Was man bei Regenwetter in Wien machen kann

Samstag, 2. März 2019 / Lesedauer: ca. 6 Minuten

Was man bei Regenwetter in Wien machen kann

Samstag, 2. März 2019 / Lesedauer: ca. 6 Minuten

Tage, an denen es in Wien nicht richtig hell zu werden scheint und sich der Nebel wie ein Schleier über die Gebäude legt, bekämpfen wir am liebsten mit jeder Menge gute Laune. Natürlich kann es auch schön sein, den ganzen Tag nicht unter der warmen Bettdecke herauszukommen, wem das jedoch auf die Dauer zu langweilig werden sollte, ist hier bestens aufgehoben: Wir präsentieren euch unser buntes Schlechtwetterprogramm für alle Sinne und wünschen viel Spaß.

 

von Marie Amenitsch

*Update: Juli 2019

Dass Schlechtwetter, grauer Himmel und Dauerregen kein Grund zum Trübsal blasen sind, beweisen wir mit diesem Blogbeitrag und präsentieren euch unsere liebsten Locations und Programmpunkte für Regenwetter in Wien.

Kaffeegenuss

Weil es an Schlechtwettertagen doch nirgendwo entspannter zugeht, als in einem der zahlreichen Traditions-Kaffeehäuser, können wir euch einen Besuch nur wärmstens ans Herz legen, so zum Beispiel im Café Sperl. Wien bleibt Wien und das Sperl bleibt das Sperl und das schon seit 1880. Ein jeder (Wahl-) Wiener sollte seinen Weg einmal hierher finden, um vom ursprünglichen und traditionellen Kaffeehausflair der „Institution“ profitieren zu können. Die Plätze sind begehrt und in der schummrigen Atmosphäre lässt es sich so wunderbar verweilen, Zeitung lesen und Kaffee trinken. Auf der Speisekarte finden sich alle Klassiker der unterschiedlichen Kaffeevariationen, aber auch traditionelle Speisen wie Würstel, Schnitzel und zahlreiche Mehlspeisen dürfen nicht fehlen. Gut zu wissen: Geöffnet ist täglich bis 23 Uhr. Schaut vorbei und lasst euch vom Charme des Kaffeehauses verzaubern. Aber auch das Café Sacher und das Café Central muss man zumindest einmal besucht haben. Perfekt für Regenwetter in Wien! Mehr traditionellen Wiener Kaffeehaus-Charme findet ihr in diesem Artikel.

Gumpendorfer Straße 11, 1060

View this post on Instagram

#coffeetime #kawaiciastko ☕️

A post shared by Joanna Perczew (@joanna_pe) on

Dem weißen Kaninchen folgen

Der graue Himmel schlägt sich nicht nur auf die eigene Laune nieder, sondern auch eure Liebsten geraten allmählich in den Regenwetter-Blues? Dann schnappt euch eure Kinder, kleinen Geschwister, Nichten und Neffen und malt eure Umgebung wieder bunt!
Zumindest in der interaktiven Fantasiewelt The Alice Fairytale in Wien Mitte ist das möglich. Denn auch das Wunderland hat jegliche Farbe verloren und von Hutmacher bis Grinsekatze warten seine Geschöpfe auf Erlösung durch die Besuchenden. In den zwölf interaktiven Abenteuerräumen werdet ihr vor verschiedenste Aufgaben gestellt: da müssen etwa Wände bemalt, Flamingos gefüttert oder Geschirr zerschlagen werden. Klingt für uns, als könnten daran nicht nur Kinder Spaß haben.
Digitale Technologien sorgen dafür, dass in The Alice Fairytale Unmögliches möglich wird und ihr die beliebte Geschichte von Lewis Caroll durch Multimedia-Elemente hautnah miterleben könnt. Spezielle Geräte am Körper sind dafür nicht nötig, und dem Kaninchen ins Wunderland folgen können alle Erwachsenen und Kinder ab dem Alter von vier Jahren.
Wer vom plötzlichen Farbschock hungrig geworden ist, kann anschließend in magischer Atmosphäre im dazugehörigen Restaurant Happy Rabbit dinieren. Alle Infos zur neuen Attraktion findet ihr in unserem To Do-Profil.

