10 Dinge, die man im 11. Bezirk machen muss

Mittwoch, 16. Mai 2018 / Lesedauer: ca. 6 Minuten

10 Dinge, die man im 11. Bezirk machen muss

Mittwoch, 16. Mai 2018 / Lesedauer: ca. 6 Minuten

Ab nach Simmering! So lautete das Motto für unsere Erkundungstour im Zuge der Bezirksserie. Auch wenn wir anfangs vielleicht etwas voreingenommen und skeptisch waren, versichern wir euch, dass sich eine Erkundungstour im 11. Bezirk unbedingt auszahlt. Wir sind auf ungeahnte Naturoasen, coole Lokale und vielfältige Unternehmungen gestoßen und präsentieren euch unsere Favoriten in diesem Blogbeitrag.

von Marie Amenitsch

Ein herzliches Hallo aus Simmering, wo es uns im Zuge unserer Bezirksserie diesmal hinverschlagen hat. Welche Hotspots und ungeahnten Schönheiten euch im 11. Bezirk erwarten, präsentieren wir euch in diesem Beitrag.

Zahlreiche weitere Inspirationen für die einzelnen Bezirke findet ihr übrigens in den weiteren Teilen unserer Bezirk-Serie. Hier entlang geht’s zum Guide für den 1.2.3.4.5.6.7.8., 9.10.13., 14.,15.16.17.18., 20., 21. und 23. Bezirk.

Concordia Schlössl

Wir starten unser Best Of der Dinge, die man im 11. Bezirk machen muss mit einem Besuch im Concordia Schlössl. Hier dreht sich alles um die österreichische Küche – bzw. besser gesagt um das Wiener Schnitzel. Denn wenn es um ausgefallene Variationen des panierten Klassikers geht, ist das Concordia Schlössl die unangefochtene Nummer eins Wiens. Kreationen wie das „New Yorker Schnitzel“, mit Würsteln, Speck und Käse gefüllt und in Popcorn-Hülle rausgebacken, klingen vielleicht zunächst etwas abstrus, schmecken aber alles andere als sonderbar. Besonders heißer Tipp der Redaktion: das Karl Valentin Schnitzel. Die Füllung aus Semmelknödeln, Schinken, Käse, Erbsen und Grammeln haut selbst den letzten Schnitzel-Skeptiker vom Hocker. Ihr seid auf den Geschmack gekommen? In unserem To Do Profil über das Concordia Schlössl findet ihr alle Infos.

Simmeringer Hauptstraße 283, 1110

Schnitzel in Wien: Schloss Concordia

© Flo Moshammer / www.goodlifecrew.at

Zentralfriedhof

Eine der schönsten Routen zum Spazieren gehen in Wien, wäre mit dem Zentralfriedhof gefunden, denn „Es lebe der Zentralfriedhof, und olle seine Toten“. Doch anders als in den Zeilen von Wolfgang Ambros Hit ist der Eintritt für alle Lebenden alles andere als verboten. So ist der Wiener Zentralfriedhof im 11. Bezirk ein überaus beliebtes Ausflugsziel. Abends wird dem geschichtsträchtigen Ort, durch das Lichtermeer der unzähligen Grabkerzen, eine weitere stimmungsvolle Note verliehen und besonders die Farben des Herbstes versprühen ganz besonderen Charakter. Auf der fast 2,5 Km² großen Fläche kann man nicht nur die Friedhofskirche zum Heiligen Bartholomäus mit ihrer traumhaften blauen Kuppel bestaunen, sondern zwischen den mehr als zwei Millionen Gräbern wunderbar Spazierengehen. Besonders der jüdische Teil des Friedhofs zeugt von historischer Bedeutung und man fühlt sich in die Vergangenheit zurückversetzt. Zahlreiche Ehrengräber wie jene von Schubert, Strauss, Falco, Udo Jürgens und Beethoven gibt es ebenfalls anzutreffen. Wer auf der Suche nach weiteren mystischen Orten in Wien ist, der schaut am besten in diesem Blogbeitrag über die gruseligsten Orte in Wien  vorbei. Seit kurzem kann man nach dem ausgedehnten Spaziergang außerdem auch in der Konditorei Oberlaa am Zentralfriedhof einkehren. Absolut besuchenswert ist zudem der Friedhof der Namenlosen, der sich ebenfalls im 11. Bezirk befindet und wir euch in unserem Beitrag über unbekannte Orte in Wien vorgestellt haben.

