10 Dinge, die du nur verstehst, wenn du in Österreich gelebt hast

Dienstag, 13. September / Lesedauer: ca. 3 Minuten

10 Dinge, die du nur verstehst, wenn du in Österreich gelebt hast

Dienstag, 13. September / Lesedauer: ca. 3 Minuten

Wir kaffeetrinkenden, sachertortessenden, den ganzen Tag lederhosentragenden Österreicher haben so unsere ganz eigene Lebensweise. Hier stellen wir euch 10 Dinge vor, die  man nur verstehen (und lieben) lernt, wenn man einige Zeit in unserem schönen Land gelebt hat.

von Lisa Panzenböck

Weil es so viele Dinge gibt, die einfach typisch für unser schönes Land sind, präsentieren wir euch hier ein Best-Of der Sachen, die man nur kennt, wenn man in Österreich gelebt hat. Los gehts, sammas?

1. Jo eh!

Ihr wisst doch was ich meine, oder? Jo eh…! Naja oder eben nicht. Wenn du in Österreich „jo eh“ sagst – oder noch schlimmer: es gesagt bekommst – ist das nahezu der bundesweite Code für „Ich verstehe was du mir damit sagen willst, es ist mir aber recht herzlichst egal.“ Vielleicht werde ich deinen Vorschlag irgendwann mal umsetzen, aber eigentlich war das gerade nicht das, was ich hören wollte.  Ein Klassiker der Verständigung unter Einheimischen!

Österreich gelebt

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2. Titel sind wichtig

Land der Titel, Land am Strome! In kaum einem anderen Land ist es so wichtig bei Andreden, Einladungen, in Gesprächen, ja vielleicht sogar an der Supermarkttheke, die Menschen mit ihrem Titel anzusprechen. Fakt ist: Herr und Frau Österreicher sind – natürlich zu Recht – verdammt stolz auf ihre Titel und zeigen das auch gerne bei jeder Gelegenheit. Also bitte: Nachdem die Wunde der nachgestellten Titel mittlerweile halbwegs verheilt ist, vergesst sie nicht bei der Anrede, sofern ihr euch keine Feinde machen wollt. Diese fast schon titelgeile Art ist garantiert ein Phänomen, dass man nur kennt, wenn man einige Zeit in Österreich gelebt hat.

3. Gegessen wird um 12!

Wenn man zu Oma Mittagessen fährt oder der Einladung zum Sonntagsessen in einem Restaurant nachgeht, dann trifft man sich nicht etwa gegen 14, oder 15 Uhr, sitzt erst mal gemütlich beisammen und speist demnächst, denn: Um zwölfe wird gess’n! Man trifft sich bereits um halb 12, und wenn um 12 nichts zu essen am Tisch steht, ja dann können wir ganz schnell launisch werden!

Het Schnitzelparadijs

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4. Wir lieben unsere Schistars

Nach der 7. großen Kristallkugel in dieser Saison hat Marcel es einmal mehr bewiesen: Er ist schlichtweg eine Klasse für sich! Nichts vereint unsere Nation so sehr wie die Liebe zum Schifahren. Ganz egal ob wir es selbst praktizieren, oder generell gerne Sport machen: Wir alle lieben Schifahren-Schauen und fiebern mit unseren Athleten mit. Das vermutlich nicht zuletzt, weil es kaum etwas besseres gibt, als während der Weltcup Zeit mit Familie und Freunden, guten Snacks und Jogginghose unserem Marcel beim Siegen zuzuschauen. Wir drücken natürlich auch Manuel Feller, Anna Veith und allen anderen österreichischen Schistars die Daumen und freuen uns bereits jetzt schon auf die nächste Saison!

5. Der Sonntag ist heilig

In anderen Ländern kann 24 Stunden an 7 Tagen die Woche eingekauft werden, doch das ist bei uns nicht so, denn am Sonntag haben Einkaufszentren und Supermärkte im Regelfall geschlossen – und das ist auch gut so! Wenn man gerade erst nach Österreich gezogen ist, mag das vielleicht ein bisschen ungewohnt sein, jedoch ist diese limitierte Einkaufsmöglichkeit ganz normal, wenn man bereits länger in Österreich gelebt hat. Unsere Sonntage verbringen wir oftmals gerne mit der Familie, machen Ausflüge, oder lassen es uns einfach Zuhause gutgehen. Und sollten alle Stricke reißen, gibt es ja auch noch Erstversorger mit täglichen Öffnungszeiten, wie zum Beispiel den Billa am Praterstern.

nicht mehr gerne ausgehen

(c) unsplash / gemeinfrei

6. Kartoffeln sind Erdäpfel

… Und Tomaten sind Paradeiser! Wir verstehen zwar ganz genau, was mit den Standard-Deutschen Begriffen gemeint ist, aber in Österreich spricht man österreichisches Deutsch, oder wie wir es nennen: Österreichisch!

7. Sonntag Abend: Tatort

Von MA2412, über Kaisermühlen Blues, bis hin zu Der Bulle von Tölz: Unsere Serien sind Kult und allen voran Tatort! Sonntag, 20.15 wird ORF 2 geschaut, komme was wolle! Schließlich ist die Fernseh-Kriminalreihe die am längsten laufende im gesamten deutschsprachigen Raum. Wusstet ihr übrigens, dass ihr den Krimiklassiker jeden Sonntagabend gratis im Wiener Schikaneder zusammen mit anderen Fans anschauen könnt? Was für eine tolle Idee.

classy sunday 🎬 #Tatort

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8. I Am From Austria

Und wann ihr woits a ganz allan: I am from Austria! Jeder kennt sie, (nicht ganz) jeder liebt sie – unsere inoffizielle Nationalhymne. An dieser Stelle: Danke Rainhard Fendrich für deinen Hit, der sich tief in unsere Herzen gebrannt hat, den alt und jung mitsingen können und der (nicht nur beim Apès-Ski) stets für eine Wahnsinnsstimmung sorgt. Vermutlich jeder, der länger in Österreich gelebt hat, kann ihn auswendig mitgröllen. Hier die Live-Version:

9. Süßes als Hauptspeise

… ist völlig normal! Vom Kaiserschmarrn mit Zwetschkenröster, über Germknödel mit Vanillesauce, bis hin zu Marmelade-Palatschinken: Fast nichts schmeckt uns so gut wie unsere traditionellen Süßspeisen! Und die essen wir nun mal gerne als Hauptgericht, nicht bloß als Nachspeise.

10. Wien ist anders

Unter uns Österreichern haben die Wiener leider nicht unbedingt den besten Ruf, da sie oft als „angfress’n“ und „grantig“ bezeichnet werden. Manche sprechen gar von „einem Volk für sich“. Aber geh… Des stimmt jo gor ned! Wir Wiener sind sehr wohl gut gelaunt und freundlich. Wie sollte man denn sonst in der lebenswertesten Stadt der Welt gesinnt sein? Und außerdem: Auch wenn Karl Merkatz uns keine neuen Geschichten mehr liefert, geht ein echter Wiener einfach nicht unter!

österreich gelebt

(c) Clara Amenitsch

Na, wollt ihr noch mehr über „typisch Österreich“, beziehungsweise „typisch Wien“ lesen? Hier geht’s weiter zu Sätzen, die jeder in Wien und  Dingen, die jeder, der am Land aufgewachsen ist, kennt.

Beitragsbild Facebook: (c) https://www.facebook.com/smoonr/

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