Roadtrip Wachau

Ein Roadtrip durch die Wachau

Donnerstag, 16. Juli 2020 / Lesedauer: ca. 5 Minuten

Ein Roadtrip durch die Wachau

Donnerstag, 16. Juli 2020 / Lesedauer: ca. 5 Minuten

Manchmal würden wir am liebsten ins Auto steigen und ins Blaue fahren. Oder ins Grüne. Oder in beides. Das geht besonders in der schönen Wachau sehr gut. Denn zwischen satten grünen Hügeln und der schönen blauen Donau kurvt es sich hier besonders gut dahin.

von Sabrina Luger

Einen Tag aus der Realität verschwinden? Wie im Märchen in Weinbergen spazieren und Burgen erklimmen? Dabei in Riesling, Marillen und Brettljause untergehen? In der Wachau geht nicht nur dies oder das oder doch das andere – sondern alles auf einmal. Schon ein Tag reicht aus, um das Flair der überwältigenden Natur und Kultur des Donautals zu spüren. Also packt eure Freundinnen und Freunde ins Auto und ab geht der Roadtrip durch die Wachau. Wir haben uns schon mal angesehen, was es on the road so alles zu erleben gibt. Packt auf jeden Fall eine Picknick-Decke ein und lasst schon mal die Roadtrip-Playlist warmlaufen. Eine kleine Anmerkung noch zur Orientierungshilfe: In der Wachau – und in diesem Text – werden Orte oft mit „rechts“ oder „links“ von der Donau angegeben. Dabei ist die rechte Seite die südliche und die linke Seite die nördliche.

Dürnstein

Schon sitzt ihr im Auto, die Fenster sind offen, die Musik ist laut. Ihr fahrt die Donau entlang und seht rechts und links das, was im Mittelalter mächtige Festungen waren. Auf der linken Seite der Donau ist die Ruine Dürnstein auf jeden Fall einen Besuch wert. Ein Spaziergang hinauf dauert etwa 20 Minuten und der Ausblick ist traumhaft. Eintritt muss man für den Zugang zu den Gemäuern keinen zahlen. Die Ruine ist besonders deshalb bekannt, weil einst Richard Löwenherz, der König von England, hier eingesperrt war, bis ihn sein tapferer Freund und Minnesänger Blondl fand und England ihn freikaufte. Das mittelalterliche Flair der Ruine ist auch in der Stadt Dürnstein selbst noch stark spürbar.

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Wandern am Vogelbergsteig

All jene, die etwas sportlicher unterwegs sind und einen der besten Panoramablicke auf die Wachau haben möchten, sollten definitiv eine Wanderung entlang des Vogelbergsteigs bei Dürnstein in ihre Liste aufnehmen. Die nicht ganz drei Stunden lange Wanderung ist zwar nicht besonders schwer, man sollte sie aber aufgrund der steilen Abschnitte doch nicht unterschätzen. Festes Schuhwerk und genügend zu trinken sind ein Muss. Den gesamten Aufstieg lang hat man die Ruine Dürnstein im Blick, die man im letzten Drittel der Wanderung auch erreicht. Ein sehenswerter Aussichtspunkt ist die Kanzel. Auf rund 550 Höhenmetern hat man einen äußerst weiten Blick in das Donautal.

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Ruine Aggstein

Auf der rechten Seite der Donau befindet sich die Burgruine Aggstein. Oben angekommen reicht der Blick bis nach Melk und an klaren Tagen sogar weiter bis zum Ötscher. Rauf zur Ruine kommt man sogar mit dem Auto, genügend Parkplätze sind vorhanden. Im Gegensatz zur Ruine Dürnstein ist Aggstein noch besser erhalten und zum Teil auch barrierefrei besuchbar. Verschiedene Führungen bringen die Geschichte der historischen Gemäuer näher und in der Taverne könnt ihr euch zünftig stärken, bevor es wieder ab auf die Straße geht. Der Eintritt liegt hier bei rund acht Euro.

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Stift Melk

Und schon reisen wir vom Mittelalter in die Barockzeit. Die Stadt Melk begrenzt die Wachau im Westen und liegt am rechten Donauufer. Bereits von Weitem zeichnet sich das Wahrzeichen der Stadt ab, nämlich das barocke Stift Melk, dessen Form übrigens der eines Schiffes ähneln soll. Seine Bibliothek und der Marmorsaal sind weltweit bekannt, der Garten mit dem Pavillon und dessen exotischen Fresken lassen einen glauben, man sei in mediterraneren Gefilden. Führungen durch das Stift kosten etwas, die Innenhöfe und die Kirche kann man aber auch gratis besuchen.

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Benediktinerstift Göttweig

Das Benediktinerstift Göttweig, ebenso auf der rechten Seite der Donau, thront am östlichen Rand der Wachau über dem Donautal. Wenn man es nur kurz besuchen möchte, dann ist besonders die Terrasse des Stiftsrestaurants sehenswert. Hier bekommt man den Kaffee bei bestem Ausblick serviert.

