Die schönsten Radtouren durch Wien

Sonntag, 13. Mai 2018 / Lesedauer: ca. 5 Minuten

Die schönsten Radtouren durch Wien

Sonntag, 13. Mai 2018 / Lesedauer: ca. 5 Minuten

Auf dem Rücken der Pferde, liegt das Glück der Erde. Pferde sind leider aus dem Alltagsbild, abgesehen unser geliebten Fiaker, fast verschwunden.Das modernere Gefährt nennt sich Fahrrad, oft auch als Tretesel bezeichnet. Wir lieben es besonders an warmen Sommertagen sehr innig und wissen seine Dienste zu schätzen. Hier nun könnt ihr eine kleine Radtourode an unseren Weggefährten lesen. Wir haben für euch einige tolle Radlrouten herausgesucht. Schaut doch mal rein.

 

von Marie Amenitsch & Luisa Lutter

Auf den Sattel geschwungen und in die Pedale getreten. Wir haben unser Proviantpäckchen geschnürt und gehen mit euch auf Radltour. Fit durch Wien lautet die Devise und wo geht das besser als auf den traumhaften Routen, die nur darauf warten, von euch befahren zu werden. Wir haben hier eine feine Auswahl zusammengestellt, die euch hoffentlich bereits beim Lesen unruhig werden lässt. Im Anschluss dann schnell Laptop aus und raus in die Natur.

Wer nicht ganz unvorbereitet losfahren mag, kann sich zuvor mit der Radkarte auseinander setzen, darin sind die wichtigsten Routen beinhaltet. Es ist ein Sammelsurium an Verbindungen, ob nun quer durch Wien oder zu den Erholungsgebieten um Wien herum. Die Radkarte bekommt ihr an folgenden Orten: beim Stadtinformationszentrum, Bürgerdienst, bei der Planungsauskunft sowie bei den Bezirksämtern.

Donaukanal-Radweg

Dieser ist einer von acht Themenradwegen, die durch Wien führen. Zwischen Spittelau und Gasometer gibt es Einiges zu entdecken. Mit einer kühlen Brise um die Nase radelt man idyllisch am Kanal entlang und unter zahlreichen Brücken hindurch. An den Wänden kann man beim Vorbeifahren enorm viele Graffitis begutachten, aber auch Kunstwerke säumen die Strecke. Wer kurz Verweilen und Ausruhen mag, setzt sich einfach an einem lauschigen Fleckchen ins Gras.

Radfahren in Wien

(c) 1000things.at / Marie Amenitsch

Kahlenberg

Schön schaust du aus, Wien. Noch schöner erlebt man dich aber von dem Sattel des Fahrrades aus. Der Wind in den Haaren und das Lächeln auf den Lippen, so cruist man wundervoll durch die Stadt oder auch hinauf auf den Kahlenberg. Über Himmelstraße, Cobenzlgasse, Krapfenwaldgasse geht es über eine Mountainbikestrecke durch den Wald zur Höhenstraße und weiter auf den Kahlenberg. Die Anstrengung wird definitiv belohnt, den der Panoramablick ist so schnell nicht zu toppen. Am Weg zurück in die Stadt unbedingt bei einem der zahlreichen Heurigen einkehren und sich eine Bretteljause gönnen.

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#wiedeń #kahlenberg #widoki #vienna #weekend

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Friday Night Skating

Wer lieber nur am Abend aus dem Haus geht, da es mittags zu heiß ist, dem raten wir unbedingt zum Friday Night Skating. Hier sind zwar, wie es im Wort schon verankert ist, mehr Skater als Radfahrer unterwegs, aber diese sind auch akzeptiert und mischen sich unter die lustige Truppe. Einzig Longboards sind nicht erlaubt. Jeden Freitag gibt es eine andere Route und neue Ecken von Wien zu befahren. Helm und Beleuchtung nicht vergessen. Für alle weiteren Sicherheiten sorgen die Rolling Guards.

An der schönen blauen Donau

Wen es mal wieder raus aus der Stadt zieht, dem sei der Donauradweg ans Herz zu legen. Dieser bietet die ideale Möglichkeit, um auf sportlichen Weg einen Teil Niederösterreichs schönster Landschaft zu besichtigen: Nichts wie ab aufs Rad und den wunderbar ausgebauten Donauradweg entlang. Dieser beginnt eigentlich schon in Passau, es kann jedoch je nach Lust, Laune und Kondition überall entlang der Strecke begonnen werden. Eine gut schaffbare Distanz für einen Tag wäre beispielsweise ein Start in Ybbs/Donau (mit dem Zug in einer guten Stunde von Wien erreichbar), von dort startet der Weg über die Donaubrücke bis zum linken Donauufer und dann wortwörtlich immer der schönen blauen Donau entlang.

