Rafting Österreich

Wassersport: Was man in Österreichs Gewässern alles machen kann

Freitag, 27. Juli 2018 / Lesedauer: ca. 5 Minuten

Wassersport: Was man in Österreichs Gewässern alles machen kann

Freitag, 27. Juli 2018 / Lesedauer: ca. 5 Minuten

Am Wasser in der Sonne zu brutzeln, ist dir zu langweilig? Und im Wasser bloß ziellos vor dich hinzuplantschen, reicht dir nicht mehr? Dann bist du hier richtig! Wir haben dir ein paar coole Wassersportarten zusammengesucht, mit denen du Österreichs Gewässer unsicher machen kannst.

von Viktoria Klimpfinger

Splish, splash, we are taking a Bauchfleck! Grazile Turmspringer werden wir in diesem Leben wahrscheinlich nicht mehr. Aber deshalb bloß faul im Kinderbecken zu plantschen, ist für uns auch keine Option. Deshalb haben wir uns mal im gewässerreichen Österreich umgesehen, was man im Wasser eigentlich sonst noch so machen kann, außer fröhlich vor sich hinzuschrumpeln.

Rafting

Zwar sind wir, wie gesagt, keine grazilen Turmspringer, aber um Anmut geht’s beim Rafting zum Glück auch nicht. Sondern ums pure Überleben. Aber das Schlauchboot-Geschaukle auf reißenden Gewässern setzt neben Adrenalin auch noch jede Menge Endorphine frei. „Freelife“ organisiert unterschiedliche Rafting-Touren, wie zum Beispiel die Tour „Rafting Salza XL“: 23 Kilometer lang rauscht ihr die Salza hinab, immer wieder auch mit haarigen Passagen konfrontiert. Auf den letzten Kilometern führt die Tour durch die wunderschöne Palfauer Schlucht. Das Ganze dauert insgesamt ungefähr sechs Stunden und findet von April bis Oktober täglich statt. Pro Person zahlt ihr 85 Euro; für sieben Euro extra bekommt ihr bei der gemeinsamen Pause auch ein Lunchpaket. Wollt ihr euch die sieben Euro lieber sparen, könnt ihr euch übrigens auch eines von zuhause mitnehmen. Die komplette Ausrüstung wird vor Ort zur Verfügung gestellt. Die verkürzte Version der Tour dauert nur vier Stunden und kostet 58 Euro pro Person.

Treffpunkt: Gasthof Eschau in Palfau

Canyoning

Wenn ihr die Flussschluchten lieber mit euren Füßen durchwatet, schlummert in euch vielleicht ein kleiner Canyoning-Fan. Auch dafür hat „Freelife“ einige Touren im Angebot. Besonders spannend: „Canyoning Aqua Splash“. In der Nähe von Lackenhof am Ötscher in Niederösterreich habt ihr alles dabei, was zum Canyoning gehört: Rutschen, springen, abseilen. Wem die Sprünge von bis zu sechs Meter Höhe aber zu dramatisch sind, der kann sich natürlich auch hier abseilen. Im Canyon selbst verbringt ihr ungefähr drei Stunden, mit Transfer und Einführung dauert das Ganze an die fünf Stunden. Mitbringen müsst ihr nur Badebekleidung und stabile Turnschuhe, die nass werden dürfen. Die Tour findet von Ende April bis Ende Oktober täglich statt und kostet 69 Euro pro Person.

