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10 Fakten, die ihr über Wien noch nicht gehört habt – Teil 2

Donnerstag, 18. Mai 2017 / Lesedauer: ca. 4 Minuten

10 Fakten, die ihr über Wien noch nicht gehört habt – Teil 2

Donnerstag, 18. Mai 2017 / Lesedauer: ca. 4 Minuten

Eine altehrwürdige Stadt wie Wien birgt Geheimnisse, hat so ihre Eigenheiten und zeichnet sich durch Besonderheiten aus, die im internationalen Vergleich einzigartig sind. Wir haben einmal mehr versucht, unsere Lieblingsstadt aus einer neuen Perspektive zu sehen und präsentieren euch 10 spannende Fakten, die ihr noch nicht über Wien gehört habt.

von Marie Amenitsch

Weil wir Wien lieben und immer versucht sind, Neues zu entdecken und zu erfahren, präsentieren wir euch in diesem Beitrag 10 Fakten, die ihr über Wien noch nicht gehört habt. Zu Teil 1 der Blogeserie geht’s hier entlang

1.Wiener Walzer

Der weltberühmte Wiener Walzer geht auf das 18. Jahrhundert zurück, wo der Tanz als bürgerlicher Tanz in nicht-adeligen Kreisen die Runde machte. Sein Image am Hof und in „gehobenen“ Gesellschaftsschichten war jedoch nicht das beste, war dieser hier nämlich nicht angesehen. Denn die Paare würden sich bei der engen Tanzhaltung viel zu viel berühren.

Mit rund 60 Takten pro Minute ist der Wiener Walzer außerdem im Bezug auf den Wettkampf der schnellste Tanz des Welttanzprogramms – ganz im Gegenteil zu seinem Verwandten, dem Langsamen Walzer.

#opernball2016 #dance #waltz #polishboy #polishgirl #vienna #debutants

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2. Tuchlauben

Die Tuchlauben im ersten Bezirk verdankt ihren Namen den Tuchhändlern und -schneidern, die in Lauben ab dem 13. Jahrhundert dort ihre Waren verkauften. Unter den Lauben versteht man ebenerdige Arkaden, von denen aus der Zugang zu den so genannten „Gewandkellern“ möglich war, in denen die Stoffe lagerten. Die Tuchlauben gilt seit jeher als eine der vornehmsten Straßen der Stadt, so war auch der Beruf der Tuchmacher einer der ältesten und bestangesehensten zu seiner Zeit.

 

3. Teuerste Wohnung

Die teuerste Wohnung Wiens findet man im ehemaligen Radisson-Hotel am Parkring. Diese wechselte vergangenes Jahr für sage und schreibe knapp zwölf Millionen Euro den Besitzer. Tja, ein Altbau-Luxusapartment mit  Blick auf den Stadtpark hat eben seinen Preis, immerhin hat dieses auch mehrere hundert Quadratmeter Wohnfläche. Als Eigentümer der Immobilie wird der in Monaco lebende Geschäftsmann Jamal Kaddaj genannt.

Ring, Allee und Bim #straßenbahn #greeninthecity #igersvienna #igersaustria

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4. Rolltreppen

Die Wiener Linien sind immer um Pünktlichkeit und ein schnelles Vorankommen bemüht, so betreiben sie sogar ihre Rolltreppen mit einer Maximalgeschwindigkeit von 0,65 Metern pro Sekunde, also 2,34 km/h. Sie sind damit deutlich schneller als andere Rolltreppen unterwegs, gewöhnlich fahren Rolltreppen im Einkaufszentrum z.B. mit 0,5 Metern pro Sekunde. Im internationalen Vergleich sind nur die U-Bahnen in Hongkong oder in Prag schneller unterwegs. Die längste Rolltreppe Wiens findet man übrigens bei der Station Zippererstraße (U3), mit einer Länge von 53 Metern.

Going deeper underground. #visualmemories #urbanmelancholy

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5. Museum für Schwangerschaft und Verhütung

Ja, richtig gehört, das Museum gibt es wirklich in Wien und entführt auf einen äußerst informativen historischen Streifzug durch die Geschichte der Verhütung. Beginnend bei den alten Ägyptern bis hin zu den heutigen Methoden erfährt man hier so einiges Wissenswertes aus den unterschiedlichen Kulturen. Weiters wird auch die Entwicklung des Schwangerschaftstests thematisiert. Besonders die Einblicke in die gesetzlichen Debatten rund um die Erlaubnis des Schwangerschaftsabbruchs sind in Verbindung mit den präsentierten Fällen besonders spannend. Kleines Detail am Rande: Außerdem gibt es in Wien das einzige Schneekugelmuseum in ganz Europa.

