Simmering Bezirksguide

10 Dinge, die man im 11. Bezirk machen muss

Dienstag, 24. September 2019 / Lesedauer: ca. 5 Minuten

10 Dinge, die man im 11. Bezirk machen muss

Dienstag, 24. September 2019 / Lesedauer: ca. 5 Minuten

Ab nach Simmering! Auch wenn manche jetzt vielleicht etwas skeptisch sind, versichern wir euch, dass sich eine Erkundungstour im 11. Bezirk definitiv auszahlt. Denn hier stoßt ihr auf ungeahnte Naturoasen, coole Lokale und vielfältige Unternehmungen.

von Marie Amenitsch & Viktoria Klimpfinger

Ein herzliches Hallo aus Simmering, wo es uns im Zuge unserer Bezirksserie diesmal hinverschlagen hat. Wir zeigen euch, welche Hotspots und ungeahnten Schönheiten euch im 11. Bezirk erwarten.

Zahlreiche weitere Inspirationen für die einzelnen Bezirke findet ihr übrigens in den weiteren Teilen unserer Bezirk-Serie über den 1.2.3.4.5.6.7.8., 9.10., 12.13., 14.,15.16.17.18., 20., 21., 22 und 23. Bezirk.

Concordia Schlössl

Wir starten unser Best Of der Dinge, die man im 11. Bezirk machen muss, mit einem Besuch im Concordia Schlössl. Hier dreht sich alles um die österreichische Küche – oder noch präziser: um das Wiener Schnitzel. Denn wenn es um ausgefallene Variationen des panierten Klassikers geht, ist das Concordia Schlössl die unangefochtene Nummer eins Wiens. Kreationen wie das „New Yorker Schnitzel“, mit Würsteln, Speck und Käse gefüllt und in Popcorn-Hülle rausgebacken, klingen vielleicht zunächst etwas abstrus, schmecken aber alles andere als sonderbar. Besonders heißer Tipp der Redaktion: das Karl Valentin Schnitzel. Die Füllung aus Semmelknödeln, Schinken, Käse, Erbsen und Grammeln haut selbst den letzten Schnitzel-Skeptiker vom rustikalen Hocker.

Simmeringer Hauptstraße 283

Zentralfriedhof

Es lebe der Zentralfriedhof, und olle seine Toten.“ Doch anders als in den Zeilen von Wolfgang Ambros‘ Hit ist der Eintritt für alle Lebenden alles andere als verboten. So ist der Wiener Zentralfriedhof im 11. Bezirk ein überaus beliebtes Ausflugsziel. Abends bekommt der geschichtsträchtige Ort durch das Lichtermeer der unzähligen Grabkerzen eine fast schon gruselige Note und besonders die Farben des Herbstes versprühen ganz besonderen Charakter. Auf der fast 2,5 Quadratkilometer großen Fläche kann man nicht nur die Friedhofskirche zum Heiligen Bartholomäus mit ihrer traumhaften blauen Kuppel bestaunen, sondern zwischen den mehr als zwei Millionen Gräbern wunderbar spazieren gehen. Besonders der alte jüdische Teil des Friedhofs zeugt von historischer Bedeutung und wirkt besonders stimmungsvoll, wenn im Herbst der Nebel aufsteigt.

Viele Besuchende pilgern auch zu den zahlreichen Ehrengräber wie jene von Schubert, Strauss, Falco, Udo Jürgens und Beethoven. Seit einiger Zeit kann man nach dem ausgedehnten Friedhofsspaziergang außerdem auch in der Konditorei Oberlaa am Zentralfriedhof einkehren.