WIEN MITTE The Mall, Landstraßer Hauptstraße 1b, 1030

The Alice Fairytale

(c) The Alice Fairytale

Regenspaziergang

Wie heißt es so schön? „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur eine schlechte Ausrüstung!“ Ganz nach diesem Motto empfehlen wir euch: Holt die verstaubte Regenjacke aus dem Kasten, zieht die wasserfesten Schuhe an und nehmt euren Lieblingsmenschen bei der Hand. Es warten wunderbare Plätze und Ecken auf euch, an denen ihr vielleicht noch nicht gewesen seid. Außerdem ist’s nach einem Abstecher in die Nässe und Kälte daheim gleich doppelt so kuschelig. Na dann: Raus mit euch! Besonders mystisch ist zum Beispiel der Sternwartepark im 18. Bezirk, der Friedhof der Namenlosen, der Augarten oder auch der weitläufige Schwarzenbergpark. Hier entlang geht’s zu weiteren Routen für Spaziergänge durch Wien.

november in wien

(c) 1000things.at / Marie Amenitsch

Shopping, Shopping, Shopping

Sobald das Wetter schlecht wird, kitzelt es vielleicht den ein oder anderen unter euch in den Zehen und ihr verspürt das Verlangen, euren Kleiderkasten neue Schmuckstücke zu verpassen? Doch warum immer zu den gängigen Modeketten gehen, wenn es in Wien so coole Second Hand Läden und Pop-Up Stores gibt? Ein persönlicher Favorit von uns ist auch das „Luv the Shop“ in der Gumpendorfer Straße. Hier wird Individualität und Kreativität groß geschrieben und es warten trendige Must-Haves der Saison und zuckersüße Accessoires auf euch. Die Stimmung ist äußerst entspannt und man hat das Gefühl, in einem großen Wohnzimmer gelandet zu sein, in dem die Leidenschaft zur Mode greifbar in der Luft liegt.  Wer beim Shoppen wert auf ökologische Qualität und faire Produktion legt, der sollte sich unseren Blogbeitrag über Green Shopping in Wien einmal zu Gemüte führen. Persönlicher Geheimtipp: Das Zerum in der Kirchengasse.

(c) 1000things.at / Marie Amenitsch

Lasst euch von den Wachsfiguren bei Madame Tussauds verzaubern

Ihr wolltet schon immer gemeinsam mit Falco auf der Bühne stehen, ein Selfie mit Taylor Swift knipsen, neben Udo Jürgens am Flügel Platz nehmen, oder eine Audience bei Kaiserin Maria Theresia wahrnehmen? Dann auf zu Madame Tussauds im Wiener Prater! Klar, Wien ist für seine großartigen Kulturangebote und traditionsreichen Museen weltbekannt. Dennoch ist es der Mix aus Tradition und Moderne, der die Stadt so lebenswert und spannend macht. Genau hier kommt auch das weltbekannte Wachsmuseum ins Spiel. Während in den meisten Wiener Museen, Fotografieren ausdrücklich verboten ist und ihr euch den Kunstwerken nicht wirklich nähern dürft, könnt ihr bei Madame Tussaud mit den außergewöhnlichen „Exponaten“ auf Tuchfühlung gehen, Selfies machen und ihnen verliebt in die Augen sehen. Denn die Rede ist von lebensnahen Wachsfiguren, die so echt und lebendig wirken, dass sie euch mit Sicherheit das ein oder andere „WOW!“ entlocken werden. Die Fertigung dauert immerhin bis zu sechs Monaten, mindestens zehn verschiedene Künstler sind daran beteiligt und jede Wachsfigur hat einen unglaublichen Wert von rund 200.000 Euro. Bei Madame Tussaud taucht ihr ein in eine Welt aus Tradition, Legende, Emotion, Glanz und Glamour. Ihr könnt Geschichte erleben, euch wie ein Hollywood-Sternchen fühlen, lustige Erinnerungsfotos mit euren Idolen knipsen und vor allem herumblödeln und jede Menge Spaß haben. Perfekt, um an Schlechtwettertagen in Wien, die Realität einmal kurz hinter euch zu lassen, wieder Kind zu sein und euch euren Träumen hinzugeben. Mehr Infos zu Tickets, den einzelnen Themenbereichen und Öffnungszeiten findet ihr auf der Website.