Simmeringer Hauptstraße 234, 1110

Bio Feigenhof

Etwas außerhalb in Simmering, aber immer noch im 11 Bezirk gelegen, befindet sich ein idyllisches Fleckchen Erde, das in unserem Bezirksguide nicht fehlen darf. Wer Ruhe sucht und zudem noch Feigen mag, ist hier genau richtig. Auf dem Hof von Frau Kujal und Herrn Thiesz dreht sich alles um die schmackhafte Frucht. Der Gastgarten ist üppig grün und herrlich entspannend für die Großstadtgewöhnten Augen. Wer einen Sitzplatz ergattert, steht so schnell nicht wieder auf. Bei unserem Besuch wurde uns liebenswürdigerweise die private Gartencouch angeboten. Es gibt in dem großzügigen Hofladen allerlei zur Verkostung und auch Gemüseraritäten und eine Feigenplantage im Glashaus zu bestaunen. Das Hinkommen ist mit der U3-Station Simmering und im Anschluss mit der Buslinie 73A bis zur Haltestelle Hörtengasse zu bewältigen. Von dort aus, 50 Meter zurück auf der Kaiserebersdorfer Straße bis hin zur Nr. 135, dort in den Weg (Privatzufahrt) mit der Feigenhofbeschilderung rechts einbiegen. Alles in allem bietet der Feigenhof einen herrlichen Tagesausflug mit Erholungscharakter. Unbedingt ein paar frische Feigen für zuhause mitnehmen – ein optimaler Genuss um sich im hektischen Alltag wieder an die kleine Oase in Simmering zu erinnern.

Am Himmelreich 325, 1110

Paradise in the city 🌱🍅 #bestworkplace #biofeigenhof

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42 Café

Endlich ist es soweit! Seit April 2018 hat auch Simmering sein erstes Hipster-Café, das mitten in der grauen Betonwüste für eine willkommene Abwechslung sorgt und vor allem eine Wohlfühloase für alle Sinne ist. Herz und Seele hinter dem Café ist Eventmanager Rudi Klein, der vormals die Getränkebars auf diversen Musikfestivals verantwortetet und nun das süße Café betreut. Hierfür setzt er auf die Kombination aus Third-Wave-Coffee und hochwertige Produkte regionaler Lieferanten. Besonders sympathisch finden wir auch die äußerst fairen Preisen, so gibt’s Hauptspeisen für rund 5€. Der Umstand, dass gänzlich auf Plastik verzichtet wird, finden wir ebenfalls toll. Zudem gibt’s jeden Tag einen frisch gebackenen Kuchen. Fazit: Ein absolut cooler Neuzugang im 11. Bezirk, der Potential hat, zum neuen Grätzliebling zu werden und mit köstlichen Angeboten verwöhnt.

Geiselbergstraße 27-31/6/R01, 1110

11. Bezirk

(c) 42 Café

Geheimer Zoo Simmerings

Ein Zoo in Simmering? Ja richtig gelesen. Mitten im 11. Bezirk gibt’s einen bunten und vor allem selbstgebastelten Streichelzoo. Mit dem Erlebnishof-Offenstall Simmering findet man nämlich ein Stück Wildnis zwischen Friedhofsmauer und Wohnbauten. Was von außen eher wahllos zusammengetragen aussieht, lässt kaum erahnen, dass sich zwischen Hütten und Abgrenzungen aus Baugerüstteilen romantisches Bauernhof-Feeling versteckt. Betrieben wir der Streichelzoo von Hannes Soukup und das bereits seit 38 Jahren. Ihr seid neugierig geworden und wollt dem Erlebnishof einen Besuch abstatten? Wir haben uns mit dem Betreiber getroffen und alle Infos zum selbstegabstelten Streichelzoo in Simmering in einem eigenen Blogartikel zusammengefasst.

Am Kanal 919, 1110

Erlebnishof Simmering: Französische Zwergschafe

Boesner

Ihr wolltet schon lange wieder einmal selbst kreativ werden? Dann ist Boesner im 11. Bezirk die richtige Anlaufstelle für euch. Dort erwarten euch nämlich mehr als 26.000 professionelle Künstlermaterialien vom internationalen Marktführer für Künstlerbedarf und das zu ungewöhnlich günstigen Preisen. Ob Farben, Leinwände, Pinsel oder Bücher. Alles, was das Malerherz höher schlagen lässt gibt es hier abzustauben bzw. auch einige Kuriositäten von denen man noch nicht mal gehört hat. Hinzu kommt das coole Künstlercafé, in dem man vor dem Einkauf bei einem gemütlichen Frühstück, hinterher bei Kaffee und Kuchen oder den täglichen Mittagsmenüs wunderbar entspannen kann.

