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10 Dinge, die du nur kennst, wenn du an der Uni Wien studierst

Mittwoch, 22. März 2017 / Lesedauer: ca. 7 Minuten

10 Dinge, die du nur kennst, wenn du an der Uni Wien studierst

Mittwoch, 22. März 2017 / Lesedauer: ca. 7 Minuten

Die Uni Wien ist mit derzeit über 94.000 Studierenden die größte Hochschule in Österreich und eine der größten Universitäten in Europa. Dass einem jedoch an der 1365 gegründeten Uni so allerlei an Eigenheiten begegnen, die wohl jeder Studierende kennt, präsentieren wir euch in diesem Blogbeitrag in unserem Best Of.

von Marie Amenitsch & Lisa Panzenböck

Unsere Alma Mater Rudolphina ist weit über die Wiener Grenzen hinaus bekannt, weswegen wir uns gedacht haben, euch in einem eigenen Artikel Dinge vorzustellen, die nur Studierende der Uni Wien kennen.

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(c) 1000things Redaktion / Lisa Panzenböck

Wartelistenplatz: 357

Jedes Jahr aufs Neue beginnt zu Semesterbeginn das große Beten und Hoffen, einen Seminar- oder Kursplatz zu ergattern, den man für ein erfolgreiches Absolvieren seines Studiums benötigt. Dumm nur: für eine für z.B. 35 Studierende zugelassen Lehrveranstaltungen gibt es oft das vierfache an Anmeldungen. Vor allem dann, wenn es einer dieser Kurse ist, der nur einmal im Jahr und nicht jedes Semester angeboten wird. Wie die Zuweisung dieser Plätze funktioniert, haben wir bis zum Ende unseres Studiums eigentlich nie so wirklich kapiert. Fest steht jedoch, wird kein Platz ergattert, hilft meist auch ein bittendes Email an den Leiter der LV nich: „Kommen Sie zur ersten Einheit der Lehrveranstaltung, vielleicht kommen einige KollegInnen nicht und sie rücken auf der Warteliste weiter nach vorne“ . Ja, das wird mit Wartelisten-Platz 357 sicherlich der Fall sein…

Überaus praktische Sitzreihen

Einige der Hörsäle unserer teils architektonisch höchst beeindruckenden Alma Mater sind wahrlich eine Augenweide, da ihre alte Bauweise samt Stuck, Deckenwölbung und einer großzügigen Portion Charme ein sehr zum Studieren motivierendes Flair versprühen. Dann gibt es da auch noch Hörsäle in den Gebäuden der Uni Wien, die weder lässig-modern, noch stilvoll-alt, sondern einfach so richtig heruntergekommen (inklusive Kaugummis unter den Tischen) sind. Der Großteil von ihnen hat allerdings ein besonders spannendes Phänomen gemein: Das Nichtmitdenken bei der Konstruktion der Sitzreihen. Wie sonst würde man einen Hörsaal gleich wie ein Kino anlegen mit dem überaus praktikablen Faktor, dass man entweder die 10 Leute links, oder die 15 Leute rechts von einem sitzend durch sein Aufstehen mit häufigem „Tschuldigung, tschuldigung“ und auf die Zehen treten stört?

Besonders angenehm ist dieses clevere „wie-die-Hühner-auf-der-Stange-Sitzanordnung“ auch dann, wenn man gerade eine Prüfung schreibt, besonders schnell fertig ist und nun gerne den Hörsaal verlassen möchte. Ein Ding der (quasi) Unmöglichkeit, ohne einige andere Studierende bei der Prüfung dank des Durchquetschens zu stören. In solchen Sitzreihen im Kino kriegt man wenigstens Unterhaltung geboten!

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Probleme mit univis, u:space, moodle…

Ein jeder, der auf der Uni Wien studiert, wird schon in der ersten Einführungsveranstaltung mit dem wunderbaren „studentenfreundlichen“ (not!) Service von univis und moodle konfrontiert. Es könnte doch alles so einfach sein und die Idee hinter den Plattformen ist sicherlich famos, dumm nur, dass univis genau dann spinnt, wenn man sich für eine LV anmelden möchte, oder auf moodle Wartungsarbeiten herrschen, wenn man gerade seine Seminararbeit (natürlich zum letztmöglichen Termin) hochladen sollte. Und ganz ehrlich: Wer hat es eigentlich geschafft, sich Leistungen via univis so umzuordnen, das sie auch richtig angerechnet werden können?
Den Umstieg auf den neueren u:space-Dienst haben wahrscheinlich auch viele nicht wirklich kapiert, was wir auch aus eigener Erfahrung bestätigen können.

