10 Geheimtipps für Wien

Donnerstag, 5. April 2018 / Lesedauer: ca. 6 Minuten

10 Geheimtipps für Wien

Donnerstag, 5. April 2018 / Lesedauer: ca. 6 Minuten

Bitte nicht denken: Schon wieder Geheimtipps! Fast wöchentlich stolpert man in den Sozialen Medien über Tipps für sämtliche Städte Europas. Geheimtipps für die schönste Stadt der Welt (Ja: Wien!), sind seit nun vier Jahren aber unser absolutes Spezialgebiet. Welche Highlights ihr auf eurem nächsten Stadtspaziergang einplanen solltet, lest ihr hier,

von Marie Amenitsch & Luisa Lutter

Wien und seine schier unendliche Vielfalt an Angeboten ziehen einen immer wieder in den Bann und bieten unzählige Erkundungsmöglichkeiten. Da der Mensch jedoch ein Gewohnheitstier ist, neigen wir alle immer wieder dazu, stets die selben Locations aufzusuchen und die gleichen Wege zu gehen. Als kleinen Anreiz für eine Horizonterweiterung präsentieren wir euch zehn Geheimtipps für Wien, die getestet und besucht werden wollen.

Schloss Laudon

Los geht’s in unserem Artikel über Geheimtipps für Wien mit dem Schloss Laudon – auch Schloss Hadersdorf genannt – im 14. Bezirk. Wiens einziges Wasserschloss und die weitläufige Gartenanlage sind ein wunderbares Ausflugsziel am Wiener Stadtrand und vielen von euch wohl nicht bekannt. Bereits 1130 wurde das Schloss zum ersten Mal urkundlich im Besitz der Herren von Hadersdorf erwähnt. In den darauffolgenden Jahrhunderten wechselte es mehrmals den Besitzer und wurde während der Ersten Türkenbelagerung 1529 zerstört. Seine heutige Gestalt verdankt das Schloss dem Jahr 1744 und Franz Wilhelm Schellerer. Heute wird ein Trakt des Schlosses von der FH Wien genützt und dient zugleich als Ausbildungsstätte der Verwaltungspersonals Österreichs. Der weitläufige Landschaftsgarten ist im Gegensatz zum Schloss öffentlich zugänglich und mit den Bussen der Linie 249 (Wien/Schloss Laudon) und 50B (Anzengruberstraße) gut erreichbar.

Weinhandwerk

Der Wohlfühlfaktor vom Weinhandwerk kann mit Worten nur schwer beschrieben werden und hat sich einen Platz in unserer Übersicht über Geheimtipps für Wien verdient. Am Fuße des Bisambergs und kurz vor der Stadtgrenze versteckt sich diese grüne Oase – auch Wildkräuterbuchenschank genannt – die mit kulinarischen Köstlichkeiten und erlesenen Weinen auf euch wartet. Der Gastgarten ist wunderbar idyllisch, man sitzt unter schattenspendenden Bäumen mitten in den Weinbergen – Natur soweit das Auge reicht. Hier werden außerdem immer wieder Workshops und Seminare rund um das Thema Kräuter und Naturküche angeboten und die Location kann auch für private Gartenfeste gemietet werden. Erreichbar ist das zauberhafte Plätzchen zum Beispiel mit der Straßenbahnlinie 31 bis zur Endstation Stammersdorf und danach zu Fuß in ca. 30 Minuten.

Senderstraße 27, 1210

Chillen im weinhandwerk-compressed

(c) Weinhandwerk

Tür 7

Wenn es um Gehemtipps für Wien geht, ist die Bar Tür 7 weit vorne mit dabei. Die Bar im 8. Bezirk steht im Zeichen des Speakeasy-Prinzip, wie es in vielen Lokalen in der Prohibitionszeit in den Vereinigten Staaten üblich war. Wer also Gast in der edlen Bar sein möchte, muss sich telefonisch oder per Mail voranmelden und dann bei der Haustür klingeln. Von außen lässt sich nicht vermuten, dass sich in der ruhigen Umgebung eine der exquistesten Bars Wiens befindet, denn weder ein Schild noch leuchtende Letter deuten auf diese hin. Im Inneren angelangt, findet man sich in einem wunderbar stimmungsvollen Wohnzimmer wieder und die gemütlichen Möbel laden zum Verweilen ein. Der Name der Bar ist außerdem auch Programm, so bestimmt die Zahl 7 maßgeblich das gesamte Konzept: 7 Getränke auf der Karte, die alle 7 Wochen geändert werden.

