Bezaubernde Innenhöfe und Geheimgänge in Wien

Donnerstag, 12. Mai 2016 / Lesedauer: ca. 4 Minuten

Bezaubernde Innenhöfe und Geheimgänge in Wien

Donnerstag, 12. Mai 2016 / Lesedauer: ca. 4 Minuten

Wien bietet eine gesunde Mischung aus quirliger und lässiger Atmosphäre. Wer ein bisschen Ruhe sucht, kann sich in eines der zahlreichen, wunderschönen Cafés setzen oder sich aber auch einfach mal von den versteckten Innenhöfen Wiens verzaubern lassen. 1000things ist für euch unterwegs gewesen und hat sich ein paar bezaubernde Plätze heraus gesucht, um sie euch ein bisschen näher vorzustellen.

von Marie Amenitsch & Luisa Lutter

Ja, auch so kann Wien aussehen. Taucht man einmal in die geheime Welt der Hinterhöfe und kleinen Ruheoasen ein, bekommt man gar nicht mehr genug davon. Wir stellen euch einige Schmankerl vor und hoffen, dass ihr euch in den ein oder anderen un- oder auch bewusst verirrt. Wir wünschen auf jeden Fall viel Freude beim Entdecken.

Blutgassenviertel

Wenn imposante Architektur auf Geschichtsträchtigkeit und enge, hohe Gassen trifft, ist es sehr wahrscheinlich, dass man sich im ersten Bezirk – besser gesagt im Blutgassenviertel unmittelbar hinter dem Stephandsom – befindet. Prächtige, mit Backsteinen besetzte Fassaden reihen sich hier aneinander und sind Tor zu wunderbaren und versteckten Innenhöfen. So findet man dort z.B. den Trienter Hof, den Domherrenhof und den großen und kleinen Fähnrichshof, die jedoch erst einmal entdeckt werden müssen: Wenn wann sich von der Domgasse kommend links hält, kommt man auf ca. halber Strecke  zu einem Durchgang der zu letztgenanntem Hof und einem wahren architektonischen Highlight führt. Eine zauberhafte grüne Oase mit wunderschönen Treppen, verspielten Balkonen und romantischen Lauben wartet auf euch. Unbedingt beim nächsten Innenstadtbummel einplanen, einmal mehr verliebt man sich hier in Wiens zauberhaftes Flair.

Arkadenhof der Universität Wien

Wenn ein Ort wo gelehrt und gelernt wird, gleichzeitig auch noch architektonisch so wunderbar anzusehen ist, wie es bei der Hauptuniversität der Fall ist, ergibt das eine ganz besondere Atmosphäre, die man gesehen und erlebt haben sollte. Der große Arkadenhof ist das ganze Jahr über wunderbar anzusehen: Sind es im Herbst die farbenprächtigen Blätter, die den Hof in satte Farben tauchen, ist es im Winter durch Eis, Schnee und Kälte hier einzigartig still und elegant. Im Frühling und Sommer lungern zahlreich die Studenten herum, recken ihre Nasen in die Sonne und verlagern ihre Mittagspause in die bequemen Liegestühle, wodurch eine angeregte Stimmung entsteht. Macht euch am besten selbst ein Bild und lasst euch vom Mix aus Geschichtsträchtigkeit und studentischer Euphorie verzaubern.

Arkadenhof Uni Wien

(c)1000things.at / Marie Amenitsch

Durchhaus

Erst im Mai letzten Jahres wurde das Durchhaus – Wiener Gastwirtschaft eröffnet und wir lieben es jetzt schon. Spaziert man die Neustiftgasse entlang und gönnt sich ein Eis bei Veganista auf den kleinen Sitzmöglichkeiten vor dem Lokaleingang, erspäht man auf der gegenüberliegenden Straßenseite eine große, geöffnete Tür. Wir waren neugierig und mussten das gleich mal erkunden. Mitten im Gastgarten angekommen, der zugleich ein „Geheimgang“ zwischen Neustiftgasse und Lerchenfelderstraße ist, erwartet euch ein traumhaft schönes Plätzchen, wie ihr auf dem Foto unten sehen könnt. Aufgekocht wird neue Wiener und Österreichische Küche und auch vegane Gerichte stehen zur Auswahl. Uns hat der Muskateller-Spritzer richtig gut geschmeckt – ganz klar besser als ein Spritzer mit Schankwein, da sind wir Wiener ja Kenner. Ein idyllischer Ort zur Stadtflucht in Wien, der sich so ganz nebenbei auch gut zum Leuteschauen anbietet, da hier stetig Menschen zwischen Lerchenfelderstraße und Neustiftgasse hin- und herspazieren. Einen klitzekleinen Abzugspunkt gibt es dafür, dass der Garten nur bis 22 Uhr geöffnet ist, allerdings ist es auch untertags (vergleichsweise) so herrlich kühl hier, dass man sich ruhig schon früher zusammensetzen kann.