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Picknick in den Weinbergen

Eine der vielen Besonderheiten, die die Wachau prägen, ist das pannonische, also trockene und warme Klima, das perfekt für den Anbau von Wein geeignet ist. Wer gerne im Freien jausnet, sollte deshalb eine Decke und etwas zu essen einpacken und die Chance nutzen, in den malerischen Weingärten zu picknicken. Besonders zwischen Dürnstein und Krems bieten sie einen wundervollen Blick auf die Donau. Vereinzelt gibt es auch Bänke und Tische, auf denen ihr es euch gemütlich machen könnt.

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Abstecher zum Heurigen

Was wäre schon ein Ausflug in die Wachau, ohne bei einem Heurigen einzukehren? Wenn man die Donau entlangfährt, reiht sich einer nach dem anderen auf. Besonders typisch sind Riesling und Grüner Veltliner, aber auch ein paar Rotweine werden in der Wachau angebaut. Am besten fragt ihr den Kellner oder die Kellnerin nach der Empfehlung des Hauses. Oft gibt es auch einen exzellenten Hauswein. Was das Essen anbelangt: Mit einer Brettljause wählt ihr nicht nur eine traditionelle Speise, sondern kommt auch kulinarisch voll auf eure Kosten. Käse und Wurst stammen für gewöhnlich aus der Region und viele Heurigen bieten auch vegane Optionen an. Am besten informiert ihr euch im Vorhinein über die Auswahl.

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Marillen überall

Was wäre die Wachau ohne ihre Marillen? Die schmecken hier angeblich so wie sonst nirgends. Die Wachauer Städte locken mit „Bsoffenen Marillen“, also Marillen, die in Alkohol eingelegt sind, und an den Landstraßen werden die Früchte frisch gepflückt in Körben verkauft. Heuer sieht es aber leider schlecht für die Wacher Marille aus. Der späte Frost hat den berühmten Früchten schwer zugesetzt. Man geht von einem rund 90-prozentigen Ausfall aus. Auch der alljährliche Spitzer Marillenkirtag wird dieses Jahr nicht stattfinden. Aber deshalb muss der Marillengenuss bei eurem heurigen Roadtrip nicht zu kurz kommen. In den Gaststätten gibt es dennoch die traditionellen Marillenknödel, kleine Geschäfte in der Wachau verkaufen regionale Marillenschnäpse, Marmeladen und andere konservierte Köstlichkeiten. Und am Wochenende von 17. bis 19. Juli gibt es in der Kremser Altstadt einen Pop-Up-Marillenmarkt, bei dem ihr die Traditionsfrucht trotz Ernteverlusten verkosten könnt.

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Baden in der Donau

Während der Autofahrt entlang der Donau werdet ihr auch einige Menschen baden sehen. An heißen Tagen bietet sich eine kleine Schwimmpause besonders an. Dabei kann man nicht einfach überall in die Donau hüpfen – die Strömung ist hier einfach zu stark. Es gibt aber viele Stein- und Sandstrände, die sich perfekt für einen Sprung ins kühle Nass eignen. Besonders schön ist auch das Naturbad Kuenringer etwas außerhalb von Dürnstein. Das in Niederösterreich einzige vollbiologische Bad ist selbstreinigend. Das bedeutet, es kommt ganz ohne Chlor oder andere Chemikalien aus. Auf Holzstegen und schattigen Platzerln findet ihr bestimmt den optimalen Liegeplatz in der kleinen Naturoase.

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Spaziergang durch die Kremser Altstadt

Zum Abschluss des Roadtrips ist es empfehlenswert, auch noch Krems an der Donau zu besuchen. Die charmante Altstadt lädt zum Flanieren ein. Bei einem Kaffee oder einem Eis könnt ihr den Tag hier ruhig ausklingen lassen. Besonders bekannt ist das Steiner Tor, aber auch die Ausstellungen entlang der Kunstmeile Krems sind empfehlenswert. Stärken könnt ihr euch abschließend etwa noch im 2Stein bei kreativen Burgern, bevor es von hier aus auch schon wieder ab auf die Autobahn und nach Hause geht – oder gleich weiter zum nächsten Roadtrip, das überlassen wir natürlich euch.

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Jetzt würdet ihr am liebsten gleich ins Auto hüpfen? Wir haben noch ein paar Roadtrips durch Österreich für euch. Wenn ihr gerne etwas länger on the road seit, können wir euch die Campervans von MyVanture sehr empfehlen. Mehr Inspirationen für euren Sommerurlaub in Österreich findet ihr auf unserer Sommer-dahoam-Seite.

(c) Beitragsbild | Viktoria Klimpfinger | 1000things

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