10 Dinge, die man im 9. Bezirk machen muss

Donnerstag, 8. Juni 2017 / Lesedauer: ca. 6 Minuten

10 Dinge, die man im 9. Bezirk machen muss

Donnerstag, 8. Juni 2017 / Lesedauer: ca. 6 Minuten

Der Alsergrund begeistert mit einem so facettenreichen Angebot, Geschichtsträchtigkeit trifft auf studentischen Charme der dortigen Institute und Cafés, kulinarische Hotspots reihen sich an Einrichtungen mit sozialem Zweck und einmal mehr stellt Wien seine Vielfältigkeit unter Beweis. Wir nehmen euch mit auf einen Streifzug durch den 9. Bezirk und präsentieren 10 Dinge, die man dort erleben muss.

von Marie Amenitsch

Im Zuge unseres Bezirk-Specials hat es uns nach dem 1.2.3.4.5.6.7.8.10.,11.13., 14.,15.16.17.18., 20., 21. und 23. Bezirk diesmal in den 9. Bezirk – auf den Alsergrund verschlagen. Wir präsentieren euch wie immer 10 Dinge, die man im 9. Bezirk erleben kann und machen sollte.

Tulsi

Wer von euch isst gerne indisch? Wenn ihr das noch nicht tut, dann werdet ihr bei einem Besuch im Tulsi im 9. Bezirk garantiert zu Liebhabern der indischen Küche. Dieses Lokal tischt euch das beste Butter Chicken der ganzen Stadt auf und kann durchaus als Mekka für indische Spezialitäten in Wien bezeichnet werden. Unter der Woche gibt es hier ein zwei verschiedene Lunchangebote zusätzlich zu der normalen Speisekarte. Wahre Raritäten der indischen Küche erwarten euch allerdings auf der Saisonkarte, denn hier findet ihr eigens kreierte indische Gerichte, die es auf diese Art und Weise nirgendwo anders als im Tulsi gibt. Nichtsdestotrotz solltet ihr auch noch ein bisschen Platz für die Nachspeise lassen, denn die Mangocreme mit Schoko-Masala Eis ist vor allem an heißen Sommertagen besonders köstlich. Mehr Informationen zu Tulsi gibt’s hier und unter diesem Link findet ihr die Speisekarte.

Fluchtgasse 1, 1090 Wien

tulsi

(c) 1000things Redaktion / Jan Pöltner

Strudelhofstiege

Eine Stiegenanlage, die Hermito von Doderer sogar als Inspiration zur Titelgebung seines gleichnamigen Romans inspiriert hat, macht den Anfang in unserer Aufzählung: Man findet diese Treppe im 9. Bezirk und in unmittelbarer Nähe zum zauberhaften Servitenviertel. Zugegeben, einer der wohl romantischsten Orte der Stadt, der rund ums Jahr mit einem besonderen Charme verzaubert. Im Frühling erfreut das satte Grün der Zweige, im Sommer kann man hier wunderbar auf einer der Bänke die Sonne genießen, im Herbst die farbenrohe Blätterdecke bewundern und im Winter strahlt die Stiege durch Schnee und Eis eine ganz eigene Ruhe und Eleganz aus. Der untere Teil der Stiege ist symmetrisch angelegt und umfasst außerdem zwei Brunnen. Unbedingt vorbeischauen und sich von Wiens Geschichtsträchtigkeit begeistern lassen. Auf einer Tafel neben dem größeren Brunnen sind seit der Stiegenrenovierung 1962 folgende Zeilen von Heimito von Doderer zu lesen:

Wenn die Blätter auf den Stufen liegen
herbstlich atmet aus den alten Stiegen
was vor Zeiten über sie gegangen.
Mond darin sich zweie dicht umfangen
hielten, leichte Schuh und schwere Tritte,
die bemooste Vase in der Mitte
überdauert Jahre zwischen Kriegen.

Viel ist hingesunken uns zur Trauer
und das Schöne zeigt die kleinste Dauer.

Schauspielhaus

Schauspielkunst auf höchstem Niveau und viele ausgefallene Produktionen gibt es im Schauspielhaus zu bestaunen. Die Geschichte des Theaters geht bereits auf den Beginn des 20. Jahrhunderts zurück, als es im Kellergeschoß ein Varieté gab, das später zu einem der ersten Kinosäle Wiens adaptiert wurde und von 1913 bis 1975 den Namen „Heimat-Kino“ trug. Das Theater hat sich auf zeitgenössische Stücke fokussiert, die teils auch viele gesellschaftskritische, politisch-engagierte Elemente beinhalten und zum Nachdenken anregen. Anschauen! Zum aktuellen Spielplan geht’s hier entlang.

