Studentenstädte Österreich

Die schönsten Studentenstädte Österreichs

Sonntag, 30. September 2018 / Lesedauer: ca. 4 Minuten

Die schönsten Studentenstädte Österreichs

Sonntag, 30. September 2018 / Lesedauer: ca. 4 Minuten

Die einen tanzen die Nacht durch und kommen verkatert in die Vorlesung, die anderen büffeln 24/7, bis der Schädel raucht. Lern- und Studententypen gibt es viele. Doch egal ob Partyheld oder Anwesenheitsfetischist – diese österreichischen Städte eignen sich perfekt für ein abwechslungsreiches Studentenleben.

von Viktoria Klimpfinger & Julia Wagner

Wien, Wien, nur du allein, sollst stets die Stadt unserer durchgeackerten Lernnächte sein. Moment: Nur du allein? Von wegen! Das Semester hat uns bereits fest im Griff. Und so sind  auch unsere lieben Studenten wieder Richtung Uni gepilgert. Und zum Büffeln gibt’s in Österreich neben Wien noch so einige places to be. Wir verraten euch, welche Städte unserer Meinung nach die schönsten Studentenstädte sind.

Wien – für jedes Unipensum ideal

Zwar ist Wien bei Weitem nicht die einzige Studentenstadt des Landes, darf hier aber natürlich nicht unerwähnt bleiben. Immerhin haben wir hier doch mit der Universität Wien und ihren über 90.000 Studierenden die größte Hochschule im deutschsprachigen Raum. Wien ist außerdem die größte Studentenstadt in diesem Gebiet und die 1365 gegründete Uni Wien auch noch die älteste Alma Mater im heutigen deutschen Sprachraum. Aber nicht nur das umfangreiche Lernangebot dieser alten Gelehrten lockt die Studi-Massen jedes Semester aufs Neue in die Hauptstadt. Auch andere Unis wie die Technische Universität, die Wirtschaftsuniversität sowie zahlreiche Fachhochschulen bieten alle Möglichkeiten, nach denen sich andere Städte die Finger lecken würden. Und auch das Studentenleben ist hier formvollendet: Viele Pubs und Kaffees in Uni-Nähe sorgen für den Wohlfühlfaktor zwischen den oder während der Lerneinheiten. Ein unglaublich facettenreiches und günstiges Angebot an Sportkursen am USI Wien sorgt dafür, dass ihr beim Auspowern eure Gehirnwindungen etwas entkrampft. Und das üppige Kulturprogramm von Theater und Film bis hin zu schrägen Performances stimuliert nicht nur die Party-Bedürfnisse der Kunstgeschichte- oder TFM-Studenten. Ein kleiner Tipp von uns: In vielen Theatern und sogar in der Staatsoper gibt’s supergünstige Restplatzkarten für euch.

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University of Vienna 😍😍😍

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Krems – klein, aber idyllisch

Nur eine knappe Autostunde von Wien entfernt findet ihr schon die nächste Studentenhochburg. Zwar deutlich kleiner als Wien, ist Krems an der Donau doch ein idyllisches Fleckchen, um sich ganz dem straffen Curriculum zu widmen. Die meisten zieht wahrscheinlich die Donau-Universität hierher. Und auch die Fachhochschule Krems hat bereits einen Ruf über die Bundeslandgrenzen hinaus. Nicht ohne Grund gibt es hier seit 2015 die partei-politisch unabhängige Plattform „Students of Krems“, die sich dafür einsetzt, die über 13.000 Studierenden der insgesamt fünf Hochschulen miteinander zu vernetzen. Kulturelle Prunkbauten in der Dimension der Wiener Staatsoper sucht ihr hier zwar vergeblich, sind aber auch nicht für jeden das Wahre. Wenn ihr lieber gemütlich die Donau entlang spaziert, in der überschaubaren Altstadt in der Lernpause gerne an einem Cappuccino nippt und am Abend ein Bierchen zippt, dann seid ihr hier sicher gut aufgehoben. Ein Spezial-Tipp für Kultur-Fetischisten: Das Karikaturmuseum Krems kitzelt nicht nur die Lachmuskeln, sondern kurbelt auch die grauen Zellen gehörig an.

