

Wir haben uns noch mehr nachhaltige Online-Shops aus Österreich angesehen. Was ihr daheim alles machen könnt, während ihr auf eure Bestellungen wartet, erfahrt ihr ebenfalls von uns.

(c) Beitragsbild | Bench Accounting | Unsplash

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