Porzellangasse 19, 1090

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SCHLAFENDE MÄNNER von Martin Crimp, Regie: Tomas Schweigen, #Premiere am 8.11.2018 KARTEN: https://www.schauspielhaus.at/schlafende_maenner . 8.11.-15.12.2018 . Was kann es Brenzligeres geben als das spontane Treffen zweier Paare? Zwischen absurder Komödie und psychologischem Kammerspiel entwickelt Martin Crimp einen Horrortrip mit unklarem Ausgang. In einem nächtlichen Wortgefecht kämpfen seine Figuren mit aller Härte um ihre Position in den Machtkonstellationen der Generationen, der Geschlechter, der beruflich Arrivierten und der Aufsteiger. Martin Crimp spielt dabei virtuos mit einer Reihe von Wiener Referenzen von Gemälden Maria Lassnig bis zum Wiener Aktionismus und schafft eine rätselhafte Versuchsanordnung, in der es um alles geht: Liebe, Arbeit, Kunst und Leben. . Bühne: Giovanna Bolliger | Kostüme: Anne Buffetrille | Musik: Dominik Mayr | Dramaturgie: Tobias Schuster | Mit Vera von Gunten, Alina Schaller, Sebastian Schindegger, Anton Widauer . #schlafendemaenner #schlafendemänner #martincrimp #tomasschweigen #theaterinwien #marialassnig @gioviet_union @goodnight.at @neuewiener #davidlynch #werhatangstvorvirginiawoolf #horror #blutig #blut #theaterblut #kunstblut #atelier #wieneraktionisten #wieneraktionismus #viennaactionism #viennaactionists #maskenbildner #visagist #maske #theatermasken #mühl #schwarzkogler #rudolfschwarzkogler #ottomühl #ottomuehl

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VinziRast – Lokal Mittendrin

Ein weiteres Projekt, das wir hier in den höchsten Tönen loben wollen, ist das Lokal Mittendrin, des Verein VinziRast. Die VinziRast ist eine unabhängige, offene Gemeinschaft, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, obdachlosen Menschen ein Zuhause, Wärme und Geborgenheit zu bieten und vor allem einen Platz in der Gemeinschaft zu ermöglichen. Mit dem Lokal in der Währinger Straße findet man einen Ort in der Studierende und ehemalige Obdachlose gemeinsam kochen, arbeiten und Zeit verbringen. Der Reingewinn des Lokals kommt dem Verein Vinzenzgemeinschaft St. Stephan zugute, der mit ehrenamtlichen MitarbeiterInnen mehrere Einrichtungen für obdachlose oder ehemals obdachlose Menschen betreibt.

Währinger Str. 19, 1090

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#chillin

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Liechtensteinpark

Auch ein wunderbares Fleckchen Naturidylle findet man im 9. Bezirk und der Liechtensteinpark, der bereits 1711 vom Fürst von Liechtenstein inklusive Gartenpalais errichtet worden ist, versprüht rund ums Jahr eine besondere Eleganz. Die meisten Statuen und Vasen dieses barocken Gartens, die hier ursprünglich angebracht waren, wurden jedoch bereits 20 Jahre später verkauft und der Garten in Folge umgestaltet. Bis heute ist der Garten in Privatbesitz, ist jedoch öffentlich zugänglich und lädt zum Spazierengehen ein. Der große Spielplatz wird meist von zahlreichen Kindern bevölkert. Dieses Wochenende lockt außerdem ein großer Flohmarkt.

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All this beauty. 🍁 #autumnlover

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CoffeePirates Vienna

Hochwertige Kaffee-Röstungen bringen die grauen Zellen wieder in Schwung und auch die Stimmung in diesem Café ist stets bunt und angeregt. Eingerichtet mit hellen, modernen Holzmöbeln wird es zwar vorwiegend von Studenten bevölkert, aber auch Touristen und viele Anrainer finden regelmäßig ihre Wege hierher, hat sich das Café in den letzten Jahren schon recht etabliert. Große, lange Tische in der Raummitte laden dazu ein, sich mit anderen auszutauschen, aber es gibt auch genügend Ecken, in die man sich alleine konzentriert zurückziehen kann. Wifi ist vorhanden, Steckdosen lassen sich bei Bedarf auch genügend finden. In der wärmeren Jahreszeit lockt der sonnige Gastgarten und die angebotenen Mehlspeisen nomnomnom, keine Worte werden diesen so schnell gerecht.