Linz – gerne auch einmal länger büffeln dank paradiesischem Campus

Ebenfalls an der schönen, blauen Donau gelegen, aber doch etwas größer, zieht auch Linz die Nerds und Quarterbacks gleichermaßen an – oder hierzulande die Streber und die Langzeitstudenten. Wer hier studieren geht, tut das höchstwahrscheinlich an der Johannes Kepler Universität. Ihr idyllisch-grüner Campus inklusive Wäldchen und kleinem Teich lassen den Lernstress gegen Ende des Semesters fast vergessen. Besonderes Highlight: Das Teichwerk, ein zweistöckiges auf dem Uni-Teich schwimmendes Lokal. Dort bekommt ihr von Kaffee bis hin zu Cocktails so ziemlich alles, was der Studi-Gaumen begehrt. Habt ihr – unverständlicher Weise – doch einmal genug von diesem hübschen Campus, hat auch das übrige Linz von coolen Lokalen bis zu diversen Veranstaltungen einiges zu bieten. Ganz oben auf der Liste der ausgefallenen Kulturangebote der oberösterreichischen Hauptstadt steht etwa die Hafengalerie „Mural Harbor“, wo ihr riesige Graffitis von hochkarätigen Sprayern per Boot besichtigen könnt. Am Ende der Tour dürft ihr euch sogar selbst am Wandbesprühen versuchen. Ihr seid eher Techniker? Dann dürft ihr euch das „Ars Electronica Center“ mit seinen spannenden Ausstellungen rund um Technologie und Zukunft nicht entgehen lassen. Hier gibt’s also abgesehen vom Studieren noch allerhand anderes zu erleben. Nicht dass wir euch vom Lernen abhalten wollen, ahem ahem.

Innsbruck

Du bist das Land, dem ich die Treue halte, weil du so schön bist, mein Tiroler Land!“ Stolz sind sie ja, die Tiroler. Das dürfen sie bei diesen Bergen und Städten aber auch sein. In den letzten Jahren hat sich Innsbruck immer mehr zur jungen Hipster-Stadt gemausert und begeistert mit vielen coolen Ecken fernab vom Goldenen Dachl, dem Wahrzeichen der Stadt. Ein Grund dafür ist sicherlich auch die über die Landesgrenzen bekannte Universität, welche von Architektur bis Zoologie ein breites Spektrum an Studienlehrgängen bietet. Und bekanntermaßen ist es ja meist so, dass da, wo die Uni ist, auch viele coole Studenten sind, die neben dem Lernen auf der Bib auch gerne einmal den Tag bei ein paar Gläsern Bier ausklingen lassen. Besonders die Sportstudenten kommen in Innsbruck voll auf ihre Kosten, da sie ihre Studieninhalte einen Katzensprung von der Uni entfernt auf diversen Ski-Pisten und bei Gipfel-Besteigungen in die Praxis umsetzen können. Aber auch das Medizin-Studium zieht viele in den Westen Österreichs. Neben Hipster-freundlichen Lokalen mit veganen Spezialitäten und Latte-Art liefert die Stadt auf ihrem Blog auch coole Aktivitäten in der Region auf, die kostenlos sind. Somit achtet man auch in Innsbruck auf das Börserl der Studenten. Unter diesen Umständen lassen sich die obligatorischen sechs Semester (oder mehr) auf jeden Fall gut aushalten.

Graz – nachhaltig lernen und nachhaltig leben

Mit ungefähr 60.000 Studenten ist Graz die zweitgrößte Studentenstadt des Landes. Viele besuchen die Karl-Franzens-Universität Graz, vom Angebot her in etwa vergleichbar mit der Hauptuniversität Wien, oder die Technische Universität. Neben dem Lehr- ist vor allem das kulinarische Angebot hier verblüffend kultig. Fast an jeder Ecke schießen kuschelige Cafés und Szene-Lokale aus dem Boden. Auf den ersten Blick verliebt haben wir uns etwa ins BUNA Espresso und Saftbar in der Schmiedgasse 11. In diesem schnuckeligen Laden bekommt ihr nicht nur hammerguten Kaffee in Vintage-Ambiente, sondern kriegt zudem noch was auf die Ohren: Hier regiert das Vinyl! Im Austausch für eure ausgemusterten Platten bekommt ihr übrigens einen Kaffee spendiert. Generell überwiegt in Graz in alter Hipster-Studenten-Manier der Retro-Flair: Vintage-Läden und Workshops von Upcycling bis Lindy Hop findet ihr etwa bei Omas Teekanne. Mit den verpackungsfreien Supermärkten „Gramm“ und dem „Dekagramm“ setzt Graz genauso sehr auf Nachhaltigkeit wie die sehr aktive Dumpster-Szene. Kulinarisch kommen also sogar Stressesser in Graz locker über die Runden. Dank zahlreicher Studentenermäßigungen geht sich in Theatern, Kinos und Museen auch noch ein ausgedehnter Kultursonntag auf jeden Fall aus.

CBD: Legales Cannabis

Graz besitzt mit der „Graslerei“ übrigens auch einen ziemlich kultigen CBD-Shop. (c) Ines Futterknecht

„Studenten machen jeden Tag Party!“ Das und viele andere Vorteile habt ihr sicher auch schon öfter gehört. Wir haben uns Gedanken darüber gemacht, was zutrifft und was nicht. Was ihr abseits vom Student-Life in Österreich erleben könnt, zeigen euch unsere To Do’s.

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