Fahrrad Wien

Hallo, Frühling! Wien mit dem Fahrrad

Mittwoch, 4. März 2020 / Lesedauer: ca. 5 Minuten

Hallo, Frühling! Wien mit dem Fahrrad

Mittwoch, 4. März 2020 / Lesedauer: ca. 5 Minuten

Der Frühling holt die Sonne raus und wir unsere Fahrräder! Wiens Radnetz umfasst mittlerweile schon knapp 1.300 Kilometer, auf denen es sich hervorragend in die Pedale treten lässt. Kein anderes Fortbewegungsmittel verbindet Sightseeing so gekonnt mit Bewegung wie der gute, alte Drahtesel. Wir haben ein paar hilfreiche Tipps für euch, die eure Lust aufs Fahrradfahren in Wien sicher ankurbeln werden.

von Marie Amenitsch

*Wir wollen euch auch während des zweiten Lockdowns inspirieren und versuchen, unsere Artikel laufend Covid-konform upzudaten. Bitte haltet euch weiterhin an die Maßnahmen. Nur wenn wir jetzt zusammenhalten und aufeinander schauen, können wir möglichst bald wieder all diese Inspiration gemeinsam genießen und zu einem halbwegs normalen Alltag zurückkehren.

Die Sonne scheint, die Vögelzwitschern und wir treten kräftig in die Pedale. Sobald die ersten Knospen sprießen, holen wir am liebsten unsere Radln aus dem Keller und drehen ein paar Runden durch das frühlingshafte Wien. Für alle, die ihre Drahteseln ebenso gerne Äußerln führen wie wir, haben wir zehn Facts rund ums Fahrradfahren in Wien.

Citybike

Ihr habt kein eigenes Bike in Wien? Das ist dank der Citybikes schon lange keine Ausrede mehr. Mit über 120 Stationen, verteilt über die ganze Stadt, bieten sie die ideale Option für alle, die in Wien per Pedal erkunden wollen, ohne sich gleich selbst ein Radl zuzulegen. Die Registrierung ist super easy, dauert nur ein paar Minuten und kostet lediglich einen Euro. Die Benutzung selbst ist für die erste Stunde gratis, danach kostet jede angebrochene Stunde ebenfalls einen Euro. Aber keine Sorge: Wenn ihr mal ein kleines, bis zu 15 Minuten dauerndes Päuschen braucht, beginnt die Zeitrechnung von vorne und die Benutzung bleibt gratis. Mit der dazugehörigen App (erhältlich für alle Betriebssysteme) könnt ihr bereits vorm Losfahren checken, wo ihr euer Bike am Ende wieder retournieren könnt und ob und wie viele freie Plätze es dort gibt. Egal ob wir sie nutzen, um schnell von A nach B zu kommen, oder als Notlösung, falls uns die Bim einmal im Stich lässt oder uns die Nightline vor der Nase davonfährt – auf die Citybikes ist Verlass.

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Radflohmarkt

Radfahren ist bereits ein fixer Bestandteil in eurem Alltag? Gut so! Falls ihr aber noch nach einem passenden Rad sucht, das ihr euer eigen nennen könnt, legen wir euch dafür den Radflohmarkt im WUK wärmstens ans Herz. Dieser findet jeden ersten Mittwoch im Monat – bei jeder Witterung – von 15 bis 18 Uhr statt und bietet eine riesige Auswahl an Modellen, Farben und Preisklassen. Auch wenn die Optik euch vielleicht im ersten Moment nicht vom Hocker hauen sollte, die Hauptsache ist doch, dass der technische Zustand des Fahrrads gut ist. Das heißt: Augenmerk solltet ihr besonders auf die Bremsen und das Licht legen und auch die Lenkung darf keine gröberen Probleme machen. Bei der Gestaltung des Fahrrads kann man ja dann der eigenen Kreativität freien Lauf gelassen werden. Frei nach dem Motto „pimp my bike“ findet ihr online viele tolle Ideen, Tipps und Tricks für die Verschönerung und ganz individuelle Gestaltung eures Drahtesels.

