Computer 90er

9 Dinge, die ihr kennt, wenn ihr in den 90ern einen Computer zu Hause hattet

Mittwoch, 20. Mai 2020 / Lesedauer: ca. 3 Minuten

9 Dinge, die ihr kennt, wenn ihr in den 90ern einen Computer zu Hause hattet

Mittwoch, 20. Mai 2020 / Lesedauer: ca. 3 Minuten

Früher hieß es: Entweder Internet oder Festnetz. Heute heißt es: Was war noch gleich ein Festnetz? Wir haben uns auf die Suche gemacht und ein paar typische Dinge hervorgekramt, die ihr sicher kennt, wenn ihr in eurer Jugend einen Computer zu Hause hattet. Achtung, staubig!

von Viktoria Klimpfinger

*Wir wollen euch auch während des zweiten Lockdowns inspirieren und versuchen, unsere Artikel laufend Covid-konform upzudaten. Bitte haltet euch weiterhin an die Maßnahmen. Nur wenn wir jetzt zusammenhalten und aufeinander schauen, können wir möglichst bald wieder all diese Inspiration gemeinsam genießen und zu einem halbwegs normalen Alltag zurückkehren.

Wenn uns damals jemand erzählt hätte, dass wir in naher Zukunft unbegrenztes Internet über unser tastenloses Handy beziehen und nervös werden, sobald es für ein paar Minuten ausfällt, hätten wir ihn wahrscheinlich mit ungläubigem Gelächter zurück in die Zukunft geschickt. Denn Internet, das gab’s damals eben nur am Stand-PC, und den wiederum zu Hause, wenn man Glück hatte. Das Modem, das sich knackend ins Internet einwählt, ist fast schon so etwas wie der ungekürte Soundtrack der 90er.

Besetzt!

Da saß man seelenruhig vorm Computer, machte die ersten zögerlichen Schritte im World Wide Web, und plötzlich hörte man von irgendwo einen grantigen Aufschrei: „Geh aus der Leitung!“ Schon komisch, dass die Eltern immer just dann telefonieren mussten, wenn man endlich mal an den PC durfte. Ja, damals ging tatsächlich nur das eine oder das andere: Surften die einen im Internet, wurden die anderen darüber via Störgeräusch in Kenntnis gesetzt, wenn sie den Festnetzhörer abnahmen. Für die Jüngeren unter uns: Ein Festnetztelefon kann man sich vorstellen wie ein Smartphone, das permanent am Aufladekabel hängt. Und keinen Touchscreen hat. Und keine Apps. Und natürlich kein Internet.

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Geduld, Geduld

Also mussten wir unsere virtuelle Reise wieder abbrechen und warten, bis das störende Telefonat ein Ende nahm. Das klingt zwar nervig, aber wenn wir damals eines konnten, dann warten. Denn in der grauen Vorzeit, also vor Breitband, Highspeed und Online-Speicherplatz, waren die Computer genauso langsam, wie sie aussahen. Alleine das Hochfahren war eine Prozedur von mehreren Minuten. In dieser Zeit hätten wir den arbeitsverweigernden PC heute schon dreimal neu aufgesetzt und ihn danach auf Ebay versteigert.

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Kastl im Kastl im Kastl

Aber technische Schwierigkeiten gehörten damals eben zu unserem Alltag. In Summe stritten wir uns wahrscheinlich mehr mit unserem Computer als mit unseren Geschwistern. Besonders, wenn er sich wieder mal an einem einzigen geöffneten Kastl aufhing, dass sich partout nicht mehr schließen lassen wollte und mit stumpfem Störgeräusch aufmüpfig zurückmeckerte. Aber auch das nahmen wir damals erstaunlich gelassen. Zog man es mit der Mouse über den Desktop, konnte man damit immerhin schöne Muster malen. Mandalas der Verzweiflung.

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Disketten

Vergesst USB-Sticks und die Cloud! In den Neunzigern waren Disketten der letzte Schrei, um Daten zu sichern, bevor der Computer wieder einmal aus dem Nichts entschied, dramatisch abzustürzen. Die wurden dann sorgfältig von Hand beschriftet, bald aber abgelöst von der guten, alten CD-ROM.

Selbstgebrannte Mix-CDs

Ihr haben wir unzählige Stapel an selbst zusammengestellten Mix-CDs zu verdanken, für die wir in liebevoller Kleinarbeit sogar selbst Hüllen und Aufkleber designt und unter Ächzen unserer Drucker produziert haben. Egal ob der beste Freund Geburtstag hatte, man die Angebetete mit dem eigenen wohlfeilen Musikgeschmack beeindrucken wollte oder bloß neues Futter für den Discman brauchte, um sich bei der nächsten langen Autofahrt mit der Familie vor gemeinsam gekrächzten Liedern wie „Hoch auf dem gelben Wagen“ zu drücken – Mix-CDs hatten wir zu jedem Anlass parat. Aus Solidarität mit der Musikbranche sagen wir an dieser Stelle aber: Gut, dass die Zeiten, in denen wir wahllos Songs über LimeWire und mit ihnen sicher die eine oder andere Malware aus dem Internet gesaugt haben, Geschichte sind.

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Paint

Zum Glück gab es ja auch andere Möglichkeiten, sich am Computer kreativ auszutoben. Und das sogar ganz ohne Internet! Dank Paint haben viele von uns den kleinen Picasso in sich entdeckt, wobei Picasso beim Anblick dessen, was wir mit grellen Farben und Sprühdosen-Funktion damals fabrizierten, wahrscheinlich vor lauter Schock den Pinsel geschmissen hätte. Umsonst war die Paint-Erfahrung aber keineswegs. Immerhin können wir unsere rudimentären grafischen Skills jetzt an der Instagram-Community in unseren Storys auslassen.

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Pinball, Minesweeper, Freecell, Solitär

Und dann gab es da ja auch noch die paar obligatorischen Spiele, die zur Grundausstattung eines jeden 90er-Computers gehörten. Auch wenn wir abseits des PC wahrscheinlich jeden belächelt hätten, der uns erzählte, dass er rasend gerne mit sich selber Karten spielt, haben wir eine nicht unwesentliche Zeit damit verbracht, mit Freecell und Solitär Patiencen zu legen, Pinball zu spielen oder zu versuchen, dem Prinzip von Minesweeper auf die Schliche zu kommen – Hauptsache, man saß vorm Computer.

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Karl Klammer

Es gab also Vieles, womit uns unser Computer damals Freude bereitete. Und dann gab es Karl Klammer. Clippy hieß der animierte Assistent der Microsoft Office Versionen in der englischen Version. Er sah aus wie eine radioaktiv verseuchte Büroklammer mit Glupschaugen und der penetranten Attitüde eines Straßenwerbers. Eigentlich wollte er uns ja nur unter die Arme greifen, war dabei aber so verdammt hartnäckig, dass wir heute noch ein ungutes Gefühl bekommen, wenn wir Büroklammern verwenden. Danke, Karl.

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Chatbots

War die Leitung dann doch irgendwann wieder frei und wir konnten ins Internet, hatten wir eine diebische Freude daran, uns auf diversen Websites mit den Chatbots anzulegen oder sie in wirklich wirre Diskussionen zu verstricken. Wir erinnern uns dunkel daran, dass es auf uboot.com einen solchen Bot gab, der unseren Blödsinn sogar verdächtig lange konterte, bis sich die Diskussion irgendwann selbst ad absurdum führte. Die ideale Vorbereitung also auf so manche konfusen Diskussionen unter Facebook-Beiträgen, die uns heute unterkommen. Wer hätte das gedacht?

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Darf’s noch mehr Retro-Content sein? Wir erinnern uns liebevoll an die sozialen Medien unserer Jugend. Außerdem verraten wir euch, was Myspace und die Emo-Szene miteinander zu tun haben.

(c) Beitragsbild | Fredy Jacob | Unsplash

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