Rafting Österreich

Wassersport: Was man in Österreichs Gewässern alles machen kann

Freitag, 27. Juli 2018 / Lesedauer: ca. 5 Minuten

Wassersport: Was man in Österreichs Gewässern alles machen kann

Freitag, 27. Juli 2018 / Lesedauer: ca. 5 Minuten

Am Wasser in der Sonne brutzeln ist dir zu langweilig? Und im Wasser bloß ziellos vor dich hinplantschen reicht dir nicht mehr? Dann bist du hier richtig! Wir haben dir ein paar coole Wassersportarten zusammengesucht, mit denen du Österreichs Gewässer unsicher machen kannst.

von Viktoria Klimpfinger

UPDATE: Juli 2020

Splish, splash, we are taking a Bauchfleck! Grazile Turmspringerinnen und Turmspringer werden wir in diesem Leben wahrscheinlich nicht mehr. Aber deshalb bloß faul im Kinderbecken zu plantschen, ist für uns auch keine Option. Deshalb haben wir uns mal im gewässerreichen Österreich umgesehen, was man im Wasser eigentlich sonst noch so machen kann, außer fröhlich vor sich hinzuschrumpeln.

Rafting

Zwar sind wir, wie gesagt, keine grazilen Turmspringinkerln, aber um Anmut geht’s beim Rafting in Österreich zum Glück auch nicht. Sondern ums pure Überleben. Aber das Schlauchboot-Geschaukle auf reißenden Gewässern setzt neben Adrenalin auch noch jede Menge Endorphine frei. Freelife organisiert unterschiedliche Rafting-Touren, wie zum Beispiel die Tour „Rafting Salza XL“: 23 Kilometer lang rauscht ihr die Salza hinab, immer wieder auch mit haarigen Passagen konfrontiert. Auf den letzten Kilometern führt die Tour durch die wunderschöne Palfauer Schlucht. Das Ganze dauert insgesamt ungefähr sechs Stunden und findet von April bis Mitte Oktober täglich statt. Pro Person zahlt ihr 89 Euro; für sieben Euro extra bekommt ihr bei der gemeinsamen Pause auch ein Lunchpaket. Wollt ihr euch die sieben Euro lieber sparen, könnt ihr euch übrigens auch eines von zuhause mitnehmen. Die komplette Ausrüstung wird vor Ort zur Verfügung gestellt. Die verkürzte Version der Tour dauert nur vier Stunden und kostet 59 Euro pro Person. Verschiedene Rafting-Angebote gibt’s übrigens auch beim Kärntner Outdoor-Abenteuerpark CAM & COOL’S, in dem ihr beim Raften die rauschende Möll bezwingen könnt.

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Canyoning

Wenn ihr die Flussschluchten lieber mit euren Füßen durchwatet, schlummert in euch vielleicht ein kleiner Canyoning-Fan. Auch dafür hat Freelife einige Touren im Angebot. Besonders spannend: „Canyoning Aqua Splash“. In der Nähe von Lackenhof am Ötscher in Niederösterreich habt ihr alles dabei, was zum Canyoning gehört: Rutschen, springen, abseilen. Wem die Sprünge von bis zu sechs Meter Höhe aber zu dramatisch sind, der kann sich natürlich auch hier abseilen. Im Canyon selbst verbringt ihr ungefähr drei Stunden, mit Transfer und Einführung dauert das Ganze an die fünf Stunden. Mitbringen müsst ihr nur Badebekleidung und stabile Turnschuhe, die nass werden dürfen. Die Tour findet von Ende April bis Ende Oktober täglich statt und kostet 70 Euro pro Person.

Canyoning Österreich

(c) FREELIFE Outdoorsport GmbH

Noch mehr unterschiedliche Canyoning-Touren findet ihr übrigens auch auf www.canyoning.at

Kajak

Ihr durchquert das wilde Wasser doch lieber im Boot, seid da aber eher Einzelkämpferinnen und Einzelkämpfer? Dann ab ins Kajak! Allround-Sportplattform Freelife hat auch hier einiges zu bieten. Bei einem Schnuppertag für 90 Euro lernt ihr die Grundtechniken des Kajakfahrens im ruhigen Gewässer des Landler Badesees kennen. Das Ganze dauert ungefähr sechs Stunden und findet von Ende April bis Ende August statt. Ab vier Personen könnt ihr euch einen beliebigen Termin aussuchen. Für 170 Euro könnt ihr einen zweitägigen Kajakkurs entweder für Anfänger oder für Fortgeschrittene machen. Die zu Beginn erlernten Techniken könnt ihr auf der brausenden Salza in die Tat umsetzen. Mitbringen müsst ihr nur eure eigene Badekleidung – und ein bisschen Mut.

Kanupolo

Den verspielten Aspekt des Wassersportelns bieten euch zahlreiche Kanupolo-Sessions in ganz Österreich. Ja, richtig gelesen: Wasserpolo in Kanus. Es gibt Vereine in Innsbruck, Graz, Salzburg, Wien und Ybbs, die alle auch Kurse und Schnuppertermine anbieten. Der Grazer Verein trainiert zum Beispiel dienstags und donnerstags um 18 Uhr am Mariatroster Teich. Bitte unbedingt im Vorhinein anmelden. Neugierige können sich per Mail auch für einen Schnupperkurs einschreiben. Wenn ihr keine Vereinsmitglieder seid und trotzdem mitspielen wollt, kostet eine Einheit zehn Euro. Mitzubringen sind Badesachen und Schuhe, die ihr im Kanu anziehen könnt – zum Beispiel alte Laufschuhe oder Sandalen.

