Outdoor-Sportkurse in Wien

10 Outdoor-Sportkurse, die Schwung in deinen Sommer bringen

Donnerstag, 12. Juli 2018 / Lesedauer: ca. 6 Minuten

10 Outdoor-Sportkurse, die Schwung in deinen Sommer bringen

Donnerstag, 12. Juli 2018 / Lesedauer: ca. 6 Minuten

Im Sommer schleppst du dich aufs Laufband, während draußen die Sonne scheint? Du strampelst unmotiviert am Spinningbike und rechnest währenddessen aus, wie viele Minuten Schönwetter du verpasst? Dann raus aus dem Fitnessstudio! Wir haben hier ein paar Outdoor-Sportkurse in Wiener Parks und Co. für dich, die um einiges spannender sind als Cardio-Monotonie.

von Viktoria Klimpfinger

Im Sommer ins Fitnessstudio zu gehen, ist ein bisschen wie unter einem reifen Orangenbaum zu sitzen und Fanta zu trinken. Irgendwie fühlt es sich falsch an, am Laufband vor sich hin zu stampfen, obwohl man auch durch die Wiener Parks flitzen könnte. Also joggen. Nicht blankziehen. Also bitte. Jedenfalls kann man im Sommer in Wien noch viel mehr nach draußen verlagern als bloß das Laufband. Deshalb haben wir spannende Outdoor-Sportkurse zusammengesucht, die vom Cardio-Strampler bis zum Mucki-Poser, von der Couch-Kartoffel bis zum Laufrad-Hamster so ziemlich jeden vor die Türe holen.

Yoga am Paddelboard

Ach, Yoga, du liebevolle Esoterikerin unter den Sportarten! Aber so sehr wir unsere Yoga-Flows lieben, so muffig können die Studios im Sommer auch werden. Wer nicht unbeabsichtigt auf Bikram-Yoga umsteigen will, der grüßt die sengende Sonne vielleicht besser gleich persönlich im Freien. Und weil ja Sommer ist: Warum nicht gleich im Wasser? Yoga-Lehrerin Julia Hofgartner, die den Blog „Yoga and Juliet“ betreibt, unterrichtet jeden Samstag eineinhalb Stunden Yoga auf den Paddelboards des Stand Up Paddling Centers am Vienna City Beach Club.

Zuerst werdet ihr an Land kurz eingewiesen, wie man optimal mit dem Paddelboard umgeht. Zum Aufwärmen paddelt ihr anschließend auf eurem Board durchs Wasser, bevor Julia mit euch ein paar Asanas im Sitzen, Liegen oder Stehen durchgeht. Neben den Übungen müsst ihr euch immer wieder darauf konzentrieren, nicht ins Wasser zu plumpsen. Diese ausgleichenden Bewegungen, um das Brett zu stabilisieren, retten euch nicht nur vor einem peinlichen Bauchplatscher, sondern wirken sich auch positiv auf eure Rumpf-, Rücken- und Beckenbodenmuskulatur aus. Die Teilnahme kostet 29 Euro und Tickets gibt’s noch bis September online über Julias Website. Treffpunkt ist das Stand Up Paddling Center und mitbringen solltet ihr bloß ein Handtuch und Wasser – also zum Trinken, das restliche Wasser wird freundlicher Weise von der Neuen Donau zur Verfügung gestellt. Ob ihr in Yogapants oder Badekleidung eure Asanas macht, bleibt euch überlassen.

Yoga im Park

Wenn die Wasserratte in euch schon seit Jahren entlaufen ist, dann könnt ihr eure Yoga-Session auch im Trockenen unter freiem Himmel zelebrieren: Yoga im Park gibt es in Wien mittlerweile in fast jedem größeren Park, wie dem Stadtpark oder dem Burggarten. Im Augarten habt ihr gleich zwei Kurse zur Auswahl: Montags und mittwochs unterrichtet Julia Hofgartner von „Yoga and Juliet“ eine Session ab 18:30 Uhr, aufgrund der starken Nachfrage gibt’s zusätzlich eine Stunde um 17:20 Uhr. Treffpunkt ist die Ecke Wasnergasse und Rauscherstraße beim Eingang D des Augartens. Anmelden müsst ihr euch dafür nicht und spenden könnt ihr, was ihr wollt. Empfohlen sind zehn Euro.