Es geht durch kleine Ortschaften mit viel historischem Flair, vorbei am Stift Melk, das mit seiner imposanten Klosterbibliothek auf alle Fälle einen Besuch wert ist. Weiter geht die Fahrt in Richtung Wachau, sehr zu empfehlen ist der Trip also auch im Frühling, wenn all die Marillenbäume in voller Blüte erstrahlen. Kleine Heurige und urige Gasthäuser laden entlang der Strecke zum Einkehren und zur Stärkung ein und bieten meist spezielle Vergünstigung für die sportbegeisterten Radfahrer. Der Hauswein ist dort überall köstlich und ein absolutes Muss – aber, Vorsicht! Nicht mehr als ein Glas, sonst wird das mit der Weiterfahrt wohl eher nichts mehr… aber eigentlich wäre auch das  kein Problem, denn der Regionalzug fährt ebenfalls die Radstrecke entlang und ein Zustieg ist in den meisten Ortschaften möglich.

Einige Kilometer weiter das nächste Highlight, nämlich das Stift Göttweig. Der Anstieg loht sich, denn so viel Kultur und Geschichte gibt es selten in einer so kleinen Ortschaft und die Aussicht ist ebenso ein echter Traum. Von hier sind’s dann auch nur noch rund 10 Kilometer, bis das wunderbare Krems erreicht wäre. Je nach Jahreszeit sollte man hier unbedingt Marillenknödel essen, oder von der herrlichen Küche im MOYOME profitieren, mit einem anschließenden Spaziergang durch den historischen Kern der Kremser Altstadt. Für alle Kulturliebhaber ist außerdem der Besuch des Karrikaturmuseums sehr zu empfehlen.

Von Krems zurück nach Wien geht’s ganz entspannt mit dem Regionalzug bis zum Franz-Josef Bahnhof, oder wer noch nicht genug vom Treten hat, kann die 71 Kilometer retour auch gerne weiterhin dem Radweg folgen.
Für die, die es lieber gemütlich angehen wollen, gibt es auch die Möglichkeit, mit dem Ausflugsschiff auf der Donau zu fahren, sich die Sonne auf den Bauch scheinen und den Wind durch die Haare wehen zu lassen.

Mit dem Rad den Ring entlang!

Einer der absoluten Klassiker unter den Radstrecken in Wien, der in unserer Aufzählung nicht fehlen darf, ist die Umrundung des Rings. Denn ganz ehrlich, wie viele von euch haben die knapp fünf Kilometer schon einmal komplett zurückgelegt? Besonders im Sommer kommt man hier von einer Oase zur nächsten und aus dem Schmachten gar nicht mehr heraus. Rathaus- und Votivpark, Donaukanal, Stadtpark, Burg – und Volksgarten – sie alle präsentieren sich von ihrer besten Seite und zwischendurch hat man bei der Runde immer wieder die Möglichkeit, sich von der Sonne in einem der zahlreichen Cafés die Nase kitzeln zu lassen. Hach Wien, du bist so schön!

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(c) 1000things.at / Marie Amenitsch

Citybike

Ihr habt kein eigenes Bike in Wien? Dieses Argument zählt schon lange nicht mehr als Ausrede, denn es gibt schon seit einigen Jahren das fantastische Angebot der Citybikes. Mit über 120 Stationen verteilt über die ganze Stadt, bieten sie die ideale Option für alle, die die ersten Versuche mit dem „Radl“ in Wien wagen wollen, ohne sich gleich selbst eines zuzulegen. Die Registrierung ist super easy, dauert nur ein paar Minuten und kostet lediglich einen Euro. Die Benutzung selbst ist für die erste Stunde gratis, danach kostet jede angebrochene Stunde ebenfalls einen Euro – ABER: sobald eine Pause von nur 15 Minuten einlegt wird, beginnt die Zeitrechnung von vorne und es bleibt gratis.

Mit der dazugehörigen App (erhältlich für alle Betriebssysteme) könnt ihr bereits vorm Losfahren checken, wo die für euch passenden Möglichkeiten für die Rückgabe zu finden sind und ob bzw. wie viele freie Plätze es dort gibt. Wir lieben das Citybike-Angebot, egal, um schnell von A nach B zu kommen oder als Notlösung, falls uns die Bim einmal im Stich lässt oder uns die Nightline vor der Nase davonfährt (aber Achtung, bitte nur nüchtern fahren) – unbedingt versuchen und einen Account anlegen.

Citybikes

(c) Philipp Wieser

Wir sind ständig auf der Suche nach trendigen Cafés, nützlichen Tipps und neuen Lieblingsplätzen, die hier im Blog laufend für euch festgehalten, upgedatet und erweitert werden. Nehmt euch die Zeit, stöbert herum und entdeckt gemeinsam mit uns immer wieder neue Seiten an unserer Lieblingsstadt.

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