Absperren nicht vergessen!

Ist der perfekte fahrende Wegbegleiter gefunden, müsst ihr jetzt nur noch gut darauf achten, dass dieser auch verlässlich an eurer Seite bleibt. Denn immerhin werden in Wien pro Jahr rund 10.000 Räder gestohlen. Wenn es um ein robustes Schloss geht, solltet ihr also besser nicht mit den Preisen geizen. Egal in welch maroden Zustand sich euer Rad vielleicht schon befindet – die Raddiebe schrecken auch davor nicht zurück, wie wir leider auch schon selbst schmerzhaft erfahren mussten: Plötzlich steht das Rad nicht mehr da, wo man es eigentlich zwei Stunden zuvor noch abgestellt hat. Die Anzeige (hinsichtlich dieser unbedingt immer Fahrgestellnummer etc. notieren, bei Neukauf) ist auch mehr ein reiner Formalitätsakt, da die Aufklärungsrate doch relativ gering ist und falls man sein Bike nicht zufällig auf willhaben.at oder durch Zufall auf der Straße wieder sieht, heißt’s wohl: Auf Nimmerwiedersehen. Tipp: Nicht nur den Reifen an der Abstellvorrichtung festmachen, sondern am besten den gesamten Rahmen abschließen.

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(c) https://instagram.com/damngoodcherrypie

Radcafés

In Wien gibt es neben zahlreichen klassischen und hippen Fahrradwerkstätten vor allem auch schnuckelige Rad-Cafés, also Fusionsprojekte aus Radfachhandel, Café und Werkstätte, die dazu einladen, eine Pause einzulegen und bei einer Tasse Kaffee auch mit anderen Radliebhaberinnen und Radliebhabern ins Gespräch zu kommen. Zu diesen zählt zum Beispiel das Velobis im 14. Bezirk. Die Räder mit reinzunehmen, ist hier meist erlaubt, oder es gibt eigens angefertigte Abstellmöglichkeiten, womit es anschließend auch sicherlich keine böse Überraschung in Form eines gestohlenen Fahrrads gibt.

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Off-Road

Wer genug vom Radfahren in der Stadt, dem lästigen Hupen der Autos und den roten Ampeln hat, der findet in Wien auch viele Möglichkeiten, um fernab von all der Hektik und dem Verkehr in die Pedale zu treten. Egal, ob auf dem Donaukanal, der Donauinsel, bergauf Richtung Kahlenberg, Höhenstraße oder im Wienerwald – unterschiedliche Routen mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden laden dazu ein, erkundet zu werden, und versichern euch spannende (Natur-)Erlebnisse.

Helm

Wer Hirn hat, schützt es! Da es in Österreich ja keine gesetzliche Helmpflicht beim Radfahren gibt (außer für Kinder), ist es euch natürlich selbst überlassen, ob ihr euch für das Tragen eines Helms entscheidet. Fest steht jedoch, dass dieser den Verletzungsgrad bei möglichen Unfällen wirklich drastisch verbessern kann. Dass Verletzungen im Straßenverkehr jedoch größeren Umfang annehmen können, als wenn es euch im Wald oder kleinen Kuhdörfern aufzaht, darf man dabei auch nicht außer Acht lassen. Wir legen es euch also wärmstens ans Herz, euch einen Helm zuzulegen. Immerhin gibt es auch einige trendige Modelle, die echt cool aussehen und unserer Meinung nach zum Radfahren in der Stadt einfach dazugehören und obendrein ein viel besseres und sicheres Gefühl geben.

Radparade

Um die Vorzüge des Radfahrens auch im Bezug auf seinen Beitrag zum Umweltschutz zu promoten, gibt es in Wien jährlich die RADpaRADe, die anlässlich des Argus Bike Festival (28. bis 29. März 2020) am Rathausplatz stattfindet. Hierfür wird der Ring für die Radfahrerinnen und Radfahrer gesperrt und es herrscht ausgelassenes Treiben für Jung und Alt. Los geht’s am Sonntag, den 29. März, und die Strecke verläuft vom Schottenring über die Weißberger Lände zur Prater Hauptallee, weiter rund um den Praterstern und über den Ring zurück zum Rathausplatz. Gute Laune und super Atmosphäre ist garantiert und vorbeischauen lohnt sich auf jeden Fall.

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Patschen?

Die Luft im Reifen hat sich plötzlich verabschiedet, der Reifen ist platt und ihr habt selbst keine Pumpe dabei? Nicht verzagen, denn auf zahlreichen öffentlichen Plätzen gibt es mittlerweile frei zugängliche Luftpumpen, die euch zur Verfügung stehen. Diese findet ihr zum Beispiel beim Westbahnhof, am Karlsplatz, bei der Hauptuniversität, bei der Station Längenfeldgasse und am Urban-Loritz-Platz. Eine elektrische Fahrradpumpe, die unentgeltlich benutzt werden kann, gibt’s außerdem bei der Radsation am Hauptbahnhof. Dort hat man außerdem die Möglichkeit, das Rad in drei abgeschlossenen Parkbereichen auf Doppelstock-Radständern abzustellen.

(c) Marie Amenitsch | 1000things

Regeln

Ganz nach dem Motto „Safety first!“ gibt’s natürlich auch beim Radfahren im Wien so einiges zu beachten und vor allem die StVO einzuhalten. Klar haben wir es alle oft eilig und eine schon blinkende Ampel lädt dazu ein, noch schnell die Straße zu kreuzen, und in der Nacht, wenn nichts los ist, ist es vielleicht verlockend, die rote Ampel ausnahmsweise zu ignorieren. Aber aufgepasst, das kann richtig teuer werden. Weil es aber dennoch oft viele Unklarheiten und Fragen gibt, wie: „Darf ich die Busspur benützen?“, oder: „Ist es erlaubt, bei einer stehenden Autokolonne mit dem Rad rechts vorbeizufahren?“, gibt’s auf der Seite von Fahrrad Wien ein super Quiz für euch, bei dem ihr euer Wissen auf die Probe stellen könnt. Falls euch manche Fragen doch die Stirn runzeln lassen, besorgt euch am besten die Fahrradfibel mit den wichtigsten Infos.

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Healthy Lifestyle und grenzenlose Freiheit

Last but not least müsst ihr unbedingt Folgendes bedenken: Das Radfahren erspart euch im Alltag wirklich viel Zeit: kein lästiges Warten auf die Öffis, kein Umsteigen, kein Rolltreppefahren, kein Angehustetwerden und kein Hin- und Hergeschubse zur Rush Hour. Mit dem Rad seid ihr Herr und Frau eures eigenen Zeitmanagements und selbst wenn sich ein Stau ergeben sollte, ist man mit dem Rad immer schnell daran vorbei und kann eine Alternativroute finden. Weiters bringt euch das Radfahren in Wien ganz bestimmt eine Horizonterweiterung bezüglich der Orientierung, weil man vor der Notwendigkeit steht, auch mal neue und andere Wege auszuprobieren. Und dann gibt es da ja auch noch den  „Knackpo-Effekt“, den das regelmäßige Pedale-Treten mit sich bringt. In diesem Sinne: „Jo, wir san mim Radl da….!“, ab auf’s Bike und viel Vergnügen!

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Da das Radfahren auch perfekt für eine Citytour ist, haben wir für euch noch eine Übersicht über tolle Cafés und Second Hand-Läden, die ihr unbedingt besuchen solltet! Für alle, die zwar auf das Fahrrad verzichten, dafür aber die Laufschuhe bevorzugen, haben wir außerdem eine tolle Übersicht über die besten Lauf-Routen. Viel Spaß!

 (c) Beitragsbild | Pixabay

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