Unter der Kirche 4, 1110

🌈

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Herderpark

Weiter geht’s mit der größten Parkanlage Simmerings, nämlich mit dem 42.600 m² großen Herderpark. Dieser wurde bereits 1930 eröffnet, nach dem Zweiten Weltkrieg erweitert und 2006 umgestaltet. Der weitläufige Park begeistert vor allem mit seinem umfangreichen Angebot für Jung und Alt. So gibt es neben Sport- und Spielplätzen auch ein Familienbad, eine Basketball- und Streetballanlage, einen speziell für Jugendliche gestalteten Teil des Parks und einen vor allem den Bedürfnissen von Senioren angepassten Parkbereich. Besonders Highlight des Parks ist der wunderschöne Meerjungfrau-Brunnen, der von Franz Sautner gestaltet wurde.

Herderpark, 1110

#herderpark #photobojanschnabl

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Schloss Neugbäude

Wo einst der Legende nach während der ersten Wiener Türkenbelagerung von 1529 die Zeltburg Sultan Süleymans stand, steht seit der Regentschaft von Kaiser Maximilian II. ein manieristisches Schloss. Dieses geriet nach seiner Blütezeit eher in Vergessenheit, wurde großteils als Lager- und Fabrikhalle genutzt, in den 1970er Jahren unter Denkmalschutz gestellt und erst ab 2000 teilsaniert. Heute findet man mit dem Schloss Neugbäude eines der vielfältigsten Veranstaltungszentren Wiens. So werden in regelmäßigen Abständen Sportkurse angeboten, Lesungen abgehalten, im Sommer Open-Air Filme gezeigt und zahlreiche Konzerte sorgen ebenfalls für beste Stimmung in einzigartigem Ambiente. Besondere Highlights sind außerdem der Kaiser-Ebersdorf-Kirtag und das jährlich stattfindende Mittelalterfest. Auf der Website vom Schloss Neugebäude findet ihr alle Infos zu den Events. Vorbeischauen lohnt sich!

Otmar-Brix-Gasse 1, 1110

Blaues Wasser

Einen ganz besonders idyllischen Naturplatz findet ihr ebenfalls im 11. Bezirk.  Das sogenannte „Blaue Wasser“ ist noch deutlich unbekannter als der Alberner Hafen selbst, bei dem man unweigerlich an Hamburg denken muss und der sich in direkter Umgebung befindet. Das Blaue Wasser, einen Altarm der Alten Donau, findet ihr nördlich vom Hafenbecken, besser gesagt zwischen Hafen und Donau. Öffentlich erreibacher ist das Naturparadies mit den Bussen der Linie 76a bis zur Station „Alberner Hafen“, von dort sind es nur noch einige wenige Minuten zu Fuß. Die Naturoase begeistert mit glasklarem Wasser und vor allem Fischern ist der Platz sehr zu empfehlen. Am besten noch eine Picknickdecke einpacken und bei einem guten Buch die Ruhe und Abgeschiedenheit genießen. Ein absoluter Geheimtipp für den 11. Bezirk, den wir euch nicht vorenthalten wollen.

(c) Elena Nemec [CC BY-SA 3.0 at], from Wikimedia Commons

Watertuin

Den Abschluss in unserer Aufzählung über Hotspots im 11. Bezirk macht das Restaurant Watertuin, das mit einzigartigem Konzept und beeindruckender Konstruktion sowie Gestaltung heraussticht. Das Motto hier lautet „all you can eat and drink“, was mit einer beeindruckenden Live-Cooking Küche umgesetzt wird. Zudem bestimmt die Aufenthaltsdauer den Preis, je länger man bleibt desto mehr bezahlt man. Der Preis beinhaltet aber nicht nur sämtliche Speisen, sondern auch noch alle Getränke, sowohl alkoholischer als auch alkoholfreier Natur. Geschmaklich ermöglicht euch das Watertuin eine Reise um die Welt und von regional österreichischer Küche, über Sushi- und Sahimi-Kreationen, bis hin zu mediterrane Köstlichkeiten oder asiatische Wok-Gerichten ist alles mit dabei. Nicht zu vergessen: Nach dem Hauptgang wartet ein umfangreiches Dessertbuffet inklusive Schokoladenbrunnen und Eis auf euch.
Das Essen wird hier zu einem wahren Erlebnis, das versprechen wir euch!

Etrichstraße 23, 1110

Ihr seid hungrig geworden nach dem umfangreichen Blogbeitrag? Dann schaut doch zum Beispiel in unserem Beitrag zu den günstigsten Mittagessen in Wien vorbei.
Den passende Verdauungsspaziergang könnt ihr unter dem folgenden Link in unseren Ausflugszielen am Wiener Stadtrand nachlesen.

(c) Beitragsbild / https://www.instagram.com/caspercavado/

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