Buchfeldgasse 7, 1080

Nondescript address of a #worldclass cocktail bar

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Ein Spaziergang durch das Währinger Cottageviertel

Es beeindruckt uns immer wieder, welche wunderschönen Villen den 18. und 19. Bezirk rund um den Türkenschanzpark säumen. Ein Spaziergang durch die Gegend lohnt sich schon alleine wegen dem typischen „Hier will ich mal einziehen“-Spiel. Seinen Favoriten bei all den wunderschönen Häusern zu finden, ist aber gar nicht so leicht. Unser Geheimtipp für Wien: Bei der U6 Station Währinger Straße – Volksoper aussteigen, über die Schulgasse rauf zum Kutschkermarkt schlendern (wir können einen Einkehrschwung im Café Himmelblau empfehlen), diesen und die Währingerstraße überqueren, bis ihr in der Gentzgasse landet. Dieser folgt ihr Richtung Martinstraße und biegt in die Cottagestraße ein: Willkommen im Cottageviertel Wiens! Hier findet ihr zahlreiche Botschaften, aber auch Häuser von Botschaftern (z.B. das der amerikanischen Botschafterin) und wunderschöne Villen. Ihr kommt vorbei am ehemaligen Haus von Arthur Schnitzler und Felix Salten, Autor von Bambi und es gibt einiges Wissenswertes zu entdecken. Nehmt euch eine Picknickdecke mit, dann könnt ihr am Ende der Tour im Türkenschanzpark entspannen.

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(c) 1000things.at / Marie Amenitsch

Gasthaus Woracziczky

So schwer sich der Name auch aussprechen lässt, umso leichter zergehen die Speisen auf der Zunge. Das Gasthaus befindet sich im 5. Bezirk nahe des Bacherplatzes in der Spengergasse 52. Der Schanigarten liegt sonnig in einer ruhigen Sackgasse und auch das Speisenangebot ist eindeutig auf der Wohlfühlseite der Gaumenfreude.Drinnen ermöglichen helle, große Fenster einen schönen Blick nach draußen und die Atmosphäre erweckt den Eindruck, im Wohnzimmer eines guten Freundes zu sitzen. Das Essen besteht aus guter bodenständiger und saisonaler Küche. Kleiner Tipp: Das Backhendl ist immer im Angebot und wahrlich ein Genuss. Wer dem Restaurant einen Besuch abstatten und sich selber von der hervorragenden Qualität des Essens überzeugen möchte, sollte jedoch informiert sein: Samstags, Sonntags sowie Feiertags ist stets geschlossen. Dies sollte aber kein Hindernis sein, denn die vollbesetzten Tische zeugen davon, wie viele andere auch gern unter der Woche einkehren, daher ist anrufen und reservieren zu empfehlen. Wer auf der Suche nach dem besten Wiener Schnitzel ist, ist mit diesem Geheimtipp für Wien garantiert bestens beraten.

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Spengergasse 52, 1050

Der Feigenhof

Etwas außerhalb in Simmering, aber immer noch in Wien, befindet sich ein idyllisches Fleckchen Erde, das in der Aufzählung über Geheimtipps für Wien nicht fehlen darf. Wer Ruhe sucht und zudem noch Feigen mag, ist hier genau richtig. Auf dem Hof von Frau Kujal und Herrn Thiesz dreht sich alles um die schmackhafte Frucht. Der Gastgarten ist üppig grün und herrlich entspannend für die Großstadtgewöhnten Augen. Wer einen Sitzplatz ergattert, steht so schnell nicht wieder auf. Bei unserem Besuch wurde uns liebenswürdigerweise die private Gartencouch angeboten. Es gibt in dem großzügigen Hofladen allerlei zur Verkostung und auch Gemüseraritäten und eine Feigenplantage im Glashaus zu bestaunen.Das Hinkommen ist mit der U3-Station Simmering und im Anschluss mit der Buslinie 73A bis zur Haltestelle Hörtengasse zu bewältigen. Von dort aus, 50 Meter zurück auf der Kaiserebersdorfer Straße bis hin zur Nr. 135, dort in den Weg (Privatzufahrt) mit der Feigenhofbeschilderung rechts einbiegen. Und voilà – schon seid ihr dort.

Alles in allem bietet der Feigenhof einen herrlichen Wochenendausflug mit Erholungscharakter. Unbedingt ein paar frische Feigen für zuhause mitnehmen – ein optimaler Genuss um sich im hektischen Alltag wieder an die kleine Oase in Simmering zu erinnern.