Treffpunkt: Gasthof Schützenwirt kurz vor Lackenhof am Ötscher

Canyoning Österreich

(c) FREELIFE Outdoorsport GmbH

Noch mehr unterschiedliche Canyoning-Touren findet ihr übrigens auch auf www.canyoning.at

Kajak

Ihr durchquert das wilde Wasser doch lieber im Boot, seid da aber eher Einzelkämpfer? Dann ab ins Kajak! Allround-Sportplattform „Freelife“ hat auch hier einiges zu bieten. Bei einem Schnuppertag für 85 Euro lernt ihr die Grundtechniken des Kajakfahrens im ruhigen Gewässer des Landler Badesees kennen. Das Ganze dauert ungefähr sechs Stunden und findet von Ende April bis Ende Oktober statt. Nächster Termin ist der 28.7.2018. Ab vier Personen könnt ihr euch einen beliebigen Termin aussuchen. Für 160 Euro könnt ihr einen zweitägigen Kajakkurs entweder für Anfänger oder für Fortgeschrittene machen. Die zu Beginn erlernten Techniken könnt ihr auf der brausenden Salza in die Tat umsetzen. Mitbringen müsst ihr nur eure eigene Badekleidung – und ein bisschen Mut.

Treffpunkt: Gasthof Eschau

Kanupolo

Den verspielten Aspekt des Wassersportelns bieten euch zahlreiche Kanupolo-Sessions in ganz Österreich. Ja, richtig gelesen: Wasserpolo in Kanus. Es gibt Vereine in Innsbruck, Graz, Salzburg, Wien und Ybbs, die alle auch Kurse und Schnuppertermine anbieten. Der Grazer Verein trainiert zum Beispiel jeden Mittwoch um 17:45 Uhr in Weinzödl bei der Mur. Jeden ersten Mittwoch im Monat gibt’s für Neugierige auch einen Schnupperkurs. Wenn ihr keine Vereinsmitglieder seid und trotzdem mitspielen wollt, kostet eine Einheit zehn Euro. Einsteiger müssen sich bis Dienstag um 18:00 Uhr per Mail anmelden. Mitzubringen sind Badesachen und Schuhe, die ihr im Kanu anziehen könnt – zum Beispiel alte Laufschuhe oder Sandalen.

Hier seht ihr, wie Kanupolo ungefähr aussieht:

Kanupolo EM 2013

Wellenreiten

Auch für’s Wellenreiten müsst ihr nicht mehr an die kalifornische Küste reisen. Ab August könnt ihr auch in Innsbruck am Inn das Surfboard schwingen. Drei surfbegeisterte Gründer haben nämlich eine Art Flaschenzug entwickelt, mit dem ihr 300 Meter flussaufwärts sliden könnt. Weil ihr dabei gezogen werdet, aber sich die Wendungen auf der gesamten Flussbreite angeblich anfühlen wie echte „Turns“, ist es eine Art Mischung zwischen Wakeboarden und Surfen, sagt Gründer Michael Strobel gegenüber dem ORF. Für Anfänger und Fortgeschrittene kosten die dreistündigen Kurse 45 Euro, für Profis 35 Euro. Die Gruppen sind auf maximal sieben Plätze beschränkt – für die Termine könnt ihr euch online anmelden. Und keine Sorge: Ich müsst weder euren eigenen Neoprenanzug noch euer Surfbrett mitbringen. Aber ein Handtuch und etwas zu trinken dabeizuhaben, wäre sicher nicht schlecht.

So sieht das Ganze schon mal in Zürich aus:

Windsurfen

Apropos Surfen: Windsurfen mit Brett und Segel könnt ihr mittlerweile wahrscheinlich auf so gut wie jedem größeren See in Österreich. Besonders gefeiert wird das Surfboard allerdings am Neusiedlersee beim alljährlichen Surf Cup. Hier könnt ihr zum Beispiel bei der Surfschule „Mission to Surf“ am Südstrand in Podersdorf lernen, wie man Wind und Wellen bezwingt. Die Einsteigerkurse dauern je nach dem, wofür ihr euch entscheidet, einen bis fünf Tage. Ein eintägiger Kurs kommt auf 69 Euro, ganze fünf Tage auf 259 Euro. Die Sessions beginnen immer um 10 Uhr. Dann trainiert ihr drei Stunden mit den Coaches. Das Material steht euch aber den Rest des Tages zum selbstständigen Üben zur Verfügung. Aber Achtung: Nur wenn ihr alle fünf Tage absolviert, könnt ihr am Schluss den weltweit anerkannten VÖWS-Windsurfgrundschein bekommen. Den braucht ihr nämlich, um euch selbstständig Material ausleihenzu können. Ein Surfboard inklusive Rigg kostet hier für einen ganzen Tag 50 Euro, für eine Stunde 15 Euro.