Yoga-Lehrerin Dagar Kasper gibt mittwochs 18:30–19:45 und donnerstags 8:00–9:00 Uhr ihre Stunden im Augarten. Die Mittwoch-Einheit findet auf der Wiese zwischen Flakturm und Oberer Augartenstraße statt. Die Donnerstag-Session startet auf einer der kleinen Wiesen vor der Bunkerei. Nächster Termin ist urlaubsbedingt der 25. Juli 2018. Auch hier gilt: Freie Spende – gebt, was es euch wert ist. Bei beiden Kursen behaltet ihr am besten die Facebook-Veranstaltungen im Auge, da dort bekanntgegeben wird, wenn die Kurse bei Schlechtwetter ausfallen.

Zirkeltraining im Prater

Yoga ist euch zu soft? Noch lange keine Ausrede, sich im Fitnessstudio zu verkriechen! Die Fitness-Trainer Armin Kohlberger und Norbert Schnalzer von „ZIRKEL training & natur“  veranstalten etwa immer samstags ein Outdoor-Zirkeltraining. Dabei arbeitet ihr in Zeitintervallen verschiedene Stationen ab von Kniebeugen bis Stangenübungen mit PVC-Stangen, von Hindernisparcours bis Partner-Workouts. Ein abwechslungsreiches Ganzkörpertraining also für alle, die sich am Wochenende so richtig austoben wollen. Genauer gesagt samstags, und zwar von 10:00 bis 11:00 Uhr auf der Jesuitenwiese im Wiener Prater. Die Anmeldung für den jeweiligen Termin erfolgt per Mail. Eine Einheit kostet 15 Euro oder reduziert für Studenten, Lehrlinge, Bundesheer- oder Zivildienst-Absolvierende zehn Euro.

Im Prater habt ihr samstags sportlich die Qual der Wahl: Denn bis Ende September veranstalten auf der Kaiserwiese auch “Body Upgrade“ und Coach Hamed Farsi um 10:00 Uhr ein Ganzkörpertraining mit Eigengewicht. Mit dabei haben solltet ihr ein Handtuch, Sportbekleidung, Sportschuhe und Wasser zum Trinken. Die Teilnahme kostet – wie auf der Jesuitenwiese – 15 Euro.

Outdoor Drill im Volksgarten

Nicht nur im Prater bringt man euch ins Schwitzen! Fitnesstrainerin „Miss Bodydrill“ macht euch jeden Montag und Mittwoch von 18:00 bis 19:00 Uhr im Volksgarten Beine – und Arme und Bäuche und Pos. Auch hier dient ausschließlich das eigene Körpergewicht als Muskelmeißel. Anmelden könnt ihr euch bis zu Mittag des Kurstags auf Facebook via Privatnachricht an Miss Bodydrill. Denn maximal zehn Teilnehmer können die Stunden besuchen. Ein Probetraining kostet 20 Euro, der Zehnerblock 150 Euro. Trainiert wird bis Ende September oder sogar noch länger – je nach Wetterlage.

Outdoor Drill im Volksgarten

Aerial Silk im Stadtpark

Ihr denkt, das war’s schon mit outdoor-tauglichen Sportkursen? Von wegen – jetzt legen wir erst richtig los. Denn die Initiative „Bewegt im Park“ des Hauptverbands der österreichischen Sozialversicherungsträger sorgt von Juni bis September in ganz Österreich für unterschiedlichste Action in Parks oder auf öffentlichen Plätzen – ganz ohne Voranmeldung und kostenlos! Auch wenn der Organisator eher nach verstaubten Aktenschränken klingt, ist das Angebot umso vielfältiger. Zum Beispiel könnt ihr mitten im Wiener Stadtpark Tuchakrobatik ausprobieren. Jeden Montag von 17:00 bis 18:00 Uhr zeigt euch eine Trainierin von „Aerial Silk Vienna“ auf der Wiese hinter dem Kursalon Hübner, wie man das senkrecht herabhängende Tuch am besten beklettert, betanzt und bepost. So hebt ihr das Rumhängen im Park aufs nächste Level. Zwinker, zwinker.

