Lainzer Tiergarten

Natur-Paradies im Herzen Wiens – Stadtflucht ins Grüne

Ödön von Horváth, Johann Strauss und eine österreichische Restaurant-Kette haben bzw. hatten wohl eine gemeinsame Leidenschaft: Den Wiener Wald. Diese Liebe teilen sie mit dem Großteil der Einwohner Wiens. Der Lainzer Tiergarten ist das letzte Stück urtümlichen Wienerwalds am Rande der Großstadt und ist trotz seines Namens neben den Donauauen viel eher das zweite Naherholungsgebiet für Herrn und Frau Wiener, als ein tatsächlicher Tiergarten.

Groß, größer, Lainzer Tiergarten.

Ehemals zählte das weitläufig Areal (es umfasst etwa 2.450 Hektar) zum Jagdrevier des Kaiserhauses. Heute ist es aufgrund seiner großen tierischen und pflanzlichen Artenvielfalt ein Naturschutzgebiet. Diesem Umstand ist es zu verdanken, dass sich im Lainzer Tiergarten bis zu 400 Jahre alte Eichen finden lassen.

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Für die Biologie- und Botanik-Interessierten unter euch hier ein paar Details zur Fauna und Flora in Lainz: Besonders charakteristisch für diesen Teil des Wienerwaldes sind die imposanten Buchen – und Eichenwälder, sowie der Zerreichenwald. In den Wäldern und Wiesen finden sich Pflanzen, die in den anderen Teilen des Wienerwaldes bereits ausgestorben sind. Darunter der Sumpfquendel, Kleinling oder das Sumpf-Ruhrkraut. Die Wälder bieten aber auch einer großen Anzahl an Tieren Zuschlupf. 13 Fledermausarten sind hier wohnhaft, daneben auch größere Säugetiere wie etwa der Auerochse, Hirsche, Wildschweine, Rehe und Mufflons. Außerdem gibt es unterschiedlichste Reptilienarten, Insekten und Vögel zu entdecken.

1886 wurde auf dem Areal des Tiergartens die sogenannte Hermesvilla erbaut. Sie sollte ein Geschenk Kaiser Franz Jospehs an seine Frau Elisabeth sein. Heute bietet sie Raum für verschiedene Ausstellungen. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Lainzer Tiergarten eine Zeit lang für die Bevölkerung geöffnet, seine Erhaltung schien aus finanziellen Gründen allerdings kaum möglich. Nach dem Zweiten Weltkrieg stand das gesamte Gebiet unter der Verwaltung der Sovjets, die unplanmäßige Abholzungen vornehmen, und die Hermesvilla zu einer Ruine verfallen ließen.1955 wurde der Tiergarten wiedereröffnet und ist bis heute ein beliebtes Ausflugsziel.

Auch eine Reihe von Freizeitangeboten können in Lainz besucht werden. Darunter Führungen und Exkursionen. Zur allgemeinen Stärkung befinden sich ein paar Gasthäuser und Restaurants im Tiergarten.

Titelbild: (c) MA 49 – Forst- und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien

Zur Lainzer Tiergarten Website

Aktuelles

Infos über Führungen und Exkursionen gibt es direkt auf der Website

Was kostet's?

Der Eintritt ist frei.

Öffnungszeiten

06.05.2017 bis 30.07.2017: von 8 bis 21 Uhr
31.07.2017 bis 13.08.2017: von 8 bis 20:30 Uhr
14.08.2017 bis 27.08.2017: von 8 bis 20 Uhr
28.08.2017 bis 10.09.2017: von 8 bis 19:30 Uhr
11.09.2017 bis 24.09.2017: von 8 bis 19 Uhr
25.09.2017 bis 08.10.2017: von 8 bis 18:30 Uhr
09.10.2017 bis 28.10.2017: von 8 bis 18 Uhr
29.10.2017 bis 01.11.2017: von 8 bis 17 Uhr
02.11.2017 bis 22.12.2017: von 8 bis 17 Uhr
(Geöffnet ist der Hermesvillapark – Zugang durch das Lainzer Tor)
23.12.2017 bis 07.01.2017: von 8 bis 17 Uhr
(Geöffnet ist der Lainzer Tiergarten – Zugang durch das Lainzer Tor, das Gütenbachtor, das Nikolaitor und das St. Veiter Tor)

  • Location
  • Hermesstraße, 1130 Wien
  • Gütenbachstraße, 1230 Wien
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