Programmpunkte Weihnachten

Wie man sich in Österreich die Wartezeit aufs Christkind vertreibt

Montag, 24. Dezember 2018 / Lesedauer: ca. 4 Minuten

Wie man sich in Österreich die Wartezeit aufs Christkind vertreibt

Montag, 24. Dezember 2018 / Lesedauer: ca. 4 Minuten

Es wird scho glei dumpa, es wird scho glei Nocht… Aber die Zeit, bis es endlich dumpa wird, fühlt sich am 24. Dezember oft wie eine Ewigkeit an. Nicht dieses Jahr! Wir haben ein paar Programmpunkte für euch, mit denen die Wartezeit aufs Christkind wie im Flug vergeht.

von Viktoria Klimpfinger & Pia Miller-Aichholz

Je mehr man sich auf etwas freut, desto langsamer scheinen die Minuten zu vergehen. Bestes Beispiel: Weihnachten! Besonders für die Kleinen ist das Warten aufs erlösende Klingeln des Christkinds eine mentale Zerreißprobe. Als Erwachsene wissen wir natürlich, dass wir nicht aufs Christkind warten. (Oh, und wenn ihr es nicht wusstet, dann wisst ihr’s jetzt. Sorry.) Aber auch wir werden zu Weihnachten gerne mal ungeduldig. Damit wir dieses Jahr nicht nervös mit den Beinen wippen und unsere Fingernägel mit unseren Zähnen attackieren müssen, haben wir hier ein paar Programmpunkte gesammelt, mit denen sich Groß und Klein die Wartezeit aufs Christkind am besten vertreiben.

Turmblasen

Ein Klassiker unter der weihnachtlichen Vorabend-Beschäftigung ist das traditionelle Turmblasen. Dabei tröten und posaunen Bläsergruppen stimmungsvoll vom Kirchenturm auf den Vorplatz herab. Sie spielen meist sowohl eigens komponierte „Turmmusik“ als auch beliebte Weihnachtslieder. Finden werdet ihr die Turmbläser im ganzen Land so gut wie überall, wo es Türme und Blasmusik-Gruppen gibt. Besonders stimmungsvoll ist das Ganze beispielsweise sicher in der Region Schladming-Dachstein, wo an mehreren Orten zwei verschiedene Truppen aufspielen.

Schneemänner bauen

Ob es weiße Weihnachten geben wird oder nicht, ist jedes Jahr aufs Neue ein Glücksspiel. Alle, die das Glück haben, ihren Weihnachtsabend umgeben von dicken Schneedecken zu feiern, können sich am Nachmittag damit ein wenig von der wachsenden Ungeduld ablenken: Wie wär’s mal wieder mit einem Schneemann? Bloßes Kugelrollen und –stapeln ist euch zu fad? Wir heben das Ganze aufs nächste Level: Am Blog haben wir ein paar Inspirationen für ausgefallene Schneemann-Styles für euch. Und für alle, bei denen es sich mit den weißen Weihnachten temperaturtechnisch doch nicht so ganz ausgeht, noch ein kleiner Tipp: Mit Marshmallows, Lebensmittelfarbe und ein bisschen Fantasie lassen sich kleine Schneemann-Alternativen basteln. Und die schmecken sogar im Kakao ganz gut.

 

Tiergärten besuchen

Der Legende nach fangen in den Rauhnächten, zu denen die Nacht auf den 25. auch zählt, die Tiere um Mitternacht zu sprechen an. Wer nicht so lange warten will, kann ja schon am 24. am Nachmittag ein bisschen vorfühlen und schon mal Kontaktdaten austauschen, falls der eine oder andere Vierbeiner in der Nacht sein ausgeprägtes Redebedürfnis entdeckt. Und damit ihr euch nicht extra auf die Lauer nach neuen, felligen Kontakten legen müsst, könnt ihr das ganz einfach in vielen Tiergärten im ganzen Land erledigen. In Linz ist etwa von 10:00 bis 13:00 Weihnachten im Zoo. Und die Kids können sich sogar mit einem tierischen Bastelprogramm die Zeit vertreiben. Auch im Salzburger Zoo kann man von 11:00 bis 15:00 Uhr gemeinsam „Warten aufs Christkind“ und bei den Weihnachtsfütterungen zusehen. Immerhin haben auch unsere flauschigen Freunde das Recht auf ein gepflegtes Weihnachtsschlemmen! In Wien können die Kleinen im Tiergarten Schönbrunn von 9:00 bis 16:00 Uhr die Fütterungen bestaunen und in der ORANG.erie noch ein paar letzte Weihnachtsgeschenke basteln.

Basteln

Apropos Basteln: Dafür muss man natürlich nicht eigens in den Zoo gehen. Das geht auch locker zuhause. Und wie vertreibt man sich die Wartezeit besser als indem man die Finger beschäftigt und den Geist konzentriert hält? Egal ob häkeln, stricken, kleben oder schnipseln – beim Basteln leuchten große und kleine Kinderaugen. Und damit schlagen auch alle verpeilten Weihnachtselfen zwei Dinge mit einer Klappe: Falls ihr noch das eine oder andere Päckchen braucht, haben wir am Blog ein paar Tipps für coole DIY-Geschenke für euch.

