Kraftwerk Freudenau

9 Dinge, die du im 11. Bezirk im Lockdown machen kannst

Mittwoch, 27. Januar 2021 / Lesedauer: ca. 5 Minuten

9 Dinge, die du im 11. Bezirk im Lockdown machen kannst

Mittwoch, 27. Januar 2021 / Lesedauer: ca. 5 Minuten

Irgendwie fühlt sich im Lockdown jeder Tag verdächtig gleich an. Höchste Zeit also für ein bisschen Abwechslung! Wir zeigen euch, wie ihr auch in Simmering dem Lockdown-Alltag entkommt – und angesichts des spärlichen Lieferservice-Angebots nicht verzweifelt.

von Viktoria Klimpfinger

*Wir wollen euch auch während der aktuellen Maßnahmen inspirieren und versuchen, unsere Artikel laufend Covid-konform upzudaten. Bitte haltet euch weiterhin an die Maßnahmen. Nur wenn wir jetzt zusammenhalten und aufeinander schauen, können wir möglichst bald wieder all diese Inspiration gemeinsam genießen und zu einem halbwegs normalen Alltag zurückkehren.

Si-Si-Simmering – das ist der Kampfschrei des ersten Simmeringer Sportklubs. Da will man doch glatt inbrünstig das Bierglas auf den Heurigentisch der Fußballkantine detonieren lassen. Aber das geht natürlich im Lockdown nicht. Dafür kann man sich aber auch im 11. Bezirk mit ein paar anderen Dingen die Corona-Zeit vertreiben.

Schloss Neugebäude und Naturlehrpfad

Üblicherweise findet im Schloss Neugebäude ja von Adventmärkten über Sommerkino bis Ritterspielen so ziemlich alles statt, was eines historischen Ambientes würdig ist. Momentan könnt ihr euch in den Räumlichkeiten des verfallenen Schlosses des Manierismus gratis und offiziell auf Corona testen lassen. Und danach könnt ihr euch hier wunderbar die Füße vertreten. Ihr spaziert zunächst durch den 2010 neu angelegten Park vor dem Schloss und kommt zum Anfang des Naturlehrpfads, der euch bis zur Florian-Hedorfer-Straße führt. Ihr könnt entweder über eine herrlich weite Wiese spazieren oder den wild umwucherten Waldweg daneben nehmen. Zwischen Gemeindebau und Simmeringer Hauptstraße auf der einen, unberührter Natur auf der anderen Seite spaziert man hier – wie in Simmering so oft – zwischen zwei Welten.

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Wiener Zentralfriedhof

Winter oder Sommer, Lockdown oder nicht – der Wiener Zentralfriedhof ist sowieso immer ein beliebtes Ausflugsziel und die unisono Antwort auf die Frage: „Du wohnst in Simmering? Gibt’s da nicht nur Autohäuser?“ Wenn man schon einen der größten in Europa hat, muss man eben auch damit angeben. In Wien gehört der Tod zum Leben dazu und die Grabanlagen zur urbanen Freifläche. Ob man nun zielstrebig zu den zahlreichen Ehrengräbern von Schubert bis Falco pilgert, die Friedhofskirche zum heiligen Borromäus bestaunt oder einfach die eigentümliche Atmosphäre zwischen Gräberfeld und Naturraum auf sich wirken lässt – dieser Friedhof ist erstaunlich vielfältig.

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Friedhof der Namenlosen

Mystisch und beklemmend zugleich ist die Stimmung etwas weiter stadtauswärts. Fährt man in Richtung Alberner Hafen, kommt erst mal die städtische Müllverbrennungsanlage und dann lange nichts, bis sich die ersten Hafengebäude aus der Brache erheben. Dahinter kommt man zum Friedhof der Namenlosen. Eigentlich handelt es sich dabei um zwei Friedhöfe, von denen aber nur mehr einer erkennbar ist. Der ursprüngliche Beisetzungsort für Wasserleichen aus der Donau wurde immer wieder überschwemmt und im Zuge von Erweiterungen des Hafens und des Hochwasserschutzes vor ein paar Jahren schließlich gerodet und planiert. Im Jahr 1900 wurde hinter dem Hochwasserschutzdamm ein zweiter Friedhof angelegt, der bis heute zugänglich ist und regelmäßig gepflegt wird. Gräber aus der Zeit nach 1940 findet man hier nicht, die Donauleichen werden längst am Zentralfriedhof beigesetzt. Dennoch fungiert der Friedhof der Namenlosen nach wie vor als stiller Gedenkort für die Opfer der Donau, eingebettet zwischen Hafenlärm und Flussrauschen.

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Am Kanal entlang

Aber auch im elften Hieb muss einem Spaziergang nicht immer der Dunst des Morbiden anhaften. Wer es gerne ebenerdig und gut betoniert mag, kann von der S-Bahn-Station Rennweg aus Am Kanal bis zum – es geht ja doch nicht ganz ohne – Zentralfriedhof flanieren und kommt dabei etwa am Herderpark vorbei. Zugegeben: Im Vergleich zur Prater Hauptallee ist der Spazierweg entlang der Bahntrasse nicht unbedingt das, was man als idyllische Prachtstraße verstehen würde. Aber aufgrund seiner breiten, ebenen Beschaffenheit eignet er sich gut zum Radeln oder Inline-Skaten. Benannt ist er übrigens nach dem Wiener Neustädter Schiffskanal, der ab 1803 von Wien bis Wiener Neustadt und unter anderem durch Simmering verlief.