Ausflugsziele Wien

(c) Marie Amenitsch | 1000things.at

Friedhof der Namenlosen

Deutlich ruhiger, dafür umso mystischer ist übrigens der Friedhof der Namenlosen hinterm Alberner Hafen. Von 1840 bis 1940 wurden jene Wasserleichen begraben, die durch einen Wasserstrudel der Donau hier angespült wurden. Bei manchen kannte man den Namen, andere sind wiederum völlig anonym, wie etwa auch das Kindergrab vom „Seppl“, dem dieser Name nachträglich gegeben wurde und dem noch heute manche Besuchende Grabgaben unters Kreuz legen. Denn obwohl die Beisetzungen der Donauleichen heute längst am Zentralfriedhof stattfinden, ist der Friedhof der Namenlosen nach wie vor gut erhaltener Gedenkort für die Opfer der Donau und zugleich ein Fleckchen Stille zwischen Hafenlärm und Donaurauschen.

Simmeringer Hauptstraße 234 | Alberner Hafenzufahrtsstraße

Bio Feigenhof

Etwas außerhalb, aber immer noch im 11 Bezirk gelegen, befindet sich ein idyllisches Fleckchen Erde, das in unserem Bezirksguide nicht fehlen darf. Wer Ruhe sucht und zudem noch Feigen mag, ist hier genau richtig. Auf dem Hof von Frau Kujal und Herrn Thiesz dreht sich alles um die schmackhafte Frucht. Der Gastgarten ist üppig grün und herrlich entspannend für die großstadtgewöhnten Augen. Wer einen Sitzplatz ergattert, steht so schnell nicht wieder auf. Bei unserem Besuch wurde uns liebenswürdigerweise die private Gartencouch angeboten. Es gibt in dem großzügigen Hofladen allerlei zur Verkostung und auch Gemüseraritäten und eine Feigenplantage im Glashaus zu bestaunen. Hin kommt ihr am besten von der U3-Station Simmering mit der Buslinie 73A bis zur Haltestelle Hörtengasse. Alles in allem bietet der Feigenhof einen herrlichen Tagesausflug mit Erholungscharakter. Unbedingt ein paar frische Feigen für zuhause mitnehmen – ein optimaler Snack zwischendurch, um sich im hektischen Alltag wieder an die kleine Oase in Simmering zu erinnern.

Am Himmelreich 325

42 Café

Seit April 2018 hat auch Simmering sein erstes Hipster-Café, das mitten in der grauen Betonwüste des Geiselbergs für eine willkommene Abwechslung sorgt und vor allem eine Wohlfühloase für alle Sinne ist. Herz und Seele hinter dem Café ist Eventmanager Rudi Klein, der vormals die Getränkebars auf diversen Musikfestivals verantwortetete und nun das süße Café betreut. Hierfür setzt er auf die Kombination aus Third-Wave-Coffee und hochwertigen Produkten regionaler Lieferanten. Besonders sympathisch finden wir auch die äußerst fairen Preise, so gibt’s Hauptspeisen für rund 5 Euro. Den Umstand, dass man hier gänzlich auf Plastik verzichtet, finden wir ebenfalls toll. Zudem gibt’s jeden Tag einen frisch gebackenen Kuchen. Fazit: Ein absolut cooles Café im 11. Bezirk, das für manche längst zum Grätzliebling geworden ist.

Geiselbergstraße 27-31/6/R01

Simmering Bezirksguide

(c) Viktoria Klimpfinger | 1000things.at

Baggerpark Simmering

Ganz in der Nähe geht es am Baggerpark Simmering alles andere als still zu. Hier dreht sich alles darum, gehörig Erde aufzuwirbeln – wortwörtlich, denn auf unterschiedlich schweren Baggern könnt ihr tatsächlich euren inneren Bob der Baumeister rauslassen und die Simmeringer Erde umgraben, Lärm machen und Sachen zu Schrott verarbeiten. Nach einer kurzen Einschulung geht’s auch ran an die schweren Geräte. Anmelden könnt ihr euch telefonisch für eure Viertelstunde Erwachsenensandkiste. Die kostet je nach Alter und Fahrzeug unterschiedlich viel; ab 14 Jahren kommt sie mit einem 2,5-Tonnen-Bagger auf 25 Euro.

