Frankreich in Österreich

Wo sich Österreich wie Frankreich anfühlt

Freitag, 5. Juni 2020 / Lesedauer: ca. 5 Minuten

Wo sich Österreich wie Frankreich anfühlt

Freitag, 5. Juni 2020 / Lesedauer: ca. 5 Minuten

Der Frankreich-Urlaub muss dieses Jahr wohl leider noch etwas warten. Wir haben stattdessen ein paar Tipps zusammengetragen, wie ihr euch hierzulande ein paar Frankreich-Klassiker zu Gemüte führen könnt, um die Zeit bis zum nächsten Urlaub zu überbrücken.

von Magdalena Mösenlechner

Hin und wieder packt uns das Fernweh, und wir wünschen uns etwas mehr Abwechslung im schnöden Alltag. Wer etwa gerne nach Frankreich fährt, vermisst wahrscheinlich den würzigen Käse, die schöne Steppenlandschaft der Camargue, die joie de vivre der Provence und die Frische der Côte d’Azur. Wo ihr aber auch in Österreich etwas Frankreich-Flair erleben könnt, verraten wir euch hier. Also klemmt euch ein Baguette unter den Arm, und begebt euch mit uns auf eine kleine Reise.

Camargue

Wilde Flora und Fauna

Die französische Camargue ist bekannt für ungezähmte endlose Sumpflandschaften, freilaufende Pferde und Stiere und naturbelassene Flora und Fauna. Das erdverbundene Freiheitsgefühl einer solchen Ruheoase findet sich aber nicht nur in der Grande Nation. Dieses Stück Frankreich in Österreich stellt das Burgenland. An unserem größten See, dem Neusiedler See, könnt ihr den einzigartigen Steppen-Nationalpark erkunden. Dort radelt oder spaziert ihr vorbei an Wiesen, Weideflächen, Salzlachen und allerlei Schilf. Außerdem beherbergt der Nationalpark ein vielfältiges Tierreich, wie etwa eine Herde an rund 500 Steppenrindern und auch Przewalksi-Wildpferde.

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Salin-de-Giraud

Auch die bekannten Salz-Salinen und die Fleur de Sel stehen für die Camargue. Hier wartet Österreich problemlos mit allerlei Salzerlebnissen auf, denn nicht ohne Grund gibt es mit dem Salzkammergut eine ganze Region, die nach dem weißen Gold benannt ist. In den Salzwelten Altaussee etwa könnt ihr das größte aktive Salzbergwerk besichtigen, dabei auf langen Holzrutschen in die Tiefe sausen und durch massives Salzgestein wandern.

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Provence

Provenzalisches Blütenmeer

Provenzalisches Flair genießt ihr zum Beispiel in der steirischen Provence. Rund um den Biohof Wunsum bei Kitzeck im Sausal erstrecken sich die größten Lavendelfelder der Steiermark. Vor Ort könnt ihr auch Spezialitäten aus der hauseigenen Lavendelmanufaktur erwerben, wie etwa feine Liköre, wohlriechende Seifen und aromatischen Essig. In voller Blütenpracht erstrahlen die lila Felder Mitte Juli. Kitzeck ist übrigens der höchstgelegenste Weinort Österreichs, also gönnt entdeckt das savoir vivre mit einem Glas Wein an duftenden, farbvollen Feldern. Was es sonst noch so rund um Lavendel zu erleben gibt, verraten wir euch am Blog. Noch mehr provenzalisch anmutendes Blütenmeer findet ihr in Bad Erlach. Die roten und lila Mohnfelder stehen derzeit wieder in voller Blüte und betteln regelrecht nach ein paar gelungenen Schnappschüssen.

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Kräuter der Provence

Wer an die wunderbare Provence im Süden Frankreichs denkt, hat sogleich tiefgrüne Zypressen vor Augen und einen wohligen herben Duft in der Nase. Denn Lavendel und Mohn sind nicht die einzigen typischen Gerüche für diese Gegend. Auch die Kräuter der Provence und die mediterrane Küche begeistern unsere Sinne. Richtig schmecken tun diese aber nur, wenn sie frisch sind. Solltet ihr keinen Garten haben, müsst ihr deshalb aber keineswegs auf hauseigene Kräuter verzichten, denn die genügsamen Pflanzen wachsen auch am Fensterbrett zufrieden und gemächlich vor sich hin. Der Bio-Feigenhof in Simmering stattet euch gerne mit gehegten und gepflegten Setzlingen aus, die ganz ohne Spritzmittel aufgezogen wurden. Die typischsten Kräuter für französische Gerichte, wie Bohnenkraut, Thymian, Rosmarin, Oregano, Salbei und Estragon, sind dort ganzjährig erhältlich. Wem das Pflanzenmama- oder Pflanzenpapa-Dasein nicht beliebt, kann beim Ab-Hof-Verkauf auch auf Schnittkräuter setzen. Hier könnt ihr euch auch gleich Begleitung für eure Käse-Jause holen, denn wie der Name schon verrät, bekommt ihr hier auch süße Bio-Feigen.

Apéro

Mit französischen Kräutern könnt ihr aber nicht nur euer Mittagessen verfeinern, denn gerade im Süden Frankreichs pflegt man diese regelmäßig zu trinken. Nichts holt einen so schnell zurück an die Côte d’Azur, wie ein Glas kühler Pastis. Der französische Anis-Schnaps hat eine gewisse Lakritznote und wird oft mit Wasser aufgespritzt. Für den ultimativen Frankreich-Flash könnt ihr euch das eine oder andere Gläschen davon als Aperitiv – auf Französisch fesch abgekürzt auch „aperó“ – gönnen, etwa im Le Troquet in der Kirchengasse im 7. Bezirk.