Paradise in the city 🌱🍅 #bestworkplace #biofeigenhof

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Der kleinste Weingarten Wiens

In einer Ecke direkt am Schwarzenbergplatz findet man ihn: Den kleinsten Weingarten Wiens. Betrieben wird er vom bekannten Weingut Mayer. Jahr für Jahr ist Anfang Oktober die Ernte das große Highlight im kleinen Garten. Sämtliche Weinprominenz Wiens (natürlich inklusive Bürgermeister) versammelt sich, um die Trauben der 60 Weinstöcke zu ernten. Daraus werden dann etwa 50 Flaschen Wein produziert, die dann in weiterer Folge versteigert werden.

Am Schwarzenbergplatz ist aber nicht nur der Weingarten ein Highlight, wenn man schon dort ist, sollte man auch unbedingt das Russendenkmal am unteren Ende des Platzes besuchen, gleich daneben ist der berühmte Hochstrahlbrunnen, der in Sommernächten in unterschiedlichsten Farben schillert. Direkt gegenüber vom Denkmal könnt ihr das wunderschöne Gebäude der französischen Botschaft bewundern.

Hubertuswarte

Last but not least darf in unserer Auflistung der Wiener Aussichtswarten auch die Hubertuswarte nicht fehlen. Mit ihrer Lage auf 508 Metern Seehöhe am Kaltbründlberg im Lainzer Tiergarten ist diese wohl eine der unbekannteren Aussichtswarten Wiens und ähnelt einem Turm. Diese Gestaltung geht auf den Erste Weltkrieg zurück, wo im Lainzer Tiergarten ein militärischer Stützpunkt errichtet wurde, der nach dem Verfall mit einem Aussichtsturm für BesucherInnen ersetzt wurde. Benannt ist die Warte nach dem hl. Hubertus, Bischof von Lüttich und Schutzpatron der Jagd. Die Aussichtsplattform auf 20 Metern Höhe erreicht ihr über eine innenliegende halbrunde Betonstiege mit 122 Stufen.

Hubertus Warte 268, 1130

Auf der #hubertuswarte #lainzertiergarten 🐗🌳 #wien #wienwandern #igersvienna

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Jazzcafé Sofa

Das Jazzcafé bietet jedem einen Heimathafen, der all die überfüllten und hippen Lokale im 7. Bezirk satt hat und endlich mal wieder in einem bodenständigen und authentisch urigen Café verweilen mag. Der Chef steht jeden Abend hinter dem Tresen und bedient mit seinem ganz eigenen Charme. Das Café macht seinem Namen doppelt Ehre, denn die Sofas sind gemütlichst und laden zum Lümmeln. Im Hintergrund wird jede Art von Jazz gespielt und das ungeübte Ohr entdeckt diese Musikrichtung auf ganz neue Weise. Jeden Donnerstag gibt’s dazu passend das Jazzquizz: Für drei erkannte Songs mit Titel und Interpret gibt es einen Vodka gratis. Schummeln durch Handynutzung widerspricht dem Gästeklientel. Pssst, unser Favorit: das Roulettespiel um den Lieblingsdrink. Einer der coolsten Geheimtipps für Wien.

Lindengasse 3, 1070

#jazzcafesofa #ehkloar

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Friedhof von Matzleinsdorf

Wie wär’s zu guter letzt mit einem Abstecher zu einem geheimen Friedhof? Noch versteckter und unbekannter als der Friedhof der Namenlosen oder auch der Jüdische Friedhof Rossau ist der Friedhof Matzleinsdorf oder vielmehr das, was davon übrig ist. Dieser befindet sich im heutigen Waldmüllerpark und Zugang zum Grabhain erhält man nur mit einem Schlüssel, den man beim Stadtgartenamt auf Anfrage ausgehändigt bekommt. Es gibt rund 100 historische Grabmäler und Gedenksteine zu bestaunen sowie Reste von Friedhofselementen wie die Steinpergola beim Haupteingang. An dieser Stelle soll es bereits im 17. Jahrhundert eine Begräbnisstätte gegeben haben und vor allem im 19. Jahrhundert wurden viele namhafte Künstler dort beerdigt. Der berühmteste unter ihnen wohl Antonio Salieri, der jedoch im Laufe der Zeit auf den Zentralfriedhof übersiedelt wurde. Einer der Geheimtipps für Wien, der eine mystische Reise in die Vergangenheit ermöglicht.

Waldmüllerpark, 1100  –  Straßenbahn 1,18, 62 – Haltestelle Kliebergasse

Für noch mehr Geheimtipps für Wien solltet ihr unseren WhatsApp Service nützen, hier findet ihr eine genaue Anleitung.

(c) Beitragsbild / https://www.instagram.com/travel.phlog/

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