Christkindlmärkte besuchen

Ein paar Christkindlmärkte haben auch am 24. Dezember noch geöffnet. In Wien sind das der auf dem Rathausplatz, der vor dem Schloss Belvedere und der in Schönbrunn. Im Burgenland kann man am Weihnachtstag noch in der Eisenstädter Fußgängerzone von Stand zu Stand schlendern. In Niederösterreich haben in Wiener Neustadt, Baden und Krems noch Märkte geöffnet. In Oberösterreich sind zu Weihnachten der Adventmarkt in Linz, in Wels und die Schärdinger Lichtspiele geöffnet. In Salzburg erwarten euch der Christkindlmarkt am Salzburger Domplatz, der am Mirabellplatz, der in den Sternarkaden und der Adventzauber im Schloss Hellbrunn, sowie auch ein Christkindlmarkt am Gut Aiderbichl und in Oberndorf. In der Steiermark könnt ihr euch das Warten auf das Christkind auf den Märkten auf dem Hauptplatz in Graz und bei der Schladminger Bergweihnacht versüßen. In Kärnten haben noch in der Altstadt von Villach und in Völkermarkt Weihnachtsmärkte offen. In Tirol stapft ihr am Montag noch in Hall in Tirol, in Kitzbühel, in Seefeld, in St. Johann, in Lienz und in Innsbruck am Marktplatz und in der Maria-Theresien-Straße durch verschneite Weihnachtsdörfer. Aber auch in Vorarlberg warten noch stimmungsvolle Christkindlmärkte auf euch, und zwar in Bludenz, Feldkirch und Montafon.

Krippen anschauen

Etwas, wozu während der hektischen Vorweihnachtszeit häufig zu wenig Zeit ist, ist Krippen anschauen zu gehen. In ganz Österreich gibt es wunderschöne Miniatur-Szenerien, die man minutenlang betrachten kann, bis man auch das letzte Lämmchen entdeckt hat. Im oberösterreichischen Ort Christkindl gibt es gleich zwei zu sehen: Im Pfarrhof stehen eine mechanische Lindenholz-Krippe und die sogenannte Pöttmesser-Krippe, die mit über 700 Figuren auf 58 Quadratmetern eine der größten der Welt sein soll – beide aus dem 20. Jahrhundert. In der Krippe der Wiener Minoritenkirche spielt sich unter Sternenhimmel so einiges ab. Ein paar Figuren bewegen sich sogar. Auch sonst gibt es in vielen Kirchen Österreichs hübsche Krippen zu sehen. Eine ganz andere Art von Krippe wird jährlich in Graz geschaffen. Aus 50 Tonnen Eis formt jedes Jahr ein anderer Künstler bis zu drei Meter hohe Figuren. Das Eiskunstwerk kann im Landhaushof bestaunt werden.

Spiele-Nachmittag veranstalten

Wer kennt das nicht: Spiele-Abend mit Freunden, und plötzlich ist es drei Uhr Früh. Wenn etwas Spaß macht, verfliegt die Zeit. Ein Spiele-Nachmittag mit Familie oder Freunden ist deshalb auch eine schöne Weise, auf das Christkind zu warten. Weihnachten ist der perfekte Zeitpunkt, um einmal wieder alle Gesellschaftsspiele aus dem Kasten zu holen – außer natürlich, ihr mögt Gesellschaftsspiele gar nicht. Dann empfehlen wir anderer Spiele-Klassiker, wie „Wer bin ich?“ oder Scharade, aber natürlich in einer Weihnachtsedition. Und spielt bloß nicht Risiko oder Mensch ärgere dich nicht, denn dann sind nicht nur der Haussegen, sondern auch Weihnachten in Gefahr.

Spazieren gehen mit gemütlichem Finish

Manchmal sind die schönsten Dinge jene, die ganz simpel sind. Zum Beispiel, auf einem ausgedehnten Winterspaziergang den Gedanken ihren Lauf zu lassen, die Frischluft zu genießen und sich über Gott und die Welt zu unterhalten. Und danach, wenn man wieder zurück im kuschelig Warmen ist, darf natürlich eine heiße Schokolade mit Schlagobers nicht fehlen.

Wie auch immer ihr den 24. Dezember verbringt, wir wünschen euch einen wunderschönen Weihnachtstag und ein schönes Fest!

Wir versorgen euch natürlich auch über die Feiertage mit unseren To Dos, Reportagen und geben unseren Senf zu Themen, die uns beschäftigen. Wenn ihr nichts verpassen wollt, schicken wir euch gerne über Whatsapp ein tägliches Update durch.

Beitragsbild: (c) Photo by Arun Kuchibhotla on Unsplash

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