Kraftwerk Freudenau

Etwas weiter stadtauswärts, wo das urbane Gebiet allmählich zur Gstettn wird, findet ihr das Kraftwerk Freudenau. Ein breiter Spazier- und Radweg führt euch quer über den Donaukanal und auf die unteren Ausläufe der Donauinsel. Abseits des Trubels der Stadt könnt ihr hier entweder auf den asphaltierten Wegen spazieren oder in die Stadtwildnis eintauchen. Nur ein paar Gehminuten vom Kraftwerk entfernt stoßt ihr etwa auf den ehemaligen Donau-Altarm „Toter Grund“, der bewusst als Auwald-Relikt erhalten wurde und seit 1986 Naturdenkmal nach dem Wiener Naturschutzgesetz ist. Eine fast schon unwirklich wilde Oase am Stadtrand. Aber auch das Kraftwerk selbst ist ein echtes Highlight. Führungen könnt ihr zurzeit zwar keine machen, aber mit der Gratis-App von VERBUND wird euer Smartphone ganz einfach zur 3D-Brille und ihr könnt das Kraftwerk auf einem virtuellen Rundgang selbst erkunden.

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Lockdown Pop-Up Pizza

„Jetzt hat auch Simmering ein Hipster-Café“, titelte der Kurier 2018, als im Elften mit dem Café 42 auf der Geiselbergstraße gegenüber der ehemaligen Ildefonso-Fabrik endlich auch ein bisschen Industrial Chic einzog. Normalerweise bekommt man hier Jausenbrote mit Zutaten von lokalen Produzent*innen, frisch gebackene Kuchen und allerhand regionale Schmankerln. Während des Lockdowns hat das Café 42 die Karte allerdings um ein paar Zentimeter erweitert und die Lockdown Pop-Up Pizza days ausgerufen. Ihr könnt also neben zwei verschiedenen Suppen und einigen Jausenbroten auch aus sechs verschiedenen ausgefallenen Pizzavarianten wählen, sie online bestellen und vor Ort abholen. Eins vorweg: Eine Pizza Hawaii mit Ananas aus der Dose und Analogkäse sucht ihr hier vergeblich. Zum Glück.

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Jo’s Bistro

Hipster treten ja bekanntlich im Rudel auf. Daher ist es kaum verwunderlich, dass es in Sassy Simmering bereits ein zweites trendiges Café gibt. In Jo’s Bistro auf der Simmeringer Hauptstraße könnt ihr euch von Dienstag bis Sonntag frisch gekochte und gesunde Gerichte der Wochenkarte von Pad Thai bis zum Simmeringer Gröstl abholen oder liefern lassen. Definitiv eine willkommene Abwechslung zum sonst in Simmering eher mauen Lieferservice-Angebot.

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Lockdown-Abholkarte im Hopfen & Malz

Denn die gängigen Online-Lieferservices spucken im 11. Bezirk außer Fastfood-Klassikern wie Burger, Pizza und Hühnerfleisch süß-sauer nicht unbedingt eine ausgefeilte kulinarische Geschmackspalette aus. Also haben mal über den Plastiktellerrand hinausgeschaut und sind beim Hopfen & Malz auf der Kaiserebersdorfer Straße fündig geworden. Eh klar – wenn man sich schon selbst den Beinamen „Die Simmeringer Institution“ gibt. Normalerweise sitzen wir hier mit Familie und Freund*innen im schattigen Gastgarten an den großen Holztischen und lassen den Sommer langsam zum Herbst werden. Das geht zurzeit nicht. Erstens ist Winter, zweitens ist Lockdown. Deshalb versorgt uns das Hopfen & Malz täglich zwischen 11 und 14 sowie 17 und 20 Uhr mit einer eigenen Lockdown-Abholkarte. Darauf tummeln sich Klassiker wie Backhendl, Schweinsbraten, Spareribs oder Gulasch. Also nicht unbedingt etwas für den kleinen Hunger, aber unbestreitbar etwas für die Seele. Mmmhhh…

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Hippe Lieferservices abseits des Mainstreams

Gerade haben wir ja über die spärliche Lieferservice-Auswahl gelästert. Und wir stehen dazu. Weil uns in Si-Si-Simmering aber langsam die hippen Gerichte und trendigen Snacks ausgehen, haben wir uns verzweifelt umgesehen, wie wir denn ein bisschen Innerhalb-des-Gürtels-Flair in die Randbezirke bekommen. Und da gibt’s tatsächlich einige Optionen: Auf Drinks at Home könnt ihr euch durch die köstlichen Cocktail-Kreationen von acht Szene-Barkeeper*innen der Stadt scrollen und sie euch in ganz Wien liefern lassen. Ja, auch bis zum letzten Zipfel von Kaiserebersdorf. Auch die Knödelmanufaktur hat unseren knurrenden Magen erhört und liefert ab einem Bestellwert von 25 Euro gratis nach Simmering. Und gegen Lieferkosten von 9,90 Euro könnt ihr euch sogar die g’schmackigen Cupcakes von Cupcakes Wien aus dem Achten in den Elften kommen lassen. Und schon fühlt sich der Thürnlhof an wie der Sünnhof – zie-zie-ziemlich leiwand.

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Jetzt haben wir euer Interesse geweckt? Dann verraten wir euch auch gleich ein paar Insider-Fakten über den 11. Bezirk. Außerdem zeigen wir euch ein paar ausgefallene Spazierrouten für die Zeit des Lockdowns.

(c) Beitragsbild | Viktoria Klimpfinger | 1000things

(c) Facebook Beitragsbild | Oliveroth | Instagram

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