Riesenradplatz, 1020

(c) Madame Tussauds

Nervenkitzel bei einem Room-Escape Game

Die Room Escape Spiele haben Wien wie im Sturm erobert und ziehen nicht nur an Schlechtwettertagen viele Besucher an. Die kniffligen Spiele, bei denen ihr euch in einer gewissen Zeit mit euren Freunden aus einem Raum befreien müsst und dabei Teamgeist und logisches Denken beweisen müsst, werden immer beliebter. Einer unserer absoluten Favoriten dafür sind die Quests (also Spielvariationen) von First Escape in Wien. Die Spiele sind detailreich und sehr aufwendig gestaltet, punkten durch ihre erzählerische Art und Weise und verleihen so dem ohnehin schon spannenden Erlebnis das gewisse Etwas. Ihr könnt momentan zwischen vier Quests in verschiedener Länge und Schwierigkeit wählen. Bei The Castle wollt ihr in die Burg eines scheußlichen Königs eindringen und bei The Opera geht es in die Vergangenheit und geschehen furchteinflößende Dinge in der Wiener Staatsoper. Bei Hotel Room 13, dem wohl nervenaufreibendsten Spiel, seid ihr mit dem Bösen höchstpersönlich in einem Raum eingesperrt, wohingegen euch bei Dark Chapel der erste Virtual Reality Escape Room erwartet. Wir drücken euch die Daumen, dass ihr wieder zurück ans Tageslicht gelangt!

Himmelpfortgasse 17, 1010

Fernweh bekämpfen und vom Sommer träumen

Das schlechte Wetter mit einer gehörigen Portion Italien-Spirit und Erinnerungen an den letzten Urlaub am Meer bekämpfen? Dann ist die Pizzaria Riva die perfekte Location für euch. „Bist du Pizza?!“ mit diesem Slogan wird man in dem Lokal empfangen und ja, jeder, der hereinkommt is(s)t Pizza. Mehl aus Neapel und Tomaten aus San Marzano – so werden Pizzen bei der Riva gemacht. Der leckere Pizzateig liegt nicht zu schwer im Magen und hat absolut und rein gar nichts mit Tieflühlpizza aus dem Supermarkt gemein. Doppelt hält bekanntlich besser und so könnt ihr euch an gleich zwei Anlaufstellen kulinarisch verwöhnen lassen. Das neueste Lokal befindet sich im 4. Bezirk und trägt, passend zu der Straße, in der es sich befindet, den Namen „Favorita“. Wir raten, unbedingt kurz vorher anrufen und reservieren. The place to be right now. Zu unserem Artikel über die beste Pizza in Wien geht’s hier entlang.

Türkenstraße -Ecke Schlickgasse, 1090 | Favoritenstraße 4 – 6, 1040

Filmcasino

Was gibt’s bei dem Wetter besseres, als in den samtenen Kinosesseln zu verschwinden? Schon von außen zeugt das Filmcasino mit seiner leuchtenden Fassade von seinem unvergleichbaren Charme, der auch im Inneren nicht zu wünschen übrig lässt. Gemeinsam mit dem bunten Programm aus aktuellen Filmen, Klassikern und dem Schwerpunkt auf österreichischen Filmen, lockt das Filmcasino ein breites Publikum an und verspricht immer wieder neue und spanende Film-Highlights.

TIPP: Einheitliche Ticketpreise zu 7,50 Euro gibt’s am Kinomontag (ausgenommen Feiertage und Ferien). Besonders cool ist auch das Angebot Kino & Kuchen zu 7,50 Euro (jeden zweiten Mittwoch im Monat), Cinemornings für 6 Euro und die Blockkarten für fünf oder zehn Vorstellungen zu 38 Euro bzw. 65 Euro.

Margaretenstraße 78, 1050

Amalienbad

In Favoriten versteckt sich eine der schönsten Badeanstalten Wiens, perfekt für Regenwetter in Wien. Die prunkvolle Jugendstilarchitektur des Amalienbades versetzt in alte Zeiten und das Glasdach versorgt mit jeder Menge Tageslicht. Anfang der 90er war es eine der größten Badehallen Europas. Heute trifft das zwar nicht mehr zu, aber wir mögen es eh lieber kuschelig. Apropos „kuschelig“: Es gibt auch finnische, Bio-, Dampf- und Infrarotsauna. Fahrt mit der U1 bis Reumannplatz, von dort könnt ihr es nicht mehr verfehlen. Das Hallenbad ist täglich geöffnet, Mittwoch bis Sonntag kann man hier außerdem sogar bis 21.30 Uhr sportlich seine Bahnen ziehen.

Reumannplatz 23, 1100

View this post on Instagram

🐳

A post shared by Daria (@gdaria) on

Wenn ihr Lust auf Kulturgenuss habt, geht’s für euch hier entlang zu den coolsten Ausstellungen, die euch im Herbst in Wien erwarten. Ausgefallene Aktivitäten findet ihr in diesem Blogbeitrag.

Mit unserem WhatsApp Service bekommt ihr übrigens täglich Wien-Tipps, hier könnt ihr euch eintragen:

×
×
×
Blogheim.at Logo