Mariahilfer Gürtel 37/1. Stock, 1150

Kleine themenspezifische Museen ftw – lehrreiche Stunde im @muvs_vienna. So hält das Kondom 3 Jahre!

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6. Argentinierstraße

Die Argentinierstraße im vierten Bezirk, die den Karlsplatz mit der Elisabethkirche und dem Gürtel gerade verbindet, verdankt ihren Namen der Hilfe Argentiniens nach dem Ersten Weltkrieg.  Die frühere Gartenallee trug bis 1921 anschließend den Namen Alleegasse und teilte sich in die Kaiserliche Allee, die Untere und die Obere Alleegasse. Die Umgebung wurde oft als Haferpoint bezeichnet. Heute sorgt der Radweg auf der Argentinierstraße für viel Diskussion, sollen die Radler dort nämlich meist viel zu schnell unterwegs sein, weswegen eine Umgestaltung angedacht ist.

Wer mehr über Wien und seine Straßen erfahren möchte, der sollte sich diesen Blogbeitrag einmal näher ansehen.

(c) 1000things.at / Luisa Lutter

7. Europas größtes Stadt-Strandbad

Im Gänsehäufel recken wir alle im Sommer gerne die Nasen und Bäuche in die Sonne , springen ins kühle Nass und die Liegeplätze im Schatten sind heißbegehrt. Was wir jedoch bis dato nicht wussten: Mit dem Wiener Gänsehäufel – dem „Lido von Wien“ findet man mit einer Gesamtfläche von 330.00 Quadratmetern das größte Stadt-Strandbad in ganz Europa. Der Name lässt sich übrigens von den ehemaligen „Haufen“ – angeschwemmte Inseln – ableiten, die vor allem der Gänsezucht gedient haben sollen.

🏡🏢🌳🚣

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8. Kaffee trinken als Kulturerbe

Dass Wien ohne seine Kaffeehäuser wohl nur halb so schön wäre und diese aus dem Gesamtbild einfach nicht mehr wegzudenken sind, kann wohl nicht in Frage gestellt werden. Was jedoch die Wenigsten wissen werden: Seit 2011 gehört die „Wiener Kaffeehauskultur“ zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO. Mit einer Tradition zurückgehend bis ins 17. Jahrhundert und den Salons, die zu dieser Zeit dort abgehalten wurden, bezieht sich das Kulturerbe vor allem auch auf Elemente der Inneneinrichtung im Stil des Historismus wie Marmortischchen Luster, Thonetstühle und Zeitungstischen. Wenn euch das nächste Mal nach Kulturprogramm ist, könnt ihr also gerechtfertigt auch auf eine Melange in Wiens traditionsreiche Kaffeehäuser abtauchen.

9. Stalin-Gedenktafel Meidling

Europaweit einzigartig ist die Gedenktafel zu Ehren Stalins, die im 12. Bezirk nach wie vor erhalten ist. Anzutreffen ist diese an der Häuserfassade in der Schönbrunner Schlossstraße 30 in Meidling. Am 21. Dezember 1949  wurde das Relief mit dem Kopf Stalins (1879-1953) enthüllt. Im Auftrag Lenins war der Diktator dort 1913 sechs Wochen lang mit Studien zum Marxismus und der gesellschaftlichen Entwicklung beschäftigt und verfasste sein Werk „Marxismus und nationale Frage“. Die KPÖ hatte nach dem Krieg darauf bestanden, diese Tafel zu installieren.

Wenn wir schon beim Thema Diktatoren wären, so findet man übrigens im Volkstheater  einen eigenen „Führerraum“, der für den Besuch Hitlers errichtet wurde, jedoch nie dort zu Gast war. Mit der Che Guevara-Büste im Donaupark wäre außerdem die einzige Stadt Europas gefunden, die dem Freiheitskämpfer auf einem öffentlichen Platz ein Denkmal setzt.

(c) User:GuentherZ, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/

10. Kinos in Wien

In Wien gibt es 31 Kinos, die in ihren 150 Kinosälen Platzkapazität für immerhin 26.838 BesucherInnen haben. Das älteste Kino der Stadt  das gleichzeitig das am längsten durchgehend bespielte Kino weltweit ist, wäre mit den Breitenseer Lichtspiele im 14. Bezirk gefunden. Das Kino wurde im Jahre 1905 durch die Familie Guggenberger gegründet.

est. 1905 – one of the longest continuously run cinemas in Europe.

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