Neustiftgasse 16, 1070

Raimundhof

Seinen Name verdankt dieses Schmuckstück Schauspieler Ferdinand Raimund, der im dort angesiedelten Haus „Zum goldenen Hirschen“ 1790 geboren wurde. Dieses Gebäude auf der Mariahilfer Straße 45 fungiert heute als Durchhaus, das durch die Aneinanderreihung von mehreren Stiegenaufgängen und Höfen die Mariahilfer Straße mit der Windmühlgasse verbindet. Kleine Lokale und Cafés zieren den Hof, der sogar eine schnuckelige Einkaufspassage beherbergt.
Besonders rund um die Weihnachtszeit ist es hier durch die Lichterketten besonders romantisch, während man im Sommer  z.B im Nice Rice super draußen sitzen und die vegetarische Küche genießen kann.

Last Sunday #whpdayoff

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Schlossquadrat

Dieser recht große Innenhof ist umgeben von einem Gebäudekomplex, welcher auf das 14. Jahrhundert zurück datiert werden kann. Ein Schloss sucht man in diesem Sinne vergebens, doch besticht der Innenhof durch seine Größe und den romantischen Gastgarten des Lokales „Silberwirt“. Wir empfehlen hier unbedingt zu verweilen und den flotten und ausgesprochen guten Service der Schankkräfte in Anspruch zu nehmen. Dazu ein ordentliches Kalbsschnitzel oder eines der frischen Bärlauchgerichte genießen und der Grätzeltrubel drumherum ist schnell vergessen. Wer Spaß versteht und sich nach einer sättigenden Mahlzeit noch im Spiegel anschauen mag, kann dies auf sehr amüsante Art ebenfalls im Durchgang zum Hof. Schaut vorbei und lasst euch überraschen.

#margareten #schlossquadrat #herbst

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Margaretenhof

Direkt schräg gegenüber liegt zudem der Margaretenhof. Neugierige Blicke sind dieser traumhaften Allee täglich sicher. Die schmiedeeisernen Tore trennen dieses Mini-London vom herkömmlichen Wiener Charme. Wenn der Zugang auch nicht wirklich möglich ist und die Tore stets verschlossen sind, solltet ihr dennoch unbedingt mal einen Blick reinwerfen – hach, wie schön wäre es, hier zu wohnen…

Margartenhof - Innenhoefe in Wien

(c) 1000things.at / Marie Amenitsch

Schmeckender Wurm Hof

Der Name mutet etwas bizarr an und die Legenden um die Namensgebung gehen in alle Richtungen. Welche von den diversen Versionen wahr ist, wird wohl nicht mehr erklärbar sein, aber fest steht, auch nach Jahrhunderten der Erbauung ist der Durchgang von der Wollzeile zum Lugeck ein kleiner Augenschmaus. Durch den Hof kommt man nicht so schnell, da der Blick meist von links nach rechts wandert, gibt es doch so viele Dinge in den Auslagen zu bestaunen. Bei all dem Trubel im ersten Bezirk kommt hier für die Dauer des Durchgehens kurzzeitig Entschleunigung auf – eine willkommene Abwechslung.

(September, 2014) Figlmüller restaurants. Founded over 110 years ago, the Figlmüller restaurants on Wollzeile and Bäckerstraße are known and beloved around the globe. It was in 1905 that the legendary schnitzel was born. It was back then that Johann Figlmüller opened a small wine tavern on Wollzeile, right behind St. Stephen’s Cathedral. Right from the start it stood for the unparalleled Viennese way of life: a restaurant that was always a fine place to chat and celebrate and that had a great menu and select local wines. And, of course, the original rendition of the schnitzel. The brothers Hans Jr. and Thomas Figlmüller are still maintaining the tradition which is now in its fourth Figlmüller generation. #figlmüller #figlmuller #restaurant #schnitzel #wien #vienna #österreich #austria #innerestadt #stephansdom #wollzeile #bäckerstraße

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Michaeler Durchgang

Sobald man durch den versteckten Michaeler Durchgang schlendert – der Michaelerplatz und Habsburggasse verbindet – überkommt einen eine wundervolle Ruhe. Hier befinden sich allerlei feine Geschäfte, die zum Stöbern locken und den Hof aus dem Spätbarock flankieren. Der erste Bezirk überrascht uns mal wieder und lässt uns im südländischem Flair schwelgen. Touristen? Hier definitiv Fehlanzeige.

Na, Lust bekommen neue Plätze und Ecken in eurer Lieblingsstadt zu entdecken? Hier findet ihr noch wesentlich mehr To Do’s und kulinarische Highlights. 

Für noch mehr Tipps solltet ihr unseren WhatsApp Service nützen, hier findet ihr eine genaue Anleitung.

 

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