Hier seht ihr, wie Kanupolo ungefähr aussieht:

Kanupolo EM 2013
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Wellenreiten

Auch für’s Wellenreiten müsst ihr nicht mehr an die kalifornische Küste reisen. Auch in Österreich könnt ihr an mehreren Orten das Surfboard schwingen, wie etwa in Innsbruck am Inn. Drei surfbegeisterte Gründer haben nämlich eine Art Flaschenzug entwickelt, mit dem ihr 300 Meter flussaufwärts sliden könnt. Weil ihr dabei gezogen werdet, aber sich die Wendungen auf der gesamten Flussbreite angeblich anfühlen wie echte „Turns“, ist es eine Art Mischung zwischen Wakeboarden und Surfen, sagt Gründer Michael Strobel gegenüber dem ORF. Es werden dreistündige Kurse für Noobs und Fortgeschrittene angeboten. Die Gruppen sind auf maximal sieben Plätze beschränkt – für die Termine könnt ihr euch online anmelden. Und keine Sorge: Ich müsst weder euren eigenen Neoprenanzug noch euer Surfbrett mitbringen. Aber ein Handtuch und etwas zu trinken dabeizuhaben, wäre sicher nicht schlecht. Seit Mai könnt ihr übrigens auch in Ebensee auf der größten künstlichen Flusswelle Europas surfen.

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Windsurfen

Apropos Surfen: Windsurfen mit Brett und Segel könnt ihr mittlerweile wahrscheinlich auf so gut wie jedem größeren See in Österreich. Besonders gefeiert wird das Surfboard allerdings am Neusiedlersee beim alljährlichen Surf Cup (der heute leider aufgrund des Corona-Virus aufs nächste Jahr vertagt werden musste). Hier könnt ihr zum Beispiel bei der Surfschule „Mission to Surf“ am Südstrand in Podersdorf lernen, wie man Wind und Wellen bezwingt. Die Einsteigerkurse dauern je nach dem, wofür ihr euch entscheidet, einen bis fünf Tage. Ein eintägiger Kurs kommt auf 79 Euro, ganze fünf Tage auf 269 Euro. Die Sessions beginnen immer um 10 Uhr. Dann trainiert ihr drei Stunden mit den Coaches. Das Material steht euch aber den Rest des Tages zum selbstständigen Üben zur Verfügung. Aber Achtung: Nur wenn ihr alle fünf Tage absolviert, könnt ihr am Schluss den weltweit anerkannten VÖWS-Windsurfgrundschein bekommen. Den braucht ihr nämlich, um euch selbstständig Material ausleihen zu können. Ein Surfboard inklusive Rigg kostet hier für einen ganzen Tag 50 Euro, für eine Stunde 15 Euro.

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Kitesurfen

Wenn ihr nicht nur am Brett stehen, sondern damit abheben wollt, dann ist Kitesurfen wahrscheinlich euer Ding. Der Spaß ist zwar nicht billig, aber dafür sehr groß. Genauso wie der Achensee – der ist nämlich der größte See Tirols. Merkt ihr langsam, worauf wir damit hinauswollen? Richtig: Kitesurfen am Achensee! Ein Einsteigerkurs kostet in der Surfschule learn2kite für einen Nachmittag 120 Euro, für zwei 210 und für drei Nachmittage 290 Euro, genauso wie die Aufbaukurse.

Kitesurfen am Aachensee
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Wasserski fahren und Wakeboarden

Im Sommer fehlen euch die weißen Pisten und die Hüttengaudi? Da müsst ihr leider durch. Pisten und Hütten haben wir hier zwar nicht für euch, aber dafür jede Menge Ski-Gaudi. Also Wasserski-Gaudi. Und Wakeboard-Gaudi. Auf vielen Seen in Österreich könnt ihr mittlerweile Pistenflitzer spielen, wie zum Beispiel auch am Wolfgangsee im Salzkammergut. Beim Sportcamp Raudaschl kostet ein Anfängerkurs – egal ob Ski oder Board – zum Beispiel 38 Euro. Zuerst haltet ihr euch an einer Stange fest, dann an einem kurzen und schließlich am langen Seil. Die tatsächliche Wasserski- oder Wakeboard-Einheit nach der Vorbereitung dauert 15 Minuten. Fortgeschrittene zahlen 2,50 Euro pro Minute oder 15 Euro pro Runde – oder nehmen sich gleich einen Zehnerblock für 140 Euro. Neoprenanzüge und Schwimmwesten bekommt ihr vor Ort. Badesachen und Handtücher solltet ihr selbst mitbringen.

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Stand Up Paddling

Wer „Wassersport“ sagt, muss mittlerweile irgendwann auch „Stand Up Paddling“ sagen. Auf so gut wie jedem Gewässer floaten die Aufrecht-Surfende umher. Besonders schön ist das zum Beispiel auch in Wien auf der Alten Donau. Bei Flotus am Laberlweg 19 im 22. Bezirk könnt ihr euch für 13 Euro pro Stunde ein Board ausborgen. Und wenn ihr euch langsam die Beine in den Bauch gestanden habt, könnt ihr aufs Stepper-Board wechseln. Ja, richtig gelesen: Flotus vermietet für 18 Euro pro Stunde auch Surfboard mit integriertem Stufensteig-Trainer für die Fitness-Junkies, die selbst beim Abschalten nicht wirklich abschalten können.

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Ihr seid nicht so die Wasserratten? Wir zeigen euch, was man in Österreich außer Wasserpritscheln noch unbedingt erleben sollte. Und was man sowieso immer machen muss, erfahrt ihr bei unseren To Dos.

Welche Möglichkeiten für Badeurlaub es in Österreich so gibt, zeigen wir euch auf unserer neuen Sommer-dahoam-Seite.

(c) Beitragsbild | FREELIFE Outdoorsport GmbH

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