Bürokratisches Desaster

Einer der Auslöser, diesen Artikel letztlich zu schreiben ist eine kleine Anekdote unsererseits, verbunden mit dem bürokratischen Dschungel der Universität Wien. Ich stelle mir meinen Semesterplan zusammen, lege mir der Einfachheit halber alle Kurse zeitlich hinter einander, um möglichst wenig Zeit mit dem Hin- und Herfahren verbringen zu müssen. Klingt logisch, oder? Machen vermutlich die meisten von euch ebenso. Die Anmeldefrist war vorbei, ich bin in alle Kurse hineingekommen, als plötzlich ein Mail kommt, dass mein Kurs am Dienstag zu mittag auf früher verschoben werden soll, da es hier zu einer Doppelbuchung des Raumes kam. Tja – das funktionierte aber für ca. 2 Drittel der Studierenden nach einer Umfrage nicht. Normalerweise könnte man nun davon ausgehen, dass der Kurs zur gewohnten, auf Univis angezeigten Zeit stattfindet – nicht aber an der Uni Wien. Wenig später erhielten wir ein Mail – ohne vorher nachzufragen, wie das denn zeitlich möglich ist – dass der Kurs nun mittwochs stattfindet. Vollkommen egal, ob wir da Zeit haben und nicht, man entschuldige sich für die Unannehmlichkeiten.

Im Ernst jetzt? Das Semester ist geplant, sämtliche Anmeldephasen (und damit die Chance, sich für einen anderen Kurs anzumelden) vorbei und die Reaktion der Studienprogrammleitung? „Bla bla bla Sämtliche Studien der Universität Wien sind als Vollzeitstudien anzusehen bla bla bla tut uns sehr leid.“ Schön und gut, aber die Rechtfertigung #1 des Vollzeitstudiums hat nichts damit zu tun, dass man seinen Alltag nun einmal planen muss und – auch wenn es scheinbar niemand an der Uni Wien glauben möchte – kann es sich kaum jemand leisten, nicht zu arbeiten. Ein bisschen Struktur in dem bürokratischen Wirrwarr, in dem jeder die Schuld bei jemand anderem sucht, niemand je für irgendwas verantwortlich sein möchte und Univis sowie so eine Art unveränderbare Bibel ist würde durchaus guttun, um uns allen das Leben zu erleichtern.

Überfüllte Hörsäle

Wir kennen es wohl alle: Montagmorgen, es regnet in Strömen, man ist viel zu spät dran und dann fährt einem auch noch die Bim vor der Nase weg. Abgehetzt betritt man also mit 10-minütiger Verspätung den Hörsaal 33 im Hauptgebäude und wird von einem Schwall aus Wärme empfangen und der Überraschung, dass der Hörsaal mal wieder bis zum letzten Platz und darüber hinaus gefüllt ist. Irgendwo in der hintersten Ecke ergattert man gerade noch einen Platz am Boden, der Blick auf den Beamer natürlich versperrt. Und zur Krönung beißt dann der Sitznachbar noch genüsslich in sein Tunfisch-Sandwich – und das um 9 Uhr morgens.

Außergewöhnliche Studien

Das Angebot der Studien, aus denen man an der Hauptuniversität Wien wählen kann, ist ziemlich breit gefächert und reicht weit über die Klassiker von Germanistik, Biologie und Pharmazie hinaus. Beim genaueren Durchsehen des Vorlesungsverzeichnises kommt man immer wieder ins Schmunzeln: Denn von Komparatistik, Judaistik, Historische Archäologie, Kultur- und Sozialanthropologie ist so einiges dabei. So sind dann wohl auch die leicht verblüfften, missverständlichen Blicke wohl manchen bekannt, die sie für das Bekanntgeben ihrer Studienwahl ernten. „Was ist das?“

(c) 1000things Redaktion / Marie Amenitsch

Studentenausweis in der Farbe „Jägermeister“

Als unsere Redaktion die Nachricht ereilte, dass unser einzigartiger, papierener Studentenausweis in der Farbe und auch dem Geruch (ausgeronnener Flachmann mit Kräuterlikör im Inneren der Fortgehtasche sei Dank) „Jägermeister“ nun endgültig dem Mainstream-Scheckkartenformat weichen müsse, waren wir regelrecht nostalgisch, um nicht gar zu sagen traurig. Pickerl um Pickerl wurde auf die Innenseite des orangen Ausweises geklebt – manch einer hat schon so viele Semester auf dem Buckel, dass der Ausweis der Uni Wien in seiner Dicke schon fast der eines Reisepasses gleicht. Der Standard war ebenso berührt von der Abschaffung dieses kultigen, im Ausland oft mit Schamgefühl hergezeigten, billig produzierten Stück Papiers. Deshalb seht ihr hier ein kleines Tribut an den Studentenausweis. Achja, das sind unsere beiden Ausweise nach in etwa 4 Jahren:

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(c) 1000things Redaktion

Ein Hoch auf den Rektoratstag

Juuuuhu – Rektoratstag! Weiß eigentlich irgendjemand, was konkret da abgehalten wird? Wenn ja, würden wir es echt sehr begrüßen, wenn ihr diese Information mit uns teilt, denn wir haben absolut keinen Plan. Doch eigentlich – um richtig ehrlich zu sein – ist es uns auch relativ egal, denn der Rektoratstag ist so eine Art kirchlicher Feiertag für die meisten Studierenden der Uni Wien: Jahr für Jahr hat man an diesem Tag vorlesungsfrei, freut sich sehr darüber, hat aber in Wahrheit keine Ahnung warum. Nun ja, am besten nicht hinterfragen und einfach genießen.