Parkour im Esterházypark

Wenn ihr nicht so die Tanz-Ästheten seid, sondern mehr auf Speed und Adrenalin steht, dann zeigt euch der Parkour-Kurs von Matthias Pazourek, wie ihr am geschmeidigsten und ohne Umwege von A direkt nach B kommt. Jeden Dienstag trifft man sich um 17:00 Uhr im Esterházypark gegenüber vom Kinderspielplatz und trainiert eine Stunde lang, wie man sich beim Parkour-Laufen um ein Hindernis herumbewegt, sich von Stange zu Stange schwingt oder von Mauer zu Mauer springt. Wesentlich für diesen Tarzan unter den Sportarten sind auch Gleichgewichts- und Präzisionsübungen, um nicht ungewollt von einem Hindernis zu purzeln. Apropos herunterpurzeln: Natürlich achtet man besonders auf die Sicherheit. Also keine Angst, einfach mitmachen.

Disc Golf an der Prater Hauptallee

Um Präzision geht’s auch beim Disc-Golf-Kurs, der jeden Mittwoch von 17:30 bis 18:30 Uhr im Park an der Prater Hauptallee gegenüber vom Café-Restaurant Meierei stattfindet. Ihr habt noch nie von diesem Sport gehört? Macht nichts. Hier zeigt man euch, mit welcher Wurftechnik ihr die speziellen Wurfscheiben am besten auf die unterschiedlichen Ziele schießt. Übrigens sind die Regeln dem herkömmlichen Golf angeblich sehr ähnlich.

Disc Golf Parkour im Wiener Prater

Ultimate Frisbee auf der Jesuitenwiese

Und weil wir gerade bei Wurfscheiben sind: Jeden Mittwoch findet auf der Jesuitenwiese im Prater von 19:00 bis 20:00 Uhr ein Ultimate-Frisbee-Kurs statt. Aber wenn ihr jetzt das Bild von barfüßigen Studenten aus den 70er-Jahren vor euch habt, die sich entspannt die Scheibe zuschupfen, seid ihr am falschen Dampfer: Hier spielt ihr in Teams gegeneinander und versucht, das Frisbee in der gegnerischen Endzone zu fangen.

Frisbee

Kangoo Workout im Stadion

Zum Schluss haben wir noch etwas, bei dem ihr gleich hüpfen werdet vor Freude – buchstäblich. Denn „Kangoo Club Beni“ organisiert regelmäßig ein „Kangoo Jumps Workout“. Bitte was? Dabei handelt es sich um ein Ausdauertraining mit Springschuhen, auf denen ihr bounct wie kleine Kängurus. 45 Minuten lang hüpf-lauft ihr, macht hopsend Übungen, die euch aus Bauch-Bein-Po-Kursen bekannt vorkommen werden und studiert gemeinsam Tanz-Choreos ein. Die Federn unter den Füßen vermindern angeblich die Belastung der Gelenke beim Sporteln. Für den Kurs müsst ihr euch im Vorhinein anmelden und eure Schuhgröße bekanntgeben, damit ihr dann nicht ohne Springschuhe dasteht. Der Mittwoch-Kurs beginnt um 18:30 Uhr, der Samstag-Kurs um 11:30 Uhr. Treffpunkt ist das Ernst-Happel-Stadion. Eine Probestunde ist gratis, die Einzelstunde kommt auf neun Euro.

Hier mal ein Beispiel aus den Untiefen des Internets, wie so etwas aussehen könnte:

Ihr macht lieber auf eigene Faust Sport im Park? Dann könnt ihr euch einen von unseren schönsten Parks in Wien dafür aussuchen. Und wenn ihr generell etwas ganz anderes unternehmen wollt, klickt ihr euch am besten durch unsere To Do’s.

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