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Die azurblaue Küste der Provence

Côte d’Azur heißt die südliche Küstenregion Frankreichs übrigens wegen der tiefblauen Farbe des Meers. Südsee-Vibes mit türkisem Wasser haben unsere heimischen Gewässer aber auch zu bieten. Der Weißensee in Kärnten ist mit seiner einzigartigen Optik hier ein ganz heißer Tipp. Wenn man sich hier in die azurblauen Fluten stürzt, kann man sich hervorragend an ferne Orte träumen, und die warmen Sonnenstrahlen auf der Haut genießen. Am Blog findet ihr aber einige österreichische Seen mit Karibik-Flair.

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Bretagne und Normandie

Cidre

Etwas bretonisches Feeling könnt ihr auch hierzulande finden. Das österreichische Äquivalent zum französischen Cidre ist ganz klar der Most. In der Mostothek im Wiener Volkskundemuseum könnt ihr immer dienstags von 17 bis 21 Uhr Most, Cider und Sprudelvarianten aus Äpfeln und Birnen durchkosten und so auf den fruchtig-frischen Geschmack kommen. Etwas Vorsicht ist aber geboten, denn der süße, schmackhafte Most geht runter wie nichts, und steigt uns mit derselben Geschwindigkeit in den Kopf. Den jungen Obstwein in etwas ländlicher Idylle und direkt vom Erzeugenden genießen könnt ihr beim Seppelbauer am Rand von Amstetten im Mostviertel. Vor Ort habt ihr die Möglichkeit euch die Produktionsstätten genauer anzuschauen und für 9 bis 15 Euro pro Person an einer Mostverkostung teilnehmen. Die Säfte und Mostsorten stammen natürlich alle aus eigenem Anbau und reichen von Birnenmost über Apfelcider bis hin zum Apfelmost Cuvee.

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Les Poissons de Bretagne

Wenn ihr euch noch mehr fühlen wollt, wie auf Urlaub in der Bretagne oder der Normandie, dann darf natürlich eines nicht fehlen: Fisch. Da unsere schöne Alpenrepublik leider nicht am Meer liegt, müssen wir zu Süßwasserfischen greifen. Doch diese schmecken keineswegs weniger gut, als an einem normannischen Hafen. Wie wäre es zum Beispiel mit würzigen Steckerlfischen bei Fisch-Hager? Direkt am idyllischen Traunfall gelegen könnt ihr die Frischbrathütte täglich zwischen 10 und 20 Uhr im Zuge einer Radtour ansteuern. Angeboten werden heimische Forellen und Saiblinge, aber auch Makrelen für jene unter euch, die doch etwas Meer-Luft schnuppern wollen.

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Le Fromage – was das Käseherz begehrt

Kulinarik in Frankreich ist aber auch eine Phrase, die nur ganz schwer ohne das Wort „Käse“ auskommt. Kaum ein Land feiert le fromage mehr ab, als die Grande Nation. Auf der Suche nach dem Käsehimmel in unserer Alpenrepublik stießen wir auf das Käse-Festival im köstlichsten Eck Kärntens. In Kötschach-Mauthen findet jedes Jahr gegen Ende September das Fest rund um unsere liebste Milchprodukt-Begierde statt. Besondere Spezialität ist hier der Gailtaler Almkäse, ein Rohmilch-Käse nach jahrhundertealtem Rezept. Heuer ist es am 26. und 27. September wieder so weit.

Ein ganz besonderes Käse-Erlebnis bietet auch die Fromagerie zu Riegersburg. Der dort ansässige selbsternannte Käsekünstler glänzt in der Steiermark mit einzigartigen Kreationen wie Doppelschimmel-Käse mit Likör, Kuh-Rohmilchkäse mit Weinhonigblüten oder Vulkanland-Cheddar mit Buchenasche. Käse-Begeisterte haben hier die Möglichkeit bei Führungen einen Einblick ins Käsemachen zu bekommen, und natürlich nebenher die hauseigenen Spezialitäten durchzuprobieren. Noch mehr Käse-Spaß in Österreich findet ihr bei uns am Blog.

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Champagne

Das goldene Prickelwasser ist wohl eine der bekanntesten Spezialitäten Frankreichs. Champagner ist übrigens ein gesicherter Name, und darf nur für Schaumwein aus der Region Champagne verwendet werden. Alles andere fällt unter Crémant oder Schaumwein. Auch hierzulande könnt ihr euch dem perlenden Gefühl in der Welt des Prickelns hingeben, zum Beispiel bei einem Schaumwein-Tasting von Wein.Laden. Eine Mischung aus heimischen Sekten und importierten Perlweinen nimmt euch so auf eine kleine Geschmacksreise mit. Eine spezielle Vorliebe für heimischen Sekt könnt ihr in den Schlumberger Kellerwelten fröhnen. Die älteste Sektkellerei Österreichs bietet Führungen durch ihre Sektlager mit anschließender Verkostung der hauseigenen Spezialitäten an.

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Typisch französisch ist natürlich die Liebe zum guten Tröpfchen Wein. Am Blog verraten wir euch, wo ihr die coolsten Weinkeller Österreichs findet. Für noch mehr Tipps zu Unternehmungen stöbert doch einfach mal in unseren To Dos. Außerdem haben wir für euch eine Liste der besten französischen Cafés in Wien zusammengetragen.

(c) Beitragsbild | Sman_5 | Pixabay

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