Spitalgasse 17, 1090  / Währingerstraße 14, 1090

Servitenviertel

Klein aber oho! Mit dem wunderbaren Servitenviertel und der gleichnamigen Gasse findet man garantiert eine der schönsten Gegenden in ganz Wien, in der Eleganz, Gemütlichkeit und Geschichtsträchtigkeit aufeinandertreffen. Besonders in den letzten Jahren haben einige hippe Cafés und Lokale dem Grätzl ihren eigenen Charme verleiht und wer einfach mal die Seele baumeln lassen möchte und spontan seinen Gusto folgen möchte, der ist hier bestens aufgehoben, denn Verführungen locken quasi aus jedem Hauseingang.

Da wäre zum Beispiel La Mercerie – Ruheoase im französischen Stil, die Suppenwirtschaft – reichhaltiges, kreatives und preiswertes Mittagessen, Xocolat Manufaktur – absolute Empfehlung für alle Naschkatzen, Caffè a Casa – im Rennen um den besten Kaffee der Stadt weit vorne mit dabei, das Leo – österreichische Schmankerln und süßer Gastgarten oder auch die Ristorante Scale – eine Ode an die italienische Küche. Außerdem zahlt sich ein Blick in die Servitenkirche garantiert aus. Den Blick nach oben gerichtet, begeistern die historischen Bauten und Fassaden, die auch dezent an Paris erinnern.

Ziemlich versteckt, in der Seegasse gelegen, findet man mit dem Jüdischen Friedhof Rossau außerdem den ältesten jüdischen Friedhof Wiens und einen besonders mystischen, aber stimmungsvollen Ort. Die Mitglieder der jüdischen Gemeinde wurden zwischen 1540 und 1783 in dem 2.000 Quadratmeter großen Areal begraben. Zugänglich ist der Friedhof über das heutige Seniorenheim in der Seegasse 9-11.

Der Wiener Deewan

Stets gut gefüllt und immer gemütlich und köstlich ist dieser unter den Studenten bekannter Hotspot: der Wiener Deewan. Hier gibt es pakistanische Küche für alle. Ihr bedient euch am Buffet und zahlt am Ende so viel, wie ihr wollt, es euch wert ist oder ihr könnt. Es gibt Currys mit und ohne Fleisch, sowie immer eine vegane Alternative und grünen Salat. Unbedingt auch den Nachtisch probieren, die Breis sind unheimlich gut. Bücher, Spiele und gemütliche Sitzgelegenheiten laden ein, länger zu verweilen. Der Deewan wird übrigens schon seit 2005 mit dem freien Zahlmodell betrieben – ein schönes Beispiel dafür, dass gegenseitiges Geben gut funktionieren kann.

Liechtensteinstraße 10, 1090

 WUK

Last but (definitiv!) not least darf natürlich auch das Werkstätten- und Kulturhaus bei unserer Bezirks-Tour nicht unerwähnt bleiben, begeistert es doch mit einem so abwechslungsreichen Angebot. In der ehemaligen Lokomotivfabrik findet man heute eines der größten unabhängigen Kulturzentren Europas, das sich als offener Kulturraum versteht und Platz zum Verweilen, Diskutieren und Ausprobieren zur Verfügung stellen möchte. Das gelingt auch wunderbar und ein Gefühl von „Gemeinsamkeit“ liegt hier bei den vielen Veranstaltungen und Workshops greifbar in der Luft. Auch ein Besuch im Statt-Beisl oder am Fahrradflohmarkt, der jeden ersten Mittwoch im Monat stattfindet, ist sehr zu empfehlen. Alle Infos findet ihr auf der zugehörigen Website.

Währinger Straße 59, 1090

Summerstage

Eine Location, die an lauen Sommerabend absoluter Hotspot ist, wäre mit der Summerstage am Donaukanal – Höhe Rossauer Lände – gefunden. Nicht nur die Terrasse verweilt man wunderbar, dank des Glaspavillons kann man auch bei Schlechtwetter die freie Sicht auf das Wasser genießen und wenn man die Augen schließt, klingt das Plätschern des Sommerregens schon beinahe wie Applaus. Kulinarisch hat man hier die Qual der Wahl, um sich zwischen Pizza, Burgern, Currys, Thai Food oder  Wiener Schmankerln zu wählen. Neben Konzerten sind vor allem die „Gemischte Satz“-Lesungen, die regelmäßig veranstaltet werden, sehr zu empfehlen. Alle Termine und Infos findet ihr unter diesem Link.

Rossauer Lände – direkt am Donaukanal, 1090


Na, Lust bekommen neue Plätze und Ecken in eurer Lieblingsstadt zu entdecken? Hier findet ihr noch wesentlich mehr To Do’s und kulinarische Highlights.
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(c) Beitragsbild / https://www.instagram.com/writtenbyesther/

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