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(c) 1000things Redaktion / Lisa Panzenböck

Das Wörtlichnehmen des Wortes Vorlesung

Die Freude in den Gesichter ist jedes Mal aufs neue ein Augenschmaus, wenn man bemerkt, dass der vorne stehende Lehrende wahrhaftig der Meinung ist, dass der Sinn einer Vorlesung das Vorlesen seiner viel zu vollgepackten Powerpoint-Folien aus dem Jahre Schnee ist. Am meisten freuen sich jene Menschen, die einen besonders langen Fahrtweg hinter sich zurückgelegt haben, oder jene, deren Vorlesung um acht Uhr morgens beginnt. Es gibt ja keine effizientere Art und Weise, seinen Tag zu nützen als für solch eine vorgelesene Gute-Nacht-Geschichte. Sarkasmus off. Punkt eins ist da genau gar kein Lernfaktor dahinter, wenn jemand bloß seine ohnehin zugänglichen Unterlagen vorliest, zumal wir hier nicht inmitten Bernhard Schlinks „Der Vorleser“ sind und durchaus lesen und schreiben können. Zweitens geht durch dieses sinnlose Hin- und Herfahren auf die Uni und wieder nach Hause so viel Zeit drauf, die man hervorragend für das Durchgehen des in der Vorlesung behandelten Stoffs nutzen könnte.

Bibliothek

Die Prüfungswoche ist angebrochen und egal, ob im Jänner oder Juni: Die wunderbare Bibliothek, die immer ein wenig an Hogwarts erinnert, ist für so viele Studierende der beliebteste Lern- und Arbeitsplatz. Immerhin versprühen die alt-ehrwürdigen Räumlichkeiten jede Menge Ruhe und die konzentrierte Stimmung ist für viele Ansporn und Motivation. Doch so beliebt diese Bibliothek-Plätze auch sind, so begrenzt sind sie auch und wer es riskiert und nicht pünktlich um 9 Uhr morgens, wenn die Bib ihr Pforten öffnet, vor Ort ist, der hat keine Chance und kann gleich weiterziehen.

(c) 1000things Redaktion / Marie Amenitsch

StudentenKonto 

Wenn schon die Uni Wien so viele bürokratische Hürden parat hält, so empfehlen wir euch für eure Bankgeschäfte das StudentenKonto der Bank Austria, ist dieses doch alles andere als kompliziert, sondern begeistert mit so vielen Vorteilen. Die Kontoführung ist gratis und wenn du das erste Mal ein StudentenKonto bei der Bank Austria eröffnest bekommst du einen 40€ Einkaufsgutschein als Willkommensgeschenk. Die Maestro-BankCard mit kontaktlos-Bezahlfunktion gibt’s ebenfalls kostenlos dazu. Besonders userfreundlich für unterwegs ist die MobileBanking App, mit der ihr all eure Bankgeschäfte über Smartphone oder Tablet schnell und einfach erledigen könnt. Die Finanzen werden übersichtlich aufgelistet, einloggen kann man sich via Fingerprint und besonders cool finden wir die Funktion des Bankomat-Finder, der über 8.700 Bankomaten in Österreich auflistet. Auch die mobile Geldbörse App ist äußerst hilfreich und ermöglicht es, Beträge in Echtzeit an Smartphone-Kontakte zu senden – oder umgekehrt Geld von Kontakten anzufordern. Im Bank Austria Ticketing-Shop gibt es für alle Ticketing Kunden außerdem Eintrittskarten pro Event für zahlreiche Events und Veranstaltungen wie zum Beispiel für Konzerte, Musicals oder Kabaretts um bis zu 20% günstiger. 

Ach, Uni Wien – das Aufregen über dich ist vermutlich eines der Dinge, die uns Studierende am meisten vereint. Danke dafür! Hier haben wir außerdem noch einen Artikel über den Mythos Studentenleben, wie auch einen über die häufigsten Vorurteile gegenüber Studenten für euch.

Für noch mehr Tipps solltet ihr unseren WhatsApp Service nützen, hier findet ihr eine genaue Anleitung.

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