Alberner Hafenzufahrtsstraße 21

Baggerpark Simmering

 

Boesner

Ihr wolltet schon lange wieder einmal selbst kreativ werden? Dann ist die Boesner-Filiale im 11. Bezirk die richtige Anlaufstelle für euch. Dort erwarten euch nämlich mehr als 26.000 professionelle Materialien vom internationalen Marktführer für Kunstbedarf. Ob Farben, Leinwände, Pinsel oder Bücher – alles, was das Kreativenherz höher schlagen lässt, gibt es hier abzustauben. Und auch einige Kuriositäten kann man hier aufstöbern, von denen man zuvor noch nicht mal gehört hat. Hinzu kommt das coole Café, in dem man vor dem Einkauf bei einem gemütlichen Frühstück, hinterher bei Kaffee und Kuchen oder den täglichen Mittagsmenüs wunderbar entspannen kann.

Unter der Kirche 4

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공항가기전 왕화방투어

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Herderpark

Weiter geht’s mit der größten Parkanlage Simmerings, nämlich mit dem 42.600 Quadratmeter großen Herderpark. Dieser wurde bereits 1930 eröffnet, nach dem Zweiten Weltkrieg erweitert und 2006 umgestaltet. Der weitläufige Park begeistert vor allem mit seinem umfangreichen Angebot für Jung und Alt. So gibt es neben Sport- und Spielplätzen auch ein Familienbad, eine Basketball- und Streetballanlage, einen speziell für Jugendliche gestalteten Teil des Parks und einen vor allem den Bedürfnissen von Seniorinnen und Senioren angepassten Parkbereich. Besonders Highlight des Parks ist der wunderschöne Meerjungfrau-Brunnen, der von Franz Sautner gestaltet wurde.

Herderpark

Schloss Neugbäude

Wo einst der Legende nach während der ersten Wiener Türkenbelagerung von 1529 die Zeltburg Sultan Süleymans stand, steht seit der Regentschaft von Kaiser Maximilian II. ein manieristisches Schloss. Dieses geriet nach seiner Blütezeit eher in Vergessenheit, wurde großteils als Lager- und Fabrikhalle genutzt, in den 1970er-Jahren unter Denkmalschutz gestellt und erst ab 2000 teilsaniert. Heute findet man im Schloss Neugbäude eines der vielfältigsten Veranstaltungszentren Wiens. So werden in regelmäßigen Abständen Sportkurse angeboten, Lesungen abgehalten, im Sommer gibt’s Essensstände und zahlreiche Konzerte sorgen ebenfalls für beste Stimmung in einzigartigem Ambiente. Ein besonderes Highlight ist etwa das jährlich stattfindende Mittelalterfest.

Otmar-Brix-Gasse 1

Watertuin

Den Abschluss in unserer Aufzählung über Hotspots im 11. Bezirk macht das Restaurant Watertuin, das mit einzigartigem Konzept und beeindruckender Konstruktion sowie Gestaltung heraussticht. Das Motto hier lautet „all you can eat and drink“, was mit einer beeindruckenden Live-Cooking-Küche umgesetzt wird. Zudem bestimmt die Aufenthaltsdauer den Preis, je länger man bleibt, desto mehr bezahlt man. Der Preis beinhaltet aber nicht nur sämtliche Speisen, sondern auch noch alle Getränke, sowohl alkoholischer als auch alkoholfreier Natur. Geschmacklich ermöglicht euch das Watertuin eine Reise um die Welt und von regionaler österreichischer Küche über Sushi- und Sahimi-Kreationen bis hin zu mediterranen Köstlichkeiten oder asiatischen Wok-Gerichten ist wirklich alles mit dabei. Nicht zu vergessen: Nach dem Hauptgang wartet ein umfangreiches Dessertbuffet inklusive Schokoladenbrunnen und Eis auf euch.

Etrichstraße 23

Ihr seid hungrig geworden nach dem umfangreichen Blogbeitrag? Dann schaut doch zum Beispiel in unserem Beitrag zu den günstigsten Mittagessen in Wien vorbei.
Den passenden Verdauungsspaziergang könnt ihr bei einem unserer Ausflugsziele am Wiener Stadtrand unternehmen.

(c) Beitragsbild | Viktoria Klimpfinger | 1000things.at

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