Kitesurfen

Wenn ihr nicht nur am Brett stehen, sondern damit abheben wollt, dann ist Kitesurfen wahrscheinlich euer Ding. Der Spaß ist zwar nicht billig, aber dafür sehr groß. Genauso wie der Achensee – der ist nämlich der größte See Tirols. Merkt ihr langsam, worauf wir damit hinauswollen? Richtig: Kitesurfen am Achensee! Ein Einsteigerkurs kostet in der Surfschule learn2kite für einen Nachmittag 110 Euro, für zwei 200 und für drei Nachmittage 270 Euro, genauso wie die Aufbaukurse. Am schnellsten geht das Eintauchen in die Surf-Action allerdings mit Privatstunden, die 80 Euro pro Stunde kosten. Leider sind die aber nur im Mai und Juni verfügbar.

Kitesurfen am Aachensee

Wasserski fahren und Wakeboarden

Im Sommer fehlen euch die weißen Pisten und die Hüttengaudi? Da müsst ihr leider durch. Pisten und Hütten haben wir hier zwar nicht für euch, aber dafür jede Menge Ski-Gaudi. Also Wasserski-Gaudi. Und Wakeboard-Gaudi. Auf vielen Seen in Österreich könnt ihr mittlerweile Pistenflitzer spielen, wie zum Beispiel auch am Wolfgangsee im Salzkammergut. Beim Sportcamp Raudaschl kostet ein Anfängerkurs – egal ob Ski oder Board – zum Beispiel 38 Euro. Zuerst haltet ihr euch an einer Stange fest, dann an einem kurzen und schließlich am langen Seil. Die tatsächliche Wasserski- oder Wakeboard-Einheit nach der Vorbereitung dauert 15 Minuten. Fortgeschrittene zahlen 2,50 Euro pro Minute oder 15 Euro pro Runde – oder nehmen sich gleich einen Zehnerblock für 140 Euro. Neoprenanzüge und Schwimmwesten bekommt ihr vor Ort. Badesachen und Handtücher solltet ihr selbst mitbringen.

#monoski #waterski #wolfgangsee #sportcampraudaschl

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Stand Up Paddling

Wer „Wassersport“ sagt, muss mittlerweile irgendwann auch „Stand Up Paddling“ sagen. Auf so gut wie jedem Gewässer floaten die Aufrecht-Surfer umher. Besonders schön ist das zum Beispiel auch in Wien auf der Alten Donau. Bei Flotus am Laberlweg 19 im 22. Bezirk könnt ihr euch für sechs Euro pro 30 Minuten ein Board ausborgen. Und wenn ihr euch nach einer halben Stunde langsam die Beine in den Bauch gestanden habt, könnt ihr aufs Stepper-Board wechseln. Ja, richtig gelesen: Flotus vermietet für neun Euro pro 30 Minuten auch Surfboard mit integriertem Stufensteig-Trainer für die Fitness-Junkies, die selbst beim Abschalten nicht wirklich abschalten können. Kleiner Tipp: Am 28. Juli 2018 findet das alljährliche Lichterfest auf der Donau statt. Das ganze Spektakel könnt ihr auch vom Wasser aus erleben. Aber bitte nicht mit Stepper-Board, das ruiniert die romantische Stimmung.

Ihr seid nicht so die Wasserratten? Wir zeigen euch, was man in Österreich außer Wasserpritscheln im Sommer sonst noch alles machen muss. Und was man sowieso immer machen muss, erfahrt ihr bei unseren To Do’s.

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