stadtwanderweg 2

Wiener Aussichtswarten

Samstag, 14. April 2018 / Lesedauer: ca. 2 Minuten

Wiener Aussichtswarten

Samstag, 14. April 2018 / Lesedauer: ca. 2 Minuten

Wer die Stadthektik, Grant in den Öffis und den Alltagsstress kurze Zeit hinter sich lassen möchte, der ist mit einem Abstecher zu Wiens Aussichtswarten bestens beraten. Verbunden mit einem ausgedehnten Spaziergang profitiert man dort neben idyllischer Naturkulisse vor allem auch vom traumhaften Ausblick auf das frühlingshafte Wien.

von Marie Amenitsch

In diesem Blogbeitrag geht’s hoch hinauf und hin zu Wiener Aussichtswarten, die euch mit einem fantastischen Ausblick auf unsere Lieblingsstadt belohnen.

Stefaniewarte

Den Anfang, in unserer Übersicht zu den Wiener Aussichtswarten, macht die Stefaniewarte am Kahlenberg. Sie verdankt ihren Namen der Kronprinzession Stefanie, der Gemahlin von Kronprinz Rudolf. Sie befindet sich auf 484 Metern am Gipfel des Kahlenberges. Über 125 Stufen erreicht man die Aussichtsplattform des 22 Meter hohen Turms, der 1887 errichtet wurde. Von den ursprünglichen zwei Stiegenhäusern ist heute für die Öffentlichkeit jedoch nur noch eins begehbar. Ein interessantes Detail am Rande: Für die Errichtung der Stefaniewarte wurden Ziegel des Maschinenhauses der stillgelegten Drahtseilbahn auf den Leopoldsberg verarbeitet. Seit der Generalsanierung 2017 ist die Stefaniewarte von April bis Oktober wieder öffentlich begehbar und man muss lediglich einen Euro Erhaltungsgebühr für den Aufstieg bezahlen. Die Busse der Linie 38a bringen euch schnell und unkompliziert hinauf zum Kahlenberg, von der dortigen Bushaltestelle sind es nur noch einige Minuten zu Fuß.

Am Kahlenberg, 1190

Habsburgwarte

Deutlich weniger bekannt unter den Wiener Warten ist die Habsburgwarte am Herrmannskogel, die wir im Zuge unserer Recherche über Wiener Geheimnisse entdeckt haben. Mit einer Höhe von 27 Metern wurde diese anlässlich des 40-jährigen Regierungsjubiläums von Kaiser Franz Joseph erbaut, 1889 eröffnet und 1972 unter Denkmalschutz gestellt. In der Habsburger Monarchie war der mittelalterliche Wehrturm zudem der wichtigste Vermessungspunkt für Österreich-Ungarn. Heute kann die Habsburgwarte von Anfang April bis Ende Oktober und  bei Schönwetter an Samstagen von 13 bis 18 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 10 bis 17 Uhr erklommen werden. Der Weitblick, der sich einem oben angekommen auftut, ist atemberaubend und besonders empfehlenswert ist eine Besichtigung im Zuge des Stadtwanderweg 2, der in Sievering startet und sich über rund zehn Kilometer erstreckt. Wer nicht so viel Zeit hat, kann auch auf der Höhenstraße beim Parkplatz vom „Grüaß di a Gott-Wirt“ parken und über den Hermannskogelweg in ca. 30 Minuten zur Warte kommen.

Habsburgwarte, 1190

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Paulinenwarte

Ganz im Stil der in der unmittelbaren Umgebung liegenden Häuser und Villen des Cottageviertels fügt sich die Paulinenwarte im Türkenschanzpark ins Gesamtbild ein. Der Aussichtsturm hat eine Höhe von 23 Metern und verdankt seinen Namen der Fürstin Pauline Metternich, die einst sehr viele Pflanzen für die Gestaltung des Türkenschanzpark als englischer Landschaftsgarten spendete. Zum Zeichen der Anerkennung wurde die Warte, die auch als Wasserspeicher dient, 1909 nach ihr benannt. Einige wenige Male im Jahr kann die Paulinenwarte auch gegen einen kleinen Unkostenbeitrag erklommen werden und man erlebt den Türkenschanzpark aus einer völlig neuen Perspektive. In diesem Jahr zum Beispiel am 21. und 22. April, am 26. und 27 Mai und am 16. und 17. Juni.

Feistmantelstraße 2, 1180

Jubiläumswarte

Die Jubiläumswarte hebt sich mit ihrer Stahlbetonkonstruktion deutlich von den anderen Wiener Aussichtswarten ab und belohnt einmal mehr mit wunderbarem Panoramablick: Nach Westen über den angrenzenden Wienerwald nach Osten und über das Wiener Stadtgebiet. Ihr findet sie im 16. Bezirk auf dem Gallitzinberg am westlichen Stadtrand von Wien auf einer Seehöhe von 449 Metern. Die 31 Meter hohe Aussichtsplattform ist frei zugänglich und ihr erreicht diese über 183 Stufen. Gut festhalten, oben ist es oft sehr windig. Wer hier vorbeischauen möchte, nimmt am besten die Busse der Linie 46A oder 46B bis zur Haltestelle „Feuerwache am Steinhof“ oder „Savoyenstraße“ und genießt den etwa zwanzig minütigen Fußweg bis zur Warte.

Johann-Staud-Straße 80, 1160

Hubertuswarte

Last but not least darf in unserer Auflistung der Wiener Aussichtswarten auch die Hubertuswarte nicht fehlen. Mit ihrer Lage auf 508 Metern Seehöhe am Kaltbründlberg im Lainzer Tiergarten ist diese wohl eine der unbekannteren Aussichtswarten Wiens und ähnelt einem Turm. Diese Gestaltung geht auf den Erste Weltkrieg zurück, wo im Lainzer Tiergarten ein militärischer Stützpunkt errichtet wurde, der nach dem Verfall mit einem Aussichtsturm für BesucherInnen ersetzt wurde. Benannt ist die Warte nach dem hl. Hubertus, Bischof von Lüttich und Schutzpatron der Jagd. Die Aussichtsplattform auf 20 Metern Höhe erreicht ihr über eine innenliegende halbrunde Betonstiege mit 122 Stufen.

Hubertus Warte 268, 1130

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(c) Beitrgasbild /  https://www.instagram.com/nadjapics/

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