9 Spaziergänge durch Wien mit kulinarischen Highlights

Samstag, 16. Januar 2021 / Lesedauer: ca. 5 Minuten

9 Spaziergänge durch Wien mit kulinarischen Highlights

Samstag, 16. Januar 2021 / Lesedauer: ca. 5 Minuten

Mmmhhh… Wer hätte gedacht, dass Spaziergänge so gut schmecken können? Weil spazieren gehen ja dank Corona so etwas wie der Trendsport 2020/2021 ist, brauchen wir natürlich auch den passenden Proviant. Und den gibt’s zum Mitnehmen für so ziemlich jeden Geschmack.

von Viktoria Klimpfinger

*Wir wollen euch auch während der aktuellen Maßnahmen inspirieren und versuchen, unsere Artikel laufend Covid-konform upzudaten. Bitte haltet euch weiterhin an die Maßnahmen. Nur wenn wir jetzt zusammenhalten und aufeinander schauen, können wir möglichst bald wieder all diese Inspiration gemeinsam genießen und zu einem halbwegs normalen Alltag zurückkehren.

Egal ob anspruchsvolle Wanderung oder unmotiviertes Dahingeschlurfe im Flachland – ein ordentlicher Imbiss peppt so ziemlich jeden Ausflug auf. Zugegeben: Mittlerweile haben wir sogar schon angefangen, den einen oder anderen Ausflug rund um die reduzierten kulinarischen Highlights des Lockdowns herum zu planen. Damit wir quasi eine Ausrede haben, uns draußen mit Kaiserschmarrn vollzustopfen oder heiße Schoki zu schlürfen. Also zeigen wir euch unsere liebsten Alibi-Spaziergänge inklusive Schlemmer-Highlights – Mahlzeit!

Durch die Innenstadt zum Kaiserschmarrn

Die Wiener Innenstadt ist momentan ein heißer Tipp für alle Frischlufthungrigen. Der Lockdown ist eine gute Gelegenheit, die sonst so wuselnden Ecken und hübschen Gässchen des 1. Bezirks ganz ohne Hektik zu erkunden. Ihr könntet etwa vom Stubentor aus starten, die Wollzeile entlang und anschließend durch das Blutgassenviertel, eine der ältesten und wahrscheinlich schönsten Gegenden des Bezirks, spazieren. Dann geht’s weiter über den zurzeit wirklich auffallend ruhigen Graben in Richtung Kohlmarkt und – ups, was für ein Zufall, da sind wir doch glatt vor dem Schaufenster vom Demel gelandet, wo man euch mit Live-Kaiserschmarrn-Kochen verführt. Wenn ihr euch dann endlich zwischen Beeren- oder Zwetschkenröster entschieden habt, könnt ihr zufrieden mampfend weiter schlendern über den Michaeler- und den Heldenplatz und bis zum Ring. Oder ihr biegt nach dem kleinen Ausflug zum Demel, wo ihr euch übrigens fühlen werdet wie beim Willy Wonka der Habsburger, in die Herrengasse ein, dann gleich wieder rechts in die Fahnengasse und über den Haarhof in die wirklich unglaublich pittoreske Naglergasse und gelangt so wieder zurück zum Graben. Inzwischen sollte der Kaiserschmarrn auch schon aufgegessen sein.

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Punsch und Mohnnudeln am Hermannskogel

Ihr wollt ein bisschen Auszeit vom Urbanen? Mit alpinem Bergpanorama kann das Wiener Flachland zwar nicht dienen, aber einen kleinen Gipfel gibt’s hier doch: den Hermannskogel. Mit stolzen 542 Metern Seehöhe ist er, naja, zumindest höher als der Stephansdom und immerhin der höchste Punkt Wiens. Ihr könnt ihn entweder von Sievering aus auf dem Stadtwanderweg 2 besteigen, oder ihr reist mit dem Auto an, parkt euch auf dem Parkplatz beim Cobenzl ein und startet von ihr aus eure Wanderung durch den winterlichen Wienerwald. In diesem Fall startet euer kulinarischer Spaziergang gleich mal mit ein paar Schmankerln: Am Parkplatz gibt’s Kartoffelpuffer, Maroni und Co. und beim Waldgrill gibt’s allerlei Hauptspeisen zum Mitnehmen. Die könnt ihr euch aber natürlich auch fürs Ende eurer Wanderung aufheben. Die führt euch jedenfalls bei leichter Steigung und breiten Waldwegen in etwa 30 Minuten schon zur nächsten Labstelle: dem Gasthaus zum Agnesbrünnl auf der Jägerwiese, kurz bevor ihr den Gipfel und die dortige Habsburgerwarte erreicht. Hier könnt ihr euch guten Punsch oder Snacks von Bratwürstel bis Mohnnudeln als Wegzehrung mitnehmen und schmatzend durch den Wald stapfen. Idyllisch!

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Mit Langos und Co. durch den Laaer Wald

Viel Wald gibt’s auch am anderen Ende der Stadt in Favoriten. Die kleine Vergnügungsstraße des Böhmischen Praters liegt mitten im Erholungsgebiet Laaer Wald, um den übrigens auch der Stadtwanderweg 7 führt. Hier könnt ihr durch fast 40 Hektar weitgehend unberührte Natur spazieren und die Ruhe an den wilden Ufern vom Butterteich oder dem Blauen Teich genießen. Wenn ihr einen Vierbeiner dabei habt, könnt ihr den hier zwar leider nicht in den Wald mitnehmen, aber nur ein paar Schritte entfernt vom Böhmischen Prater breitet sich die Hundezone Löwygrube vor euch aus. Mit über 200.000 Quadratmetern ist sie eine der größten der Stadt und eignet sich optimal für einen entspannten Spaziergang mit herrlichem Ausblick auf den Osten Wiens. Ob mit Hund oder ohne – natürlich lassen wir euch auch hier nicht hungrig nach Hause trotten. Nein, wie es sich für einen Vergnügungspark nun mal gehört, versorgt euch der Böhmische Prater beim verheißungsvollen Schlemmertreff an den Wochenenden von 11 bis 17 Uhr mit Kartoffelpuffern, Lagos, Hotdog und süßen Schmankerln.

Spaziergänge kulinarisch

Blick auf Wien von der Hundezone Löwygrube aus, kurz vor Sonnenaufgang (c) Viktoria Klimpfinger | 1000things

Auf einen Coffee to go im Wiener Prater

Und weil’s so schön ist, geht’s auch gleich weiter in den nächsten Vergnügungspark. Der Wiener Prater steht während des Lockdowns und im Winter sowieso zwar still, aber irgendwie sind die leergefegten, bunten Fahrgeschäfte schon fast irgendwie idyllisch. Ein Spaziergang durch den eingebremsten Ort des Rausches lohnt sich also definitiv. Und idealerweise führt euch euer Weg zum Wiener Rösthaus, nur ein paar Meter vom Schweizerhaus entfernt. Hier gibt’s nicht nur tollen Coffee to go, sondern auch Schokoladen, Bonbons, Kaffee- und Tee-Zubehör und besonders g’schmackige Mehlspeisen. Auch Vierbeiner sind hier sehr willkommen, also bietet danach gleich noch ein ausgiebiger Spaziergang durch die größte Hundefreilaufzone Wiens im Prater an. Das geht natürlich auch ohne Hund.

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Punsch und Buchteln aus dem Fenster im Augarten

Ebenso klassisches Ausflugsziel für Flanierer*innen mit Vorliebe für flache Gefilde ist der wunderbar weitläufige Augarten. Zwischen den hohen Hecken, den breiten Wegen und weiten Wiesen kann man schon mal ausgiebig ins Philosophieren kommen. Ist dann die Kehle schon ganz ausgetrocknet vom gemeinsamen Schwadronieren über bessere Zeiten, könnt ihr sie beim Punschfenster vom Sperling im Augarten mit Blutorangen-Punsch, Glühwein, Chai Latte, Tee oder Trinkschokolade ordentlich Anfeuchten.

(c) Lisa Oberndorfer

Mit einem dampfenden Becher in der einen Hand und frischen Buchteln in der anderen gehen sich sicher noch ein paar Runden durch den Park aus.

Punschfenster Sperling im Augarten

Stimmungsvoll beleuchtet nach Sonnenuntergang: das Sperling Punschfenster im Augarten (c) Lisa Oberndorfer | 1000things

 

Bagels und Donaukanal

Zugegeben: Den Donaukanal – speziell auf Schwedenplatz-Höhe – kennen wir eher vom gemütlichen Auf-dem-Boden-Sitzen im Sommer. Das wäre momentan nicht unbedingt die beste Idee, immerhin besagt doch eine alte Bauernregel, dass man sich nur in Monaten ohne R im Namen ins Gras, respektive auf den Gehsteig, setzen darf. Aber auch entlang des langsam dahin wabernden Wassers auf der einen, der bunten Graffiti-Wände auf der anderen Seite, lässt es sich auch ganz gut spazieren. Als Proviant könnt ihr euch etwa vorab dort, wo die Marienbrücke in den 2. Bezirk mündet, einen der köstlichen Bagels von Budapest Bägel Vienna holen. Wenn ihr lieber auf der Schwedenplatz-Seite des Lebens geht, gibt’s vorab beim Fenster Café in der Griechengasse tolle Kaffee-Variationen, die euch bei eurem urbanen Spaziergang sicher gut tun.

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Vom Kaiserwasser bis zum Bootshaus

Wasser ja, Donaukanal eher nein? Dann strawanzt ihr am besten an der Alten Donau entlang. Entweder ihr treibt euch vorher noch im schönen Donaupark herum und macht beim Austria Center sicherheitshalber noch einen Antigen-Test oder ihr grast die ruhigen Ufer des idyllischen Kaiserwassers ab, bevor ihr die andere Seite der Alten Donau ins Visier nehmt. Dort gibt’s nämlich bei Landtmann‘s Bootshaus immer an den Wochenenden von 12 bis 17 Uhr tolle Mehlspeisen, belegte Brote, Nachos und heiße Getränke zum Mitnehmen.

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Royal jausnen in Schönbrunn

Dem Landtmann haben wir auch noch ein weiteres Highlight für eure anspruchsvollen Gaumen zu verdanken: Mitten im royalen Schlosspark Schönbrunn könnt ihr euch bei der Jausenstation immer sonntags von 12 bis 17 Uhr mit süßen Schmankerln und heißen Getränken ausrüsten, bevor ihr in Habsburger Manier durch den Garten und bis hinauf zur Gloriette lustwandelt. Wo schnabuliert man einen Guglhupf auch stilechter als mit Blick auf Wien? Wenn der Naschkatze in euch noch immer der Magen schnurrt, könnt ihr euch zum Abschluss eures Spaziergangs noch beim Lindt-Shop auf der Hietzinger Hauptstraße einen Becher heiße Schoki gönnen. So ein Spaziergang ist doch wirklich etwas Schönes!

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Wir zeigen euch noch ein paar weitere ausgefallene Routen, die während des Lockdowns Abwechslung in eure Frischluft-Routine bringen. Auf unserer Winter-Dahoam-Seite inspirieren wir euch außerdem für euren Winter in ganz Österreich.

(c) Beitragsbild | Lisa Oberndorfer | 1000things

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