Endstationenguide: Leopoldau

Donnerstag, 20. Juli 2017 / Lesedauer: ca. 3 Minuten

Endstationenguide: Leopoldau

Donnerstag, 20. Juli 2017 / Lesedauer: ca. 3 Minuten

Die Endstationen von vielen U-Bahn Strecken sind uns gut bekannt vom Hören-Sagen. Doch wenn wir ehrlich sind, wann fahren wir schon mal hin, wenn man nicht gerade dort wohnt?  Hat es uns aus eigenem Interesse je nach Siebenhirten oder Floridsdorf verschlagen? Wir möchten diesen Umstand ändern und setzen uns deswegen in die U-Bahn. Erfahrt am Blog was wir entdeckt und erlebt haben.

von Luisa Lutter

Kommt mit auf eine kleine U-Bahn Fahrt mit der U1 nach Lepoldau. Dort hat es uns dieses Mal im Zuge des Endstationenguides hinverschlagen. Was wir alles  entdeckten und was man erleben kann, erfahrt ihr am Blog. Viel Vergnügen beim Lesen!

Leopoldau war bis 1904 eine eigenständige Gemeinde und ist seit dem Teil des 21. Wiener Gemeindebezirks Floridsdorf. Die Station Leopoldau ist nicht unbedingt die Schönste. Von draußen mutet sie wie ein großer, grauer Klotz an. Doch wir wollen ja nicht dort verweilen und so machen wir uns rasch auf zu einer kleinen Erkundungstour im näheren Umfeld.

Ein kleiner Einblick in die Siedlung direkt an der Station

Unser Weg führt uns durch eine Ein- und Mehrfamiliensiedlung. Wir steuern gleich ein sehr beliebtes Ziel an, denn nach der U-Bahn Fahrt klebt die Kleidung am Körper und ein Sprung ins kalte Wasser kommt gerade recht. Also auf geht es zum Frei- und Hallenbad Großfeldsiedlung.

Bis Anfang September hat das Bad von 9 bis 20 Uhr geöffnet, danach wird eine Stunde früher geschlossen. An den Wochenenden wird bereits ab 8 Uhr morgens aufgesperrt. Kassaschluss ist generell eine Stunde vor Badschließung. Ein Tagesticket kostet 5,50€, wer erst Nachmittags kommt, zahlt nur 4,30€. Im Freibad gibt es ein Sport- und Erlebnisbecken und auch einen Eltern-Kind Bereich mit kleinem Spielplatz. Die Kids und Teenager erfreuen sich an der großen Wasserrutsche. Wer sich nicht nur im Wasser sportlich betätigen möchte, kann das Angebot von Tischtennis und Beachvolleyball nutzen. Zudem gibt es auch einen Fussballplatz. Das Personal ist freundlich und entspannt. Wir sind es ab der ersten Sekunde im Bad auch und dösen relaxt auf einer der vielen Liegen vor uns hin.
Oswald-Redlich-Straße 44, 1210

Das Schwimmbad lockt bei jedem Wetter, dank In- und Outdoor Bereich

Nach ein paar geschwommenen Bahnen entscheiden wir uns dazu  weiter zu ziehen. Das viele Liegen und Sonnenbaden macht hungrig und wir schlendern in einem kleinen Bogen zurück zur Station, durch die Unterführung hindurch, auf die andere Seite zur Thayagasse, um dort den Eissalon Nori auszutesten. Unterwegs kommen wir noch an einer schrägen Bar vorbei: Dagmar’s Hexenstüberl. Das kleine Lokal, direkt am Bahnhof, ist von außen mit aufgemalten Hexen verziert und wirkt, mit seinen Holzfensterläden und den Blumen am Fenster, fast schon putzig. Ein stark alkoholisierter Mann verwickelt uns vor dem Lokal in ein Gespräch. Wir sind zugegebenermaßen etwas verunsichert und schlagen die Einladung aus, auf ein Getränk hinein zu gehen. Von der Seite sehen wir, dass es auch einen kleinen Gastgarten gibt, doch uns ist in dem Moment mehr nach Eis und nicht  nach Bier und Spritzer.

Auf einen schnellen Spritzer für Zwischendurch

Der Eissalon Nori überrascht uns mit einer großen Eisauswahl, hier haben wir mehr als die Qual der Wahl. Zum Glück lässt uns die freundliche Dame hinterm Tresen einige Sorten kosten, ehe wir uns entscheiden müssen. Die Sorte „Cola“ ist uns etwas zu gewagt, wir bleiben heute lieber beim Klassischen. Das Lokal ist gut besucht und es halten auch mehrere Fahrradfahrer an, die gerade auf einer Radtour sind, um eine kleine Eis-Verschnaufspause einzulegen.

So viele Sorten zur Auswahl und leider zu wenig Platz im Magen für alle

Mit dem Eis in der Hand schlendern wir noch ein bisschen durch die Gegend und in die Einfamiliensiedlung hinein und schauen von außen in fremde Gärten. Der Duft von Gekochtem lockt uns am Ende in ein kleines, uriges Restaurant namens „Gasthaus Nordrandsiedlung“. Das Lokal ist gut besucht und die Preise reichen von 3,20 für eine Suppe bis hoch zu fairen 9€ für diverse Hauptspeisen. Wer einen Vanillerostbraten mit Bratkartoffeln kosten möchte, muss 14,90€ berappen. Frühstück gibt es ab 10 Uhr und die Küche hat abends bis 21 Uhr geöffnet.
Lafnitzgasse 24, 1210

Ein guter Ort für eine kleine Pause und einen kleinen Snack

Wir schlendern weiter und kommen noch an einem groß angelegten Spielplatz vorbei, wo sich aber leider niemand aufhält und der generell etwas verlassen wirkt. Ein bisschen ärgern wir uns, dass wir keinen Hund dabei haben. Dieser wäre mit uns in Leopoldau sicherlich glücklich gewesen, denn wir haben das Gefühl, hier mehr als üblich, viel zu Spazieren.

Viel Platz zum Toben und Spielen in Leopoldau

Abschließend gönnen wir uns noch einen sonnenbeschienen Blick über Leopoldau auf der Seyringer Straße. Dort führt eine Autobrücke über die Bahngleise und man kann in alle Richtungen recht weit schauen. Hinter uns eröffnet sich ein üppiges grünes Feld, dass uns magisch anzieht. Doch wir wären dann schon quasi in Niederösterreich und Leopoldau reicht uns erstmal für heute  zum Entdecken.

Von der Sonne geküsst und den Ausblick gibt es gratis obendrauf

Ihr wollt noch mehr über diverse Wiener Endstationen lesen? Dann gelangt ihr hier zu weiteren Blogbeiträgen.

Wieder zurück im Herzen von Wien und Lust auf ein Café? Dann schaut doch mal hier in unsere Vorschläge für süße Lokale!

(c) 1000things Redaktion / Luisa

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