Fotoschau "Gegen das Vergessen"

Viktoria Klimpfinger vom 08.05.2019
Porträts von NS-Überlebenden, die sich gegen das Vergessen wehren.

Der Wiener Heldenplatz ist ein historischer, symbolträchtiger Ort. Seit dem Ende des Ersten Weltkrieges dient er als Platz der Kundgebungen. Ein Ort, an dem Adolf Hitler auch den „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich verkündete. Einige der Opfer der Nazi-Gräuel kehren nun, 74 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs, an eben diesen Platz zurück. Als Mahnmal gegen den Faschismus.

Porträts von NS-Überlebenden

Der deutsch-italienische Fotograf Luigi Toscano zeigt seine Fotoschau „Gegen das Vergessen“ am Zaun des Wiener Burgrings. Dabei handelt es sich um zwei Meter hohe Porträts von Menschen, die vom NS-Regime verfolgt wurden und überlebt haben. Seit 2015 reist Toscano umher, um jene Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zuhause zu besuchen, mit ihnen über ihre Erinnerungen an den Holocaust zu sprechen, und sie schließlich abzulichten.

Wanderausstellung zu Gast in Wien

Zu Gast waren die Bilder bereits in der Ukraine, in Deutschland und in den USA. Bis 31. Mai 2019 sind sie nun am Wiener Heldenplatz zu sehen.

Gegen das Vergessen
Drei Porträts der Fotoschau. (c) 1000things Redaktion / Lisa Oberndorfer

Übrigens feiert Österreich am 8. Mai 2019 wieder das traditionelle Fest der Freude, um dem Ende des Zweiten Weltkriegs zu gedenken. Um 19.30 Uhr gibt’s am Heldenplatz zahlreiche Reden und ein Gratis-Konzert der Wiener Symphoniker.

Wenn ihr euch noch intensiver der Zeitgeschichte widmen wollt, könnt ihr eine Führung durch einen ehemaligen Luftschutzbunker des Zweiten Weltkriegs machen. Außerdem findet ihr bei uns noch viele andere To Do’s.

(c) Beitragsbild | Lisa Oberndorfer | 1000things