Endstation: Karlsplatz

Samstag, 27. Mai 2017 / Lesedauer: ca. 4 Minuten

Endstation: Karlsplatz

Samstag, 27. Mai 2017 / Lesedauer: ca. 4 Minuten

Wir haben uns einmal mehr auf den Weg gemacht und eine weitere Endstation erkundet. Kommt mit zum Karlsplatz und findet raus, was es dort für süße Lokale und tolle Attraktionen gibt. Am Blog haben wir einige unserer Eindrücke gesammelt und für euch aufbereitet.

von Luisa Lutter

Der Karlsplatz ist ein Ort für alle, hier findet jeder sein passendes Plätzchen. Ob man nun Straßenmusik machen möchte, auf der Wiese lernen oder lesen will, ein bisschen Abkühlung am Wasser sucht, Fussball spielen oder Kultur genießen mag, die Liste könnte ewig so weiter gehen…

Wer sich in der U-Bahnstation zurecht finden möchte, braucht etwas Übung und ein wenig Geduld. Hier führt eine Rolltreppe rauf, dort wieder eine hinab und von links und rechts zweigen Treppenaufgänge ab. Die Station ist auch unterirdisch mit der Oper verbunden. Lange Wege und viele Aus-und Eingänge sind die Folge. Der Karlsplatz ist eine wichtige Umsteigemöglichkeit für viele Leute täglich. Von hier aus gelangt man mit der U1, U2 und U4 in andere Bezirke Wiens.

Bevor wir uns richtig ins Getümmel stürzen, nehmen wir erst einmal das Café und Restaurant Resselpark in Augenschein. Es liegt sehr zentral und doch irgendwie versteckt, bzw. fügt es sich so gut ins Große-Ganze ein, dass man es kaum wahrnimmt. Hier sitzt es sich entspannt, mitten im Geschehen und man kann entspannt eine kleine Limonade oder auch einen guten Kaffee zur Stärkung trinken oder auch schon einen Happen essen, wenn einem danach ist. Dafür solltet ihr einen Blick auf die Mittagskarte werfen, diese gibt es ab 14 Uhr und versorgt euch wahlweise mit drei Menüs, wovon eins stets vegan ist. Die Schmankerl kosten je 6€ (Achtung! Solange der Vorrat reicht) und geöffnet ist zwischen 11-18 Uhr.

Im Anschluss geht es weiter, wir schlendern einmal entspannt über den Karlsplatz und gehen dabei auf einem der Wege entlang, die mitten durch das Grün führen. Wer ein Buch dabei hat oder eine andere feine Leselektüre, kann hier gut und gerne länger verweilen und unter einem der schattenspendenden Bäume, lesend, den Vormittag verbringen. Man trifft auf verschiedenste Gestalten. Manch einer kommt zum Lernen her, die TU befindet sich in unmittelbarer Nähe, ein anderer zum Jonglieren üben und wieder andere, weil sie Freunde treffen und ein Picknick veranstalten.
Dabei hat man stets einen Blick hin zur Karlskirche, die zwar teilweise durch das Grün verdeckt wird, aber dennoch gut zu erahnen und nebenbei sehr repräsentativ ist.

Der herrliche Barockdom ist ein beliebtes Fotomotiv und unverkennbar  das Herzstück des Karlsplatzes. Mit dem Panormalift kann man ganz bequem in die Kuppel hinauffahren und die weltberühmten Fresken von Michael Rottmeyr bestaunen. Unser Lieblingssakralbau wurde von Johann Bernhard Fischer von Erlach entworfen und gelangte unter dessen Sohn Joseph  zur Vollendung. Die Karlskirche wurde auf Grund eines Gelübdes während der schlimmen Pestepidemie erbaut und ist dem Heiligen Karl Borromäus gewidmet, welcher ein Mailänder Bischof war.
Der Eintrittspreis für Neugierige, die die Kirche nicht nur von außen bestaunen wollen, beträgt 8€ für Erwachsene. Studenten und Schüler kommen sogar für nur 4€ hinein. Geöffnet ist zwischen 9-18 Uhr und an Sonn – und Feiertagen ab 12 bis 19 Uhr.

Nicht nur bei Schlechtwetter bietet sich ein Besuch im Wien Museum an. Hier gibt es regelmäßig wechselnde Ausstellungen und spannende Einblicke. Zur Zeit befindet sich die Ausstellung von „Wien von oben“ in den Räumlichkeiten und wartet mit tollen Eindrücken auf – wie der Titel schon verrät- von oben. Ein besonderes Schmankerl ist zudem, dass es für alle unter 19 Jahren stets freien Eintritt in die Dauer -und Sonderausstellungen gibt und für alle, die älter sind, jeden ersten Sonntag im Monat der Eintritt kostenlos ist. Juhu! Hier geht es zur Homepage für weitere Infos.

Eine weitere, tolle Location, mit mexikanischem Einschlag, ist das Café Mendez. Hier hat man zu jeder Tages -und Nachtzeit einen herrlichen Blick auf die Karlskirche. Wir empfehlen einen Besuch am Abend, in Kombination mit einem feinen Cocktail von der Karte. Dann einfach Drink und Blick gleichzeitig genießen. Wunderbar! Hier bekommt ihr schon mal einen Vorgeschmack.

Noch mehr Kultur gefällig? Dann auf in die Kunsthalle. Auch zu dieser kommt ihr, dank einer Unterführung bei der Station, ohne oberhalb die Ampelphase abwarten zu müssen. Die Kunsthalle bietet euch spannende und kreative Ausstellungen an. Ihr müsst nur dem Adler, das Maskottchen der Kunsthalle, folgen. Aber Vorsicht! Am Karlsplatz befindet sich“nur“ der kleinere Ableger, der großen Kunsthalle am MQ.  Der Glaskubus kann aber auch einiges und ist immer einen Besuch wert! Gegenwartskunst und diverse internationale Diskurse geben sich hier eifrig die Hand. Geöffnet ist täglich von 11-19 Uhr und donnerstags von 11-21 Uhr. Mit 1000things gelangt ihr, um nur 2€, in die Ausstellung „How to live together“. Dabei geht es um allerlei Formen des Zusammenlebens. Neugierig geworden? Hier geht es zum Gutschein.

Nebendran befindet sich auch noch das Café Heuer. Ein schickes Lokal, das zu jeder Tageszeit viele Neugierige anlockt. Hier läuft stets gute Musik und es werden schmackhafte Limonaden ausgeschenkt. Außerdem gibt es den kleinen Garten, der jeden Besucher entzückt. Dieser wird vom Verein KarlsGarten gefördert. Der Verein kümmert sich um neue Schaugärten und versucht den Menschen ein Bewusstsein für Urban Gardening zu vermitteln. Ein Ort zum Verweilen, eine Begegnungsstätte und Raum für kreative Ideen. Ihr wisst, wo ihr uns findet.

Ab und an solltet ihr am Karlsplatz auch den Kopf nach unten drehen, um nicht nur all die tollen Dinge auf normaler Augenhöhe zu sehen, sondern auch die Feinheiten am Boden. In diesem Fall erfreuen uns gesprayte Sprüche. Wer bisher noch nicht genug Eindrücke für Instagram und Co. gesammelt hat, wird spätestens hier fündig. Wir sind der Meinung, dieses Motiv spiegelt das Feeling vom Karlsplatz sehr gut wieder. Oder?!

Wir wünschen euch auf jeden Fall  viel Freude vor Ort beim Entdecken!

Fotos: 1000things